RTK

Reisebüros als (Bonus-)Marke

Thomas Bösl will die RTK als Endverbrauchermarke positionieren, mit Payback-Bonussystem und allem, was dazu gehört. Brauchen Reisebüros überhaupt eine Marke?

von Klaus Hildebrandt, 03.08.2010, 13:58 Uhr

Neulich fragte mich meine neunjährige Tochter, was die fvw eigentlich für eine Zeitschrift sei. Ich erklärte ihr etwas umständlich, dass das ein Magazin für Firmen und Leute sei, die Reisen verkaufen. Das verstand sie sofort und fragte: "So was wie Ab in den Urlaub?" Da war ich doppelt überrascht: Zum einen, weil meine Tochter trotz relativ geringen Fernsehkonsums (ehrlich!) Werbebotschaften mühelos erinnert, zum anderen, dass sie Reisen verkaufen mit einem Internetportal gleichsetzt (obwohl meine Frau immer im Reisebüro um die Ecke bucht). Aber andererseits ist es ja auch nicht verwunderlich, dass unvoreingenommene Beobachter bei Reisebüros schnell an Portale denken. Schließlich füllen die Unister-Marken und Konkurrenten wie Expedia, Opodo, Trivago und Swoodoo derzeit viele Werbepausen im TV.

Vor vielen Jahren wagte auch mal die Reisebüro-Kette First den Weg ins Fernsehen. Der Ansatz war klar: Reisebüros sollten sich, ähnlich wie die Handelsketten Rewe, Edeka, Aldi oder Lidl, über Werbung klar als Endverbrauchermarke positionieren und das Marketing nicht ihren Handelsherren, allen voran den Veranstaltern und Airlines, überlassen. Doch starke stationäre Reisebüro-Marken gibt es kaum, bei den Systemen von TUI und Thomas Cook oder den Lufthansa City Centern strahlt der Produzentenname ab. Und für viele Kunden ist nach wie vor die Lage des Büros oder "die Beratung der netten Frau Müller" das wichtigste Argument.

RTK-Chef Thomas Bösl will nun seine Kooperation zur Endverbrauchermarke aufrüsten. Helfen soll dabei die jetzt startende Kooperation mit Payback. Gut 900 seiner 2300 Partnerbüros hat Bösl bislang dafür gewinnen können. Doch die Meinungen gehen weiter auseinander: Für die einen ist die Kooperation eine gute Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und die Chance, bei der leidigen Frage der Kunden nach Rabatten elegant auf Payback verweisen zu können. Für andere wiederum ist die Teilnahme an einem Bonussystem schlichtweg ein riskantes Spiel mit dem Rabatt-Feuer. Auch im Fernsehen will Bösl Gas geben, mit einer Kampagne, "die es in diesem Umfang für den stationären Vertrieb noch nie gab". Mal schauen, ob meine Tochter in einigen Wochen neben Ab-in-den-Urlaub auch eine stationäre Reisebüro-Marke kennt. Und wie Sie über die Endverbraucher-Ambitionen der Reisebüros und die Payback-Kooperation denken.

Kommentare

von Andreas Schulte, 03.08.10, 15:00
Und was haben die Reisebüros davon, wenn sich die RTK als Endverbrauchermarke positioniert ? Den Reisebüros wird diese Marke nie gehören. Wenn es klappt, entsteht eine weitere Marke im Portfolio einer Bank und der TUI. Die Reisebüros sind wieder mal lediglich Mittel zum Zweck. Sie lassen sich benutzen, haben nichts zu sagen, übernehmen dafür aber freiwillig einen Teil der Marketingkosten für diese neue Marke und werden am Ende insgesamt ein Stück weit abhängiger von anderen sein.

von Rudolf, 03.08.10, 16:00
Der Aufschrei aus der Branche über diesen jüngsten Kraftakt von Thomas Bösl wundert mich nicht, kämpft er doch diesmal nicht gegen seine Lieferanten, sondern gewissermaßen gegen - zumindest einige - seine eigenen Kooperations-Mitglieder, die sich einst unter dem RTK-Dach vor den bösen Konzernen retten wollten, um sich möglichst in Ruhe harte, aber in unserer Wirtschaftsordnung ganz normale marktwirtschaftliche Entwicklungen vom Hals zu halten, nach dem Motto: Der Bösl wird's schon richten. Bisher hat er's auch ganz gut gerichtet, und ich vermute mal, dass sich am Ende auch seine Payback-Entscheidung grundsätzlich richtig war. Er ist halt Unternehmer, und deshalb unternimmt auch was, indem er Chancen nutzt UND Risiken eingeht. Wem das nicht gefällt, der kann sich ja eine andere Kooperation suchen, seinen Laden verkaufen oder versuchen, mit eigenen unternehmerischen Ideen erfolgreich selbständig bleiben. Beispiele für alles das gibt's reichlich im Markt. Ich bin gespannt, ob und wie die RTK/Payback-Ehe funktioniert. Nur, einen Rat möchte ich Thomas Bösl doch geben: er sollte einen publikumswirksameren Namen statt dem emotionslos-trockenen RTK geben, den diese drei Buchstaben lassen sich auch nicht mit einem Smiley emotional aufladen. Ich fürchte nur, dass die aktuelle Generation seiner Raiffeisen-Oberen (noch) etwas dagegen haben dürften.

von Selzer Michael, 03.08.10, 16:25
RTK von Raiffeisen..., was ist das fuer eine Bankenmarke fuer freie Reisebueros? Wie kann ein Kooperationsfuehrer ohne Mehrheitsmandat so eine Entscheidung wie die payback-Zusammenarbeit durchsetzen. Von was fuer einem Budget nimmt er die Werbekosten fuer eine ueberdimensionale FVW-Werbung? Von was fuer einem Budget kommt die Fernsehwerbung? Wie konnen die "Mein Reisespezialisten" sich fuer einen eigenen Internetauftritt hergeben, wo der Surfer nur noch "Mein Reisespezialist" sieht beim surfen auf der Seite, ohne den Reisebueronamen oben im Kopfteil Die ganze Entwicklung geht weg vom freien Reisebuero im Kooperationszusammenschluss, hin zum bestimmten RaiffeisenTK-bestimmten Vertrieb. Begonnen hat eine seltsame Entwicklung mit Verträgen, in welchen die freien Unternehmer unterschriebne haben, dass eigene Agenturverträge durch die Kooperation gekündigt werden können... Diese Entwicklung ist für mich unverständlich. Ein Führer entscheidet.

von Sven Maletzki, 03.08.10, 17:42
Ich bin mir nicht sicher, ob der Weg von Herrn Bösl der Richtige ist. Richtig ist aber, dass Reisebüros selbst insgesamt viel zu wenig dafür tun, als "Marke" betrachtet zu werden. Deshalb findet auch die Identifikation des Reisenden nicht mit dem Reisebüro, sondern mit dem Veranstalter oder der Airline statt. Dass es nicht so sein muss, können wir hinter unserer westlichen Grenze sehen. Die Holländer wissen eigentlich nur deshalb ihren Veranstalter, damit sie im Hotel die richtige Mappe mit den Reiseinformationen und Rückflügen finden. Frage: Mit wem bist Du denn hier im Urlaub? Antwort D: Mit der TUI. Antwort NL: Mit dem Reisebüro XY Somit bleibt dem Reisenden (und auch den Mitreisenden, die vielleicht danach gefragt haben) bei uns Deutschen nur der Veranstalter in Erinnerung. Das Reisebüro ist oder scheint austauschbar. Ich denke, dass die historische Entwicklung viel dazu beigetragen hat. Wer heute vor einem Reisebüro steht, der sieht im Schaufenster die Deko der Veranstalter. Geht der Kunde nun in das Reisebüro, sieht er ellenlange Katalogwände, mit den Namen der Veranstalter. Will er auf einen Kalender schauen, ist vermutlich auch dieser auf dem Schreibtisch von einem Veranstalter. Ja, es gibt auch Ausnahmen. Die sind aber sehr rar gesät. Das liegt nun auch daran, dass Provisionssätze teilweise von der Größenordnung des Veranstalters auf der Katalogwand sind. Wie soll sich da ein Kunde merken können, wie das Reisebüro hieß, in dem er war? Sollten die Neuerungen von Herrn Bösl darauf abzielen, genau diesen Umstand für die Reisebüros umzudrehen, so finde ich das sehr begrüßenswert.

von Andreas Schulte, 03.08.10, 18:20
@Sven Maletzki - Das Markenproblem der Reisebüros wird durch Bösls Strategie nicht gelöst werden. Das ist wohl auch nicht die Intention. Das Problem wird durch diese Strategie eher größer. Es kommt ja mit "rtk-reisen" eine weitere Fremdmarke zu den vielen bestehenden noch hinzu. Und diese für den Kunden neue Marke ist für das Markenimage des einzelnen Reisebüros genau so austauschbar wie TUI, Alltours, Neckermann etc.

von Gerd Laatz, 03.08.10, 18:33
Das mit den Marken verstehe ich ja noch. Wer möchte nicht gerne eine bundesweit bekannte Marke haben. Allerdings gebe ich den Kommentatoren Recht, die Zweifel anmelden, ob dies dem einzelnen Reisebüro nützt oder seine eigene Identität noch weiter in den Hintergrund stellen. Was ich allerdings ganz vermisse ist der kaufmännische Aspekt. Die wahre Rendite in vielen Reisebüros ist längst weit unter 0,5 % angekommen. Wovon bezahlen die Kollegen die anfallenden Kosten, die doch wohl über diesem Wert liegen? Der auf diesem Wege gewonnene Neukunde wird ja auch auf Dauer seine Punkte bekommen und damit auch immer wieder Kosten verursachen.

von Schleichwerbung, 03.08.10, 19:29
Nach Klaus - da hast du wohl von der Firma - an die sich deine Tochter so gut erinnert ein Wochendurlaub spendiert bekommen - oder war die doppelte Namensnennung nur purer Zufall? Mein Sohn denkt immer nur an www.lastminuteauskunft.de! Der schaut auch kein Fernsehen - aber seinem Vater gern über die Schulter.

von Frank, 04.08.10, 08:18
@schleichwerbung: (Schleich)Werbung macht man meines Wissens dort, wo man auch Kunden vermutet, nicht im Blog der fvw online. Und außerdem: Reisen buchen wir Touristiker doch nicht bei den onlinern, sondern genau wie Klaus Frau beim Reisebüro um die Ecke, oder???

von Klaus, 04.08.10, 08:50
@Schleichwerbung – Tut mit leid, aber den Namen Lastminuteauskunft hat mir meine Tochter wirklich noch nie zugerufen. Ich verstehe auch nicht, warum Ab-in-den-Urlaub mir einen Wochenendurlaub spendieren sollte. Wir sind nun mal ein Fachmedium und nennen andauernd die Namen von Unternehmen aus der Branche oder zitieren deren Manager. Wir zählen auch nicht mit, wie oft in der fvw Namen wie TUI, Thomas Cook, Lufthansa etc etc auftauchen.

von Helmut, 04.08.10, 09:59
@Frank: Das ist ja wirklich lobenswert, dass Sie als Touristiker Ihre eigenen Reisen "beim Reisebüro um die Ecke" buchen. Und das dann sicher zum ganz regulären Preis, ohne nach einem Rabatt zu fragen. Aber vielleicht sei an dieser Stelle der kollegiale Hinweis speziell an Sie erlaubt, dass man als Touristiker doch - in aller Regel - viel günstigere Buchungsmöglichkeiten hat, nämlich über die Pep-Veranstalter (Vorsicht: Schleichwerbung!) wie PepXpress, Sunpromotions, Wingstipps etc. - und die bucht man - wo und wie wohl? - ONLINE! Oder war/ist Ihnen das unbekannt?

von musenmusil, 04.08.10, 10:02
Bösl ist klassischer Unternehmer als GF von rtk. Erwiesenermassen im Sinne seiner Reisebüros. Somit kann ihm wohl keiner das Unternehmen an sich vorhalten. Zu wenig Gegenmassnahmen die in eigenen Profilierungen münden haben die Reisebüros zu No Names gemacht in der langen Vergangenheit des deutschen Touristik-Vertriebs. So dürfte man als Reisebüro heute über jeden professionell und nach Marktgesetzen gemachten Innovationsschub dankbar sein anstatt nur wieder rumzumeckern über diesen strategischen Vorstoss. Wenn's nach den althergebrachten Reisebüros geht, dann existiert ja auch online einfach nicht. Getreu dem Motto: "was nicht sein soll, das seh' ich auch nicht". Und schaut lieber offenen Auges wie Lemming in Richtung Abgrund

von Frank, 04.08.10, 10:31
@Helmut: Ironie ist nicht jedermanns Sache, ich weiß! Sorry... Aber wir verlassen gerade das Thema rtk. Deshalb: back to Bösl

von Monika Koch, 04.08.10, 10:55
wo bleibt der kunde? ich bin immer wiede überrascht, wie reisebüros und manche vertreter der fachpresse den kundennutzen des geschäftsmodells reisebüros und über marke und markenentwicklung diskutieren. eine B2C marke, was reisebüro marken ja sein wollen, dient einzig und alleine dem kunden. diesem ist es auch völlig schnuppe, wie die organisation im hintergrund läuft. ich habe nach der heftigen diskussion im fvw blog die suchfunktion rtk reisebüro in google eingegeben. an erster stelle kommt der eintrag "rtk- die starke kooperation". er ist wohl eher für b2b gedacht. dann folgt ein hinweis auf den reisebürofinder. in frankfurt gibt es ja einige reisebüros, die sich der rtk kooperation angeschlossen haben. nur finde ich als verbraucher dann nur noch den individuellen reisebüronamen. bei manchen reisebüros komme ich auf eine individuell gestaltete homepage mit individuellen logos. rtk als marke ist nicht mehr ersichtlich. als verbraucher bin ich total verwirrt. für markenberater eine spannende facettenreiche aufgabe.

von Wolfgang Hoffmann, 04.08.10, 15:09
Erst kommt unser Reisebüro "an-der-Ecke". Da sitzen unsere Fachleute, jeder für sich ist 'Marke' genug. Unsere Kunden wollen genau diese Marken, diese markanten Fachleute, - sie zieren sich sogar, wenn ihr "Fachleut" gerade mal nicht frei ist. Und genau da wollten wir früher hin, haben das gepflegt, und wir werden die Öffentlichkeit, auch weiterhin davon zu überzeugen wissen, dass dieser persönliche Kontakt ihre Garantie für einen gemeinsam gut abgestimmten Urlaub, zu einem ausgezeichneten Preis/Leistungsverhältnis ist, und dass sich dieser persönliche Kontakt erfolgreich auswirkt, wenn im Urlaub mal was Unvorhergesehenes passiert. Und dann haben wir die Marken der VAs präsent, unter denen unsere Kunden wählen können. Und als letzte Marke, die allerdings nahezu ausschließlich für uns selbst ihre Qualität offenbart, steht der Schmetterling als Marke unserer Schmetterlingkooperation. Und alles andere ist keine Marke, sondern ein feuchter Traum von Marketing-Laien!

von Wolfgang Hoffmann, 05.08.10, 10:30
Nachtrag zu "Und dann haben wir die Marken der VAs präsent, unter denen unsere Kunden wählen können." Leider mussten wir aus aktuellem Anlass die Kataloge von CLUB MAGIC LIFE aus unserer Ausstellung entfernen. Wir gehen davon aus, dass wir das bis ungefähr Ende November machen müssen, bis die payback-Rabattaktion von der TUI und der RTK beendet ist.

von Thomas, 05.08.10, 11:11
Nicht nur Herr Bösl geht Risiken ein, auch die Unternehmer der sich jeweiligen beteiligten Reisebüros, denn die Beteiligung ist nicht umsonst. Und das ist auch ein Grund(mit Hinblick auf die derzeitigen Nettoerlöse und dem durchschnittlichen xx % Kundenschwund dieses Jahr ) warum nicht alle Büros der RTK mitmachen. Kontraproduktiv finde ich die Werbung :" Herr Ballack.... Türkei 149 € und 50 € Reisegutschein. " Der Kunde assoziiert damit , die im Reisebüro haben bestimmt 30 % Provision und das kannste mit payback eh nicht aufwerten.Und hat ja (siehe deine Tochter) dann den einprägenden Slogan im Ohr :"Ab in ...".

von Manu, 05.08.10, 11:42
Wir Reisebüros sind keine HÄNDLER. Wir könnne die Payback Rabatte und Gebühren nicht zu unserer Provision dazukalkulieren. Damit ist das System Payback für uns völlig ungeeignet.

von Gerd Laatz, 05.08.10, 12:10
Hallo Manu, schön, dass sich auch mal Leute zu Wort melden, die rechnen können. Payback mag ja wirklich sich für Händler mit entsprechenden Margen auszahlen - aber für Handelsvertreter mit Renditen weit unter einem Prozent - da stellt sich wirklich die Frage wer hat was davon und vor allem WER SOLL DAS BEZAHLEN? MfG Gerd Laatz

von Wolfgang Hoffmann, 05.08.10, 12:53
Thomas Bösl hat die Büchse der Pandora geöffnet und mit der Legalisierung von Rabatten unsere gesamte Branche kontaminiert. Mit der ersten "Couponaktion" von Payback-Rabatte ist die TUI mit reingezogen worden, werden alle Aussagen von V. Düring und Sibu Kuhlmann, gegen Rabatte vorzugehen desavouiert. Und, dass Thoams Bösl sich mit den Onlineportalen "Partner" in die RTK geholt hat, die absolut nicht zu kontrollieren sind, davon kann derzeit sogar der ERV ein Lied singen, der die Dumpingpreisaktion gegenüber uns Reisebüros damit zu rechtfertigen versucht, dass diese Aktion ausschließlich für Unisters Geld.de aufgelegt sein und unabhängig vom Reisenvertrieb abläuft. Was glauben die Herrschaften in München in ihrer grenzenlosen Naivität eigentlich, wie unglaubwürdig der ERV in der gesamten Branche geworden ist, nachdem Unisters ab-in-den-urlaub.de dieses ER-Angebot ebenfalls auf seiner Seite bewirbt? Für die stationären Reisebüros kann der ERV jetzt einpacken, - und ob die Bundesaufsichtsbehörden mit der Angelegenheit einverstanden sind, das möchte ich bezweifeln. Die Frage ist nicht mehr, ob unsere Branche irgendeine Marke benötigt, die Frage ist, ist unsere Branche überhaupt noch zu retten, angesichts der eklatantesten Fehlentscheidungen des "Sprechers der QTA"?

von Thomas, 05.08.10, 14:22
@Manu & Gerd Betriebswirtschaftlich macht das Betreiben eines Reisebüros derzeit keinen Sinn. Hier findet ein Marktbereinigungsprozess statt. Und dieser wird verschärft, indem die RBs sich untereinander beweisen müssen, wer den meisten "Rabatt" rausgibt. Das geht seit dem "Dresdner Urteil " schon so, makaber daran ist das der Richter sich selbst (in der Begründung!!!) nicht vorstellen konnte das 3 % wirtschaftlich sind. Deswegen darf jeder mit seiner Provision machen was er will und wenn Du da nicht mitmachst schwimmst Du gegen den Strom und irgendwann "geht Dir die Puste aus" . Aber noch schwimmen wir ;=)

von Andreas Schulte, 05.08.10, 15:12
@Gerd - Das Vermengen von kaufmännisch - Rendite und dieser RTK Payback Aktion ist meines Erachtens nicht zielführend. Denn Rendite berücksichtigt ja letztendlich schon den Kostenposten - Marketing. Nun kann man zwar sagen, bei 0,5 % (da müssen wir auch noch die Frage klären von was - vermittelter Umsatz oder Provisionsumsatz) liegt die Vermutung nahe, dass Marketingkosten zu groß gewesen sind. Letztlich bleibt aber die Frage für jeden Kaufmann, für was (für welche Marke) setzt er sein Marketingbudget (ohne das es ja nun auch gehen wird) ein ? Investiert er seine Mittel besser in seine eigene Marke oder besser in eine Marke, die einem anderen gehört ? In diesem Fall in eine Marke der RTK, die noch dazu, wie Monika zutreffend feststellt, unter Marketingaspekten doch eher unprofessionell in den Wettbewerb geschickt wird. Man schaue sich nur mal den Reisebüro-Finder an. Der reduziert alle Orte auf den Radius - Null. Wenn z.B. ein Verbraucher damit ein Büro im Süden von Berlin sucht, wird er wahrscheinlich erstmal Büros im Norden von Berlin angezeigt bekommen mit dem Text - Entfernung: 0 Kilometer. Vermutlich werden die Suchenden da schnell entnervt ihre Suche aufgeben. Damit haben sind dann die eingesetzten Marketingmittel ziemlich schnell in Nichts aufgelöst. Die Marke RTK wurde negativ transportiert und die Marke eines Büros in der Nähe wurde nicht gefunden.

von Wolfgang Hoffmann, 05.08.10, 16:04
<<< Auch im Fernsehen will Bösl Gas geben, mit einer Kampagne, "die es in diesem Umfang für den stationären Vertrieb noch nie gab". >>> Bei den Krachsendern um Pro7, drei Monate lang zur Primetime. Und dann noch im prägnanten Konzert mit dem einzig bekannten Begriff "Payback". Unabhängig davon, dass ich noch nicht weiß, was die Spots für Prägnanzen aufweisen, das klingt doch ungefähr so, wie Fritzchen, was in den Schnee pinkelt, und den Winter damit für beendet erklärt. Das floppt doch total. Payback wird als Marke bekannter. An RTK erinnert man sich nach 3 Monaten doch nur noch als noch eine diffuse 3 Buchstabenkombination ohne Assoziation.

von Hartmut Huth, 05.08.10, 19:25
Zwei Aspekte, die mir unklar sind: 1. Wenn von 2300 Reisebüros nur 900 mitmachen, drängt Herr Bösl automatisch die Mehrheit seiner Kooperationsmitglieder ins Abseits. Payback bei RTK-Reisebüros bedeutet, dass bei Nicht-teilnehmenden Partnern die Antwort lauten muss: "Bei mir gibts keinen Rabatt / Punkte" ....aber es stand doch in der Werbung.... "ich mach aber nicht mit".... sind Sie zu geizig????? 2. Wenn Kombiaktionen folgen mit "doppelt punkten" bei "hin und weg.de" und "100,- Euro Gutschein zum Einkauf bei xy-Versand.de dazu bekommen", was sagt dann der RTK-Payback-Partner, der diesen Gutschein nicht bieten kann? Das ganze als "Payback Sonderleistung" für payback-Kunden.... na toll, dann freu ich mich auf den Kunden, der ein RTK-Payback-Büro besucht und nach 2 Stunden Beratung sagt: "Und dann bekomm ich noch doppelte Punkte und den Einkaufsgutschein.... nein? .... dann buch ich das im Internet bei hin und weg.de... und Tschüs" aber für Herrn Bösl dürfte das ja kein Problem darstellen, er hat ja den online-Vertrieb (und ich meine jetzt nicht die kleinen online-Reisebüros) in grossem Stil ins Boot der RTK geholt.... und diese kleineren 2000 Büros, die sich abstrampeln und noch versuchen Qualität zu liefern... wir leben im Internetzeitalter, Qualität Nebensache, schnell und unkompliziert den Einheitsbrei... weg damit... nimm, oder lass es... Ich erinnere mich noch so dunkel: Eigentlich war das Internet ein tolles INFORMATIONS-MEDIUM ! Gut, Herr Bösl: Mit payback wird es noch ein Stückchen mehr und schneller zum RABATT-RAMSCHLADEN... und das verkaufen wir dann den Reisebüros als tolle Idee... -für wen eigentlich toll? Hartmut Huth

von R.-G. Ludwig, 05.08.10, 20:33
War heute ausnahmsweise mal bei Shell und nicht bei "meiner" freien Tankstelle. "Clubsmart, ADAC?" fragte mich der Mitarbeiter hinter dem Counter, was ich verneinte . . . und schwups hatte er eine Clubkarte aus seiner Brusttasche geholt und durch das Lesegeräte gezogen. Mit den Worten "Das haben Sie jetzt nicht gesehen", verschwand die Karte wieder in seiner Tasche. Vermutlich muss er nicht mehr lange an dieser Tankstelle jobben; demnächst eröffnet er bestimmt einen ebayshop und verkauft Koffersets, Fussbälle und Kaffeemaschinen. Also liebe Expedienten: Schon mal 'ne Payback Karte beantragen und dann fleissig Punkte sammeln ;-)

von Sylvie, 06.08.10, 09:42
@Wolfgang Hoffmann: Nicht Bösl hat mit mit den Payback-Rabatten "die Büchse der Pandora geöffnet", sondern sogeannte "Kollegen" aus dem Reisebüro, die unverholen, teilweise sogar in Zeitungsanzeigen mit bis zu fünf Prozent Rabatt werben. Von Haspa-Jokern und anderem Unfug mal ganz abgesehen. @Hartmut Huth: Man kann das Glas halb voll oder halb leer sehen. Ich hätte ehrlich gesagt angesichts der Skepsis vieler Kollegen gar nicht damit gerechnet, dass in so kurzer über 900 Reisebüros und damit fast die Hälfte der RTK-Mitglieder mitmachen. @R.G.Ludwig: Schöne Geschichte! Wenn Gerichte nun wie bei SLR Verkaufsaktionen untersagen, ist das mit der Karte vielleicht künftig unsere einzige Chance, an Vergünstigungen zu kommen :-)

von Hartmut Huth, 06.08.10, 12:46
@sylvie Ich bin eigentlich als unverbesserlicher Optimist bekannt. - Ich kann bei einer 1000,- Buchung meinem Kunden mit einem Lächeln als Dankeschön 5,- für eine Pizza nebenan in die Hand drücken oder als Gutschein... evtl bucht dann der nette Pizzabäcker auch bei mir - Ich kann mit ein paar Kollegen (Bäcker, Metzger, Apotheke....) ein Rabattheftchen mit schönen bunten Marken gestalten und da 5,- Rabattmarken einlösen... und evtl. buchen dann zusätzlich diese Kollegen bei mir - Ich kann 5,- zuzgl. ca. 2,50 (das dürften die Zusatzkosten sein) auf eine paybackkarte gutschreiben, damit dann der Kunde bei einem dieser Multishops (Kaufhof, online.weg, .....) diesen meinen Rabatt einlöst.... die dürften kaum bei mir buchen... evtl. aber mein Kunde bei der Konkurrenz (tolle Kundenbindung) und darauf hoffen, dass die welche bisher bei Kaufhof oder online.weg gebucht haben jetzt bei mir buchen -wegen der 5,-... Nicht wirklich -ich bin Optimist, aber nicht Träumer, sondern auch Mathematiker- Ich gebe meinem Kunden einen Rabatt, auf eine Karte, auf der TAUSENDE von Konkurrenten einschliesslich der "bekannten online-Portale" diesen Rabatt einlösen können... wie besch... muss ich eigentlich sein? und von der Bekanntheit eines Namens "payback" zu profitieren, das hat weder bei TUI, NEC.... funktioniert. Wir haben mit vielen Reisebüros diese Namen noch bekannter gemacht, um dann immer niedrigere Provisionen zu bekommen, immer höhere Anforderungen erfüllen zu müssen.... weil wir können ja auf diese bekannten Marken nicht mehr verzichten.... und unsere Rendite holen wir uns bei den kleinen VAs... die noch nicht so bekannt sind... und jetzt lassen wir und das gleiche Spielchen mit payback gefallen, ja machen das sogar AKTIV mit... aber VIEL Glück an alle, die immer wieder aufs Neue drauf reinfallen. Ist das OPTIMISMUS, den gleichen Fehler immer wieder zu machen????? Dann bin ich doch kein Optimist.

von Hans Pertsch, 06.08.10, 14:00
Wenn die Kooperation zwischen RTK und Payback scheitern sollte, dass liegt es weniger an der Idee, als am fehlenden Gesicht der RTK in der Öffentlichkeit. Ein Noname Produkt läßt sich wahrscheinlich auch mit einem starken Partner nicht verkaufen.

von Wolfgang Hoffmann, 06.08.10, 14:19
<<<@Wolfgang Hoffmann: Nicht Bösl hat mit mit den Payback-Rabatten "die Büchse der Pandora geöffnet", sondern sogeannte "Kollegen" aus dem Reisebüro, die unverholen, teilweise sogar in Zeitungsanzeigen mit bis zu fünf Prozent Rabatt werben. Von Haspa-Jokern und anderem Unfug mal ganz abgesehen.>>> leider doch, Sylvie, jedenfalls sehe ich das so. Es war doch vorher Konsenz zwischen RBs, RTK, QTA, VAs, Rabatte aus unserer Branche zu entfernen, zumindest die Schwarzen Schafe zu disziplinieren, notfalls auszugrenzen. Und plötzlich macht er Rabatte hoffähig. Es gibt keinen Grund mehr für Reisebüros, Veranstalter und selbstverständlich Onlineportale, keine Rabatte mehr anzubieten. Das meine ich mit Büchse der Pandora. Es gibt keinen Weg mehr zurück, im gegenteil, mit der Marke RTK wird bis in alle Ewigkeit verbunden sein, dass sie Wettbewerb in der Touristik mit Rabatten erst richtig etabliert hat. Dass eine Reisebüromarke sich ihr Image selbst sucht, das kann man an der Imagebildung jeder Marke nachverfolgen. Und der Brand RTK wird exakt dieses Image erhalten, auch beim Verbraucher. Und das perfide ist, diejenigen, die die Imagebildung initiieren, die zahlen auch noch dafür, jährlich bis zu 1.086,-EUR (Platin-Version) zzgl. 0,55% von jeder Rabattbuchung via Payback, - und zu allem Überfluss,: Was ist mit dem Image dieses Reisebüros? Was, wenn Payback floppt und man irgendwann ohne dieses Rabattsystem dasteht? Wir leisten uns eine Feuerwehr, weil es brennen könnte. Wir bauen Sprinkler in Gebäude, weil wir voraussehend denken. Wir schließen Feuerversicherungen ab, um Risiken abzudecken, deren Eintritt gering sind, ...aber die Teilnahme an einem Rabattunternehmen namens Payback, was das eigene Unternehmen auf derartige Zuammenarbeit ausrichtet und nach Außen, an die Verbraucher hin das Image verpasst, die wird als "Versuch" deklariert, an neue Kunden zu kommen. Hallo?! Wer hat denn da alles keine Ahnung von Marketing? Wer hat denn da die Logik ausgeschaltet? Wer verschreibt denn da seine unternehmerische Seele wem?

von Wolfgang Hoffmann, 06.08.10, 14:34
Hallo Klaus, ich will noch zum Ursprungstext von Ihnen direkt zurück. Sie schreiben: <<< RTK-Chef Thomas Bösl will nun seine Kooperation zur Endverbrauchermarke aufrüsten. Helfen soll dabei die jetzt startende Kooperation mit Payback >>> Das glaube ich nicht. Entweder ist da die Marketingabteilung völlig aus dem Ruder gelaufen, oder da wird was verschleiert. Schauen Sie sich doch mal das Beitrittformular der RTK für seine Reisebüros genau an, welche Selbstverpflichtung, da jeder Teilnehmer zu unterschreiben hat. Sinngemäß heißt es da, dass jeder Teilnehme an Payback ab dem Beitrittszeitpunkt, der in der Beitrittsbestätigung seitens der RTK benannt ist, das Paybacksystem, - und jetzt kommt eine doch sicherlich gewollte Tautologie - "proaktiv" seinen Kunden zu bewerben hat, und diese als "Neukunden" zu werben hat. Wofür? Für Payback?. Ja, was denn nu? Wo bleibt denn da das Reisebüro? Nicht einmal "RTK" wird da gefeatured, die findet lediglich B-to-B statt, weil sich das Payback-Reisebüro per Unterschrift verpflichten muss, die Payback Kartennummer der Kunden im RTK-Office zu hinterlegen.

von R.-G. Ludwig, 06.08.10, 16:19
Es gibt sicherlich zwei Sorten von Punktesammlern: Die Einen die dort wo sie eh einkaufen die Punkte sammeln, der "Mitnahmeeffekt". Die Anderen machen sich auf "Punktejagd" und wechseln dafür auch den Anbieter. Die ersten werden ihrem Reisebüro treu bleiben, was sie aber auch ohne Punkte tun würden, solange sie mit dessen Leistungen zufrieden sind. Die Anderen werden in ihrer Punktegeilheit schnell bemerken, dass sie über Payback-Reisen.de die ZEHNFACHEN Punkte (bis zu 5 °P pro 1 € / RTK 1°P pro 2€) Umsatz bekommen und sich schnell von "ihrem" Reisebüro verabschieden. Sicherlich gibt es viele Verbraucher, die ihren Punktejagdtrieb noch gar nicht entdeckt haben, aber den können die RTKler jetzt ja auf die Sprünge helfen, indem sie die Paybackkarte unter das Volk bringen. Also schaut Euch den Kunden noch einmal genau an, wenn er mit der Paybackkarte das Büro verlässt - es könnte sein, dass ihr ihn nicht wiederseht. PS: Eine Ausschliesslichkeitsklausel hat man doch sicherlich für die RTK ausgehandelt oder? Nicht das mit einmal alle RTK Kartenbesitzer Post von Payback bekommen, mit tollen Angebot von weg.de oder von einer OnlineBank welche 6% auf Reisen bietet. Kann mich noch gut an eine geplante Marketingaktion von Visa und Travel24 erinnern, bei der die Visa-Kunden (also auch TUI-Card Inhaber) auf Reisebuchungen fünf Prozent Rabatt bekommen sollten.

von R.-G. Ludwig, 06.08.10, 16:31
Was sage ich da: weg.de wäre ja auch RTK. Welche Zusage haben die Reisebüros bezüglich "Ihrer" Kundendaten denn überhaupt bekommen?

von Sven Maletzki, 06.08.10, 16:41
"Die Anderen werden in ihrer Punktegeilheit schnell bemerken, dass sie über Payback-Reisen.de die ZEHNFACHEN Punkte (bis zu 5 °P pro 1 € / RTK 1°P pro 2€) Umsatz bekommen und sich schnell von "ihrem" Reisebüro verabschieden." Das ergibt doch keinen Sinn. Wenn diese Kunden "Punktegeil" sind, dann wechseln sie nicht vom Reisebüro zu Payback-Reisen.de, sondern waren nie zuvor im Reisebüro, weil es dort keine Punkte gibt und haben schon immer bei Payback gebucht.

von Wolfgang Hoffmann, 06.08.10, 17:19
Sorry, Sven Maletzki, aber mit dieser Wortklauberei kommen wir doch im Thema nicht weiter, ob es eine Aktion ist, mit Paybackrabatten eine "Reisebüromarke" bekannt zu machen, und das in dieser medial verseuchten Umwelt. Die wirklichen Marken, von Maggi bis TUI, von Coca Cola bis BMW, die haben doch in einer Zeit, über einen langen Zeitraum, mit Einsatz von vielen Werbegeldern ihr Produkt in diese heutige zeit rüberretten können, in der Kunden wissen, dass sie bei ALDI umgelabelte Markenware bekommen. Ich frage mich auch, was Burghausen getrieben hat, untér diesen Umständen, mit diesem WEerkzeug Rabatte, eine Kooperationenmarke bekannt zu machen. Und dann kommt doch auch hinzu, wie man eine Marke bekannt macht. Selbst Bin Laden ist für sich gesehen eine Marke, aber nicht mit einem Image versehen, was ihn für uns erstrebenswert macht. Was will die RTK? Dass sie bei den Verbrauchern als erstrebenswert gilt? Warum? Und was haben die einzelnen RTK-Reisebüros dabei für eine Aufgabe? Und welchen Nutzen haben die RBs? Was, wenn dem Reisebüro irgendwann einfällt, nicht mehr zur RTK gehören zu wollen?

von R.-G. Ludwig, 06.08.10, 17:42
@Sven Maletzki - na wenn die Kunden nicht punktegail sind, könnte man sich das ganze Theater ja gleich schenken :-) Abwarten - wer bei payback-reisen ist bleibt dort (da 10fache Pkt) und wer von seinem Reisbüro ersteinmal angefixt wird, landet dann auch bei payback-reisen. Bleiben also die im Reisebüro, die eh dableiben würden - mit oder ohne payback.

von Wolfgang Hoffmann, 06.08.10, 17:54
tja, R.-G. Ludwig, dann würde diese "strategische Partnerschaft" zwischen Payback & RTK ja auch Sinn machen. Immerhin nutzt die RTK ja die von den Reisebüros verfügbar gemachten Kundendaten zukünftig, um daraus aktuelle Angebotsstrukturen zu entwickeln. Und dazu müssen die ja schließlich auch die Daten der gebuchten Reise haben. Also, alles über die Verbraucher, die Payback haben und alles über die Reisebüros, die bei Payback mitmachen. Und jetzt kommt wiederum weg.de ins Spiel, die für payback-reisen ja das Fullfillment machen. Weg.de gehört doch zur RTK-Onlinegroup, oder? Zumindest zum V.I.R. Es war ja auch zeitgleich, diese "strategische Partnerschaft" und der Beitritt der Onlineportale zur RTK. *grübel* Was mag das nur alles bedeuten?

von Selzer Michael, 06.08.10, 18:04
Also, wenn ich das alles lese komme ich noch mehr zur Ueberzeugung, dass diese Raiffeisentk-payback-Aktion nicht den Reisebueros hilft. Es kann einfach nicht sein, dass hier von heute auf morgen auf Kosten der RTK'ler eine RTK-Reisebuero"ketteoderwieauchimmergenannt" in die Verbraucherkoepfe gekloppt wird. Wer will schon ein "Raiffeisen"-Reisebuero sein. Nehme an keiner! Irgenwie kapiere ich nicht, dass in dieser Kooperation einfach mal so ueber die Koeppe hinweg entschieden wurde. Wer stoppt diesen Irrsinn?

von Andreas Schulte, 06.08.10, 18:05
@Wolfgang - Das Problem der Burghausener kennst Du doch. Die versuchen doch schon seit langem Marken zu etablieren. Leider klappte das bisher mit der Umsetzung immer nicht. Ich erinnere mich da so an Versuche mit PRIMA-TOURS, mit MEINE MEHRWERTKARTE, dann kam der große Kracher MERSON. Weiter ging es mit MRS, sorry MEIN REISESPEZIALIST und jetzt kommt der neue Versuch RTK-REISEN. Auch dieser neue Versuch steht wohl unter keinem guten Stern, denn 3 Wochen TV-Werbung, schlechte PayBack-Konditionen und ein desolater Reisebüro-Finder, werden keine Marke etablieren. Allen Versuchen ist eins gemeinsam - man versucht mit wenig Risiko und wenig eigenem Einsatz, die Erträge auszuweiten und zu erhöhen, denn aus der Geschäftsbasis Reisebüro muss doch noch mehr rauszuholen sein, als nur die KickBacks der Veranstalter.

von Peter Melchior, 06.08.10, 18:12
@Andreas - Mein Reisespezialist ist durchaus ein großer Erfolg für die Büros. Die Entwicklung der Umsatzzahlen (besser als RTK-Durchschnitt und wesentlich besser als der Gesamtmarkt) sprechen dafür. Auch der Zusammenhalt vieler Büros ist stark . Das neue corporate Design und die Aktivprovisionen verhelfen den Büros auch zu finanziellen und ideellen Mehrwerten. Also ein Erfolg, den man aber noch besser machen kann.

von Wolfgang Hoffmann, 07.08.10, 11:22
@Peter, das stimmt. Mein Reisespezialist Büros sind allerdings nicht wg. dieser Retortenmarke erfolgreicher als der Durchschnitt, sondern, weil es sich sowieso um die innovativeren, um die durchsetzungsfähigeren Büros innerhalb der RTK handelt. Wir haben selbst ein Schnupperjahr MRS verbracht, mussten dann aber feststellen, dass wir uns hätten auch die "lustigen Reiseteufel" nennen können, mit vermutlich ähnlich mäßigem Markenerfolg. Einen Brand in die Welt zu setzen und dann denjenigen zu verkaufen, die erst den Wert dessen zu erarbeiten haben, das hat Chuzpe! Und somit sind wir wieder bei der Eingangsfrage von Klaus. Nicht irgendeine aufgesetzte Begrifflichkeit oder/und Wortmarke mit welchem auch immer feuchten Kreativerguss macht eine Marke aus, sondern der Inhalt, das Image, die Durchsetzungskraft der Menschen, die dahinterstecken, die die Marke mit Leben erfüllen. ...und bei der jetzigen RTK sehe ich die neuerdings falschen Inhalte mit den Marken der Onlinegroup & Payback-Rabatten. Ich sehe, dass der Verbraucher das falsche Image an diese neue RTK verpassen wird, dass RTK künftig für Rabatte & Onlinebuchen stehen wird. Und ich sehe, dass die Reisebüros, die sich auf Payback stürzen, das aus der Einsicht des eigenen Unvermögens heraus tun, mit den Herausforderungen in unserer Branche fertig zu werden - womit wir dann wieder genau bei der Frage sind, was der Verbraucher einem solchen Reisebüro für ein Image anhängen wird.

von Heiner, 07.08.10, 21:26
Auf payback-reisen.de mehr Punkte wie im RTK-Büro? Nicht immer. Deshalb: Vorerst cool bleiben und nicht aufregen! Jedenfalls ist es Fakt, dass unsere Kunden derzeit bei einer Buchungssumme bis 1.999 EUR bei uns im Büro mehr Payback-Punkte bekommen, als wenn sie auf payback-reisen.de buchen! Meine Meinung: Kein Kunde blickt in diesem Punkte-Dschungel durch. Und das ist gut so - für uns RTK-Büros! Ach ja, dass der Reisebürofinder „desolat“ ist kann ich nicht gerade behaupten. Wir sind auf payback.de unter den örtlichen Partnern gelistet. Wenn man unsere Postleitzahl eingibt stehen wir vor allen anderen Payback-Akzeptanzstellen auf Nummer 1, und sogar mit Routenplaner. Ist es „Neid“? Oder warum machen ausgerechnet andere Kooperationen unsere Zusammenarbeit mit Payback schlechter als sie eigentlich ist. Wir in unserem Büro schauen uns die Sache jetzt mal an, und wenn es nichts bringt, dann steigen wir halt wieder aus. So einfach! Das ausgerechnet Wolfgang Hoffmann so vehement gegen Payback ist kann ich voll und ganz verstehen. Schließlich hat die RTK die Kundenzeitschrift, also sein „Baby“, ziemlich zeitgleich mit Beginn der Payback-Zusammenarbeit eingestellt. Das würde mir auch stinken!

von Michael Selzer, 08.08.10, 11:58
45% der deutschen Haushalte mit payback, 83% der deutschen kennen payback, 1,5Millionen Mal wird die Karte am Tag vorgezeigt... ...Wer kenn rtk? Da wird sich auch nicht viel ändern, mit diesem Kürzel und aus Reisebürosicht unakzeptablem ausgeschriebenen Dachnamen... Jedenfalls, man koennte betreffend Reisebüroproblem aus Verbrauchersicht sagen: "ich bin doch nicht bloed payback ca. 0,5%, LIEBER NATÜRLICH (u.a./z.B.) MEINE SPARKASSE 5%, MEINE BANK XY 7%". Es gibt Staedte in welchen es ca. 200 000 Einwohner/ca. 120 000 Haushalte gibt und bereits über 40 000 Girokontoinhaber welche durch diese ruecksichtslosen Banker und überregionale Reisebuerounterstuetzung stationäre Reisebürovernichtung betreiben! rtk und payback sind der falsche Weg. Diese Kooperation sollte im Sinne der Rsb's gegen bankenfremde Tätigkeiten vorgehen und Mißbrauch deren Aufgaben. Die Banker vernichten ihre eigenen Kunden durch diese hirnlose Geiz ist geil-Unterstuetzung!

von Heiner, 08.08.10, 12:36
Ich persönlich sehe Payback als reine Werbekampagne, nicht mehr und nicht weniger. Der eine Kollege schaltet alle halbes Jahr eine Anzeige in seiner Zeitung, und wir machen halt bei Payback mit. Die Kosten sind für uns nicht höher als diese Zeitungsanzeigen oder Infobriefe, die sowieso keiner liest. Rabatte? Aber nun mal halb lang. Wenn ein Kunde 1.000 EUR Umsatz macht bekommt er normalerweise Bonuspunkte im Wert von gigantischen 5 EUR auf sein Payback-Konto gut geschrieben. Jede Rücktrittsversicherung, die das eine oder andere Büro seinen Kunden "kostenlos mit dazu gibt", hat einen höheren Wert. Jeder Reiseführer auch. Und jede gute Flasche Wein kostet mehr - außer man schenkt seinem Kunden "Pennerfusel"! Wegen dieser 5 EUR Bonuspunkte von "Rabatt" zu sprechen finde ich persönlich etwas übertrieben. Bei den Bankrabatten sieht es allerdings anders aus. Hier reden wir von 70 EUR Bargeld je 1.000 EUR Umsatz, der noch dazu steuerfrei von völlig branchenfremden Betrieben ausbezahlt wird. Damit vernichtet man bewusst Arbeitsplätze. Und da sollten sich ALLE Kooperationen zusammensetzen und dagegen ankämpfen. Leider stieß ich diesbezüglich bei der vorherigen Kooperation, bei der wir waren, auf taube Ohren!

von Wolfgang Hoffmann, 09.08.10, 10:10
"Das ausgerechnet Wolfgang Hoffmann so vehement gegen Payback ist kann ich voll und ganz verstehen. Schließlich hat die RTK die Kundenzeitschrift, also sein „Baby“, ziemlich zeitgleich mit Beginn der Payback-Zusammenarbeit eingestellt. Das würde mir auch stinken!" Hallo Heiner, das ist nicht der Grund. Die Kundenzeitschrift kann jeder beim Verlag für seine Kudnen abonnieren, oder bei der Schmetterlingkooperation, die den Urlaub Tipp weiterhin für das Marketing seiner Mitglieder anbietet. Mein Grund ist ganz einfach, dass ich mich mit Vehemenz gegen Rabatte in unserer Branche eingesetzt habe und gegen die Konkurrenz der Multi-Onlineportale, die mit großem Geldeinsatz uns Stationären die Existenz streitig machen. Außerdem habe ich mich immer für den Zusammenschluss der stationären Reiosebüros in Kooperationen eingesetzt und den Gedanken der QTA gefördert. Ein Einsatz gegen Rabatte & unfaire Onlinekonkurrenz und pro QTA-Gedanken ist mit den Entscheidungen von Thomas Bösl als Mitglied der RTK nicht mehr möglich. Das ist meine Intention, nicht mehr. Ich habe auch von Anfang an betont, dass die Entscheidungen von Thomas Bösl unter unternehmerischen Gesichtspunkten für die Existenz der RT-Reisen verständlich, aber für mich nicht akzeptabel sind. Dass zeitgleich die Zusammenarbeit der RTK für die Kundenzeitschrift beendet war, das hat völlig andere Gründe gehabt, die Du sicherlich intern in Erfahrung bringen kannst. Noch einmal: Die Kundenzeitschrift steht weiterhin allen Reisebüros der QTA zur Verfügung.

von Wolfgang Hoffmann, 09.08.10, 10:23
@Heiner, zu Deinem 2. Eintrag, ich nenn ihn mal einfach "Pennerfusel" ;-) Als einer der Aktivsten habe ich den Streit mit den Kreditinsttituten und den kommunalen Behörden aufgenommen und dabei ständig das Argument von denen vor den latz bekommen, dass die Reisebüros und vor allem die Reiseveranstalter selbst Rabatte geben würden. Was ich denn wolle? Wie unlogisch ich denn argumentieren würde. Dabei wurden mir diverse Kredit-, und Bonuskarten unserer Branche auf den Tisch geknallt. Der Beitritt der RTK zum Paybackrabattsystem (Payback nennt es selbst "Rabatt"!) wurde von Thomas Bösl u.a. mit dem Satz begründet: "Damit kriegen wir wohl endlich das leidige Thema Rabatte vonm Tisch!" (aus dem Gedächtnis zitiert) Ich habe darauf u.a. geantwortet, dass ich das für Löschen mit Benzin halte. Lieber Heiner, über alles hätte man vielleicht reden können, eine Lösung finden können, aber bitte g.e.m.e.i.n.s.a..m.! Diese Entscheidungen der RTK sind in erster Linie ein Spaltpilz der QTA, eine Anstiftung zum Kampf-jeder-gegen-jeden innerhalb unserer Branche. Und wir verlieren alle, auch wir Beide, die ein wenig im Onlinemarkt mit herumpusseln. Gewinnen werden ausschließlich die Onlineportale des V.I.R. aka RTK-Online.

von Heiner, 09.08.10, 11:39
Wolfgang, danke für Deine umfangreichen Ausführungen. Punkt 1: Du schreibst, dass Du gegen die "Internet Rabattgeber" bist. Dagegen bin ich auch. Ich denke, da sind wir uns einig. Punkt 2: Payback. Ich kenne kein System mit ähnlichem Bekanntheitsgrad, welches mich für ein überschaubares Budget bei Tausenden von "Noch-Nicht-Kunden" bekannt macht. Ein preislich ähnliches oder sogar billigeres Marketingkonzept konntest Du uns bis dato eigentlich auch nicht nennen. Wie ist Deine Alternative? Punkt 3: Deine Vermischung von Payback und "Internet Rabattgebern" verstehe ich nicht. Genauso gut könntest Du sagen, Du kaufst Dir nie wieder einen BMW, weil BP die Ölkatastrophe im Golf von Mexico verschuldet hat. Ich sehe da keinen Zusammenhang. Punkt 4: Punkte auf payback-reisen.de gibt es schon seit Jahren. Mit oder ohne RTK. Das ist nichts neues.

von Wolfgang Hoffmann, 09.08.10, 12:07
die einzige Alternative wäre es gewesen - wenn man schon diesen verfluchten Schritt gehen muss - eine QTA-Rabattkarte einzuführen. Es gibt viele Unternehmen, die ihre eigene Karte haben, Praktiker Baumarkt z.B. Damit hätte man den ruinösen Wettbewerb untereinander intern begrenzen können, ...ein Marketing ausschließlich zugunsten von uns Reisebüros aufziehen können, ...einen umfassenden und verhältnismäßig neutralen Brand lancieren können, der nicht im Verdacht steht, innerhalb des Verbunds Wettbewerb zu erzeugen, ...Konsenz zwschen den Kooperationen erzeugt, ...diesen blödsinnigen Werbefeldzug in finanziellen Grenzen halten können, ...Einheit eines der weltweit größten Reisebürozusammenschlüsse demonstrieren können (wem gegenüber auch immer), ...und möglicherweise hätten wir Reisebüros da auch noch ein Wörtchen mitzureden gehabt, wenn es darum geht, Zukunftsmarketing für uns zu gestalten. Immerhin sind wir keine kleinen Kinder! Und, was dier Onlineportale betrifft: Unister ist gerade aus dem V.I:R. ausgetreten, weil die weiterhin Rabatte geben wollen! Soll ich es noch einmal schreiben? Okay: Ich denke, dass Thomas Bösl mit seinen Entscheidungen, die Onlineportale in die RTK zu holen und Paybackrabatte in der RTK einzuführen, größtmöglichen Schaden dem Gedanken der QTA zugefügt hat. Der Diletantismus, der hier zu einer angeblichen "strategischen Marketing-Innovation" hochgeplustert werden soll, wird uns alle noch lange, leidvoll beschäftigen.

von Heiner, 09.08.10, 12:25
eine QTA-Rabattkarte ... ??? Du willst also wirklich eine RABATTKARTE ? Ich sage: Bonuskarte, Kundenkarte, was auch immer. Aber ich werde gegenüber meinen Kunden NIEMALS das Wort Rabattkarte nutzen. Und meinst Du wirklich, dass sich "QTA" in den Köpfen der Kunden leichter einprägt als payback? Wir hatten doch die "Mehrwertkarte"! Ich hatte das damals wie Sauerbier angeboten. Nur wolltte diese Karte aufgrund des eminenten "Bekanntheitsgrades" kein einziger Kunde! Frag mal Deine Kollegen bei Schmetterling. Ihr habt doch die Schmetterlingcard. Was man so hört ist diese "Rabattkarte" bei den Kunden auch nicht wirklich ein Renner, oder? Außerdem ... nochmals ganz langsam: Mit Payback möchte ich in erster Linie NICHT meine Bestandskunden beglücken sondern Neukunden gewinnen! Warum soll ich nicht die Kunden, die bereits jetzt eine "Lufthansa-Paybackcard" in ihrer Brieftasche haben, über eiinen persönlichen Coupon auf mein Reisebüro aufmerksam machen?

von Wolfgang Hoffmann, 09.08.10, 13:12
Sorry, Heiner, Du hattest mich gefragt: "Wie ist Deine Alternative?" Und ich hatte geantwortet: "die einzige Alternative wäre es gewesen - wenn man schon diesen verfluchten Schritt gehen muss - eine QTA-Rabattkarte einzuführen." Und den Begriff "Rabattsystem" nutzt Payback inseinen eigenen Beschreibungen, DeDefinitionen, AGBs etc. Da muss ich das dann wohl für eine "Rabattkarte" halten. Jedenfalls mache ich diesen Zweckseuphemismus nicht mit, der eher einem Eiertanz gleicht. Und noch was, Heiner: Meine Kunden kriegst Du nicht! ;-)

von Gerd Müller, 09.08.10, 13:27
Es ist dramatisch und grotesk, dass ausgerechnet eine Reisebürokooperation diese unsägliche Zusammenarbeit mit dem Payback Rabattverein e.V. (so die genaue Bezeichnung des Unternehmens) in die Branche einführt und damit den finanziellen Druck auf den stationären Vertrieb in unnötiger Art und Weise weiter erhöht. Und wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass im Hintergrund noch so manche Ungereimtheit auftaucht. So erhält ein Kunde beim RTK-Modell im stationären Reisebüro laut dem fvw Bericht vom 28.Mai bei einer 2.000 Euro Buchung Rabattpunkte im Wert von 10 Euro. Dagegen erhält er auf payback-reisen.de das Doppelte, nämlich einen Rabattpunkt für jeden Buchungseuro – bei einer 2.000 Eurobuchung also 20 Euro! Zur Einlösung der Punkte muss der Kunde in der Regel auf das Internetportal von Payback – und schwupps sind die ehemaligen Reisebürokunden weg. Denn wer aufgrund von Payback-Rabattpunkten ins Reisebüro kommt, der lässt sich für ein paar Punkte mehr genauso schnell wieder abwerben. Tolle Neukunden, die von der RTK da versprochen werden… Spannend dabei ist, dass das Payback Reiseportal von www.weg.de betrieben wird, was ja selbst Mitglied in der RTK ist. So wie ja auch die anderen Onlineportale ab-in-den-urlaub.de, expedia.de usw., die mit ihren permanenten Gutscheinaktionen die Wertschöpfung im Vertrieb sowieso schon regelmäßig untergraben. Ist das die viel zitierte Verknüpfung von On- und Offline? Den Reisebüros mit einem völlig überteuerten System das Geld aus den Taschen zu ziehen, deren Kundendaten abzugreifen und diese an Payback weiterzugeben? Jeder weiß doch, dass die Ansammlung von Kundendaten, deren Verwertung und Weitergabe an Dritte das eigentliche Ziel von Payback ist! Man muss sich also ernsthaft fragen, wo die RTK mittlerweile steht! Spülen die Onlineportale denn soviel mehr Geld in die Kassen von Burghausen als die Reisebüros? Ist Herr Bösl überhaupt noch tragbar als GF in dieser Kooperation? Wenn ich Mitglied der RTK wäre – ich würde sofort austreten. Denn in meinen Augen geht es bei diesen Aktionen um die finanziellen Vorteile für die RTK-Zentrale und um die Selbstdarstellung eines Thomas Bösl. Zum Glück gibt es Alternativen und ich bin froh, Mitglied der BEST-RMG zu sein – obwohl durch die Machenschaften der RTK-Spitze natürlich auch dem Image der QTA Schaden zugefügt wird. Man kann also nur hoffen, dass möglichst viele Reisebüros die RTK-Falle erkennen und ihre Beratungsleistung nicht auf Rabattpunkte reduzieren lassen – denn das wäre ihr qualitatives Aus! Gerd Müller

von Heiner, 09.08.10, 14:03
Offenbar liest keiner das, was ich schreibe. Denn es antwortet sowieso jeder nur das Selbe – immer wieder und immer wieder. Deshalb werde ich mich an diese Diskussion, die außer Wiederholungen eh‘ nichts bringt, nicht mehr beteiligen. Nur eins noch: An der Antwort von Gerd Müller sieht man z.B., dass extrem schlecht recherchiert worden ist und aus Unwissenheit teilweise auch falsche Argumente verbreitet werden: „So erhält ein Kunde beim RTK-Modell im stationären Reisebüro ... bei einer 2.000 Euro Buchung Rabattpunkte im Wert von 10 Euro. Dagegen erhält er auf payback-reisen.de das Doppelte, nämlich ... 20 Euro! Fakt ist: Das ein Kunde bei einer Buchung über exakt 2.000 EUR derzeit überall das gleiche bekommt, nämlich Bonuspunkte im Wert von 20 EUR. Wird „regulär“ (ohne irgendwelchen Sonderpunkte) bei payback-reisen.de gebucht, bekommt er dort für die eine 1.500 EUR-Reise normalerweise Bonuspunkte im Wert von 15 EUR. Bei der gleichen Buchung über 1.500 EUR bekommt er derzeit – bis Ende des Jahres - im RTK-Büro sogar für 17,50 EUR Bonuspunkte. Also bei uns „satte“ 2,50 EUR mehr – wer das unbedingt über die Rabattschiene thematisieren möchte. Kann ich bei den relativ geringen Beträgen, die der Kunde als Bonuspunkte gut geschrieben bekommt, wirklich von „Rabatt“ sprechen? Wir reden hier normalerweise von Beträgen unter 1 %. Und nicht, wie es bei einzelnen onlineportalen oder Banken üblich ist, von 7 % bis über 10 %. Mich wundert es auch, dass man erst jetzt payback-reisen ganz plötzlich als Feind entdeckt. Dabei ist payback-reisen schon jahrelang tätig. Jeder unsere Kunden bekommt schon seit Jahren die Hinweise, dass er über payback-reisen buchen soll. Jeder! Logisch wäre es mir auch lieber, wenn es payback-reisen nicht geben würde, genauso wie expedia, opodo oder ab-in-den-urlaub. Aber ist das Problem payback-reisen wirklich aus der Welt, wenn die RTK-Büros nicht punkten? Und was kümmert das, mit Verlaub, eigentlich Best-Reisen oder Schmetterling, ob Payback für uns RTK-Reisebüros nun das „Gelbe vom Ei“ ist oder nicht? Wenn sich payback als Fehler heraus stellt dann steigen wir halt ganz einfach wieder aus. Und nun ist gut. Viel Spaß weiterhin beim wiederholen der Argumente!

von Wolfgang Hoffmann, 09.08.10, 14:31
<<< Wenn sich payback als Fehler heraus stellt dann steigen wir halt ganz einfach wieder aus.>>> Frage an Radio Eriwan: ...gibt es eigentlich eine perfektere Art und Weise, durch Rabatte geworbene Kunden wieder loszuwerden, als ihnen nach einiger Zeit diese Rabatte wieder zu entziehen? Radio Eriwan: Im Prinzip ja, wenn man sie ohne ein Wort zu sagen, mit einem Tritt aus dem Büro entfernt.

von Michael Selzer, 12.08.10, 18:42
Jetzt geht's los. Payback-Mailing Eingang bei den Kunden 12.8.10 mit dem Angebot fuer "rtk mein reisebuero" und dem tollen Angebot 10fach-Punkte in Zusammenarbeit mit Magic Life. Auf der Rueckseite des Gutscheins ist das dann fuer oberflächliche Schnelleser eindruckerweckend, dass das auch fuer TUI-Kataloge gelten koennte... Ich habe immer noch nicht kapiert, dass die rtk'ler welche nicht mitmachen, sich diese Marke rtk als payback-partner gefallen lassen, ohne gefragt worden zu sein...

von Thomas, 13.08.10, 14:40
rtk – mein Reisebüro Die rtk ist mit mehr als 3.000 angeschlossenen Reisebüros und 300 Premium-Partnern der Marke meinreisespezialist die größte Reisebüro- kooperation in Deutschland. Unsere Partnerbüros überzeugen durch persönlichen Service mit Herz, viel Leidenschaft für die schönsten Wochen des Jahres und sie lassen Ihre Urlaubsträume mit vielen wertvollen Tipps rund um Ihren Traumurlaub zu einer unvergesslichen Auszeit mit Wohlfühl- ambiente werden. Ein rtk- / meinreisespezialist-Reisebüro ist auch ganz in Ihrer Nähe! So ist die Vorstellung bei payback... also machen doch alle Mitglieder der RTK mit oder wie verhalten sich dann die die mangels Masse, .... nicht mitmachen ????

von R.-G. Ludwig, 13.08.10, 15:09
. . . vielleicht gehört die RTK ja doch nicht zu den Payback Reisepartnern. Hier bucht man Flüge und punktet dabei: https://www.payback.de/pb/id/37684/ Von dem RTK Reisebüro vor Ort ist da nicht die Rede.

von R.-G. Ludwig, 13.08.10, 15:32
. . . sorry - habe das System wohl noch nicht verstanden. Es wird zwischen online und vor Ort punkten unterschieden und RTK ist halt vor Ort.

von Michaela Jaster, 13.08.10, 15:40
Jeder, der sich aktiv an dieser Rabattaktion beteiligt, gibt einen Teil seiner Selbstständigkeit auf. Schon mal darüber nachgedacht? Herr Bösl hat eigenständig über Euren Ertrag entschieden. Herr Bösl nimmt Euch Umsatzerlöse weg. Wegen Herrn Bösl verzichtet jeder paybackteilnehmer auf Ertrag und zahlt auch noch monatlich dafür. Wow! Geld ausgeben für etwas was man nicht verifizieren kann, für Mondgeschäfte. Respekt. DAS WOLLT IHR ALLES EINFACH SO MITTRAGEN? Respekt. Ich habe mich vor 19 Jahren entschieden selbstständig zu sein. Und ich habe vor es zu bleiben. Ich entscheide über meine Kosten, nicht ein Herr Bösl. Der liesse sich in seine Geldangelegenheiten und Erträge auch nicht reinreden. Eigentlich hätte nach der one-man-Entscheidung payback ein Aufschrei erfolgen sollen und noch mehr, eine Klage gegen diese wirtschaftlich in keinster Weise zu tragenden Alleinentscheidung zu Lasten der Reisebüroinhaber. Sorry, aber bitte denkt doch einfach ernsthaft nach.

von Wolfgang Hoffmann, 13.08.10, 16:07
Inzwischen kann ich gar nicht mehr dran glauben, dass diese Entscheidungen der RTK einfach nur diletantisch gewesen sind. Da muss ein ganz perfider Masterplan hinterstecken, etwas so monströses, dass es lediglich in der vorliegenden Form vorgebreitet werden kann, sukkzessive die Reisebüros darauf vorzubereiten, dass Dagobert im .TV die Reisen anpreist und die Profis nur noch in die Tasten hämmern dürfen. Oder ist es etwa ausgemacht, dass ein Großteil der Stationären dieses Payback-Reisen.de hoffähig bereiten soll? Wenn, dann ist es wohl das genialste, was sie Welt je erlebt hat, dass diese Reisebüros diese Promotiontour auch noch selber finanzieren! Große Klasse! Echt! Da muss erst mal jemand drauf kommen, auf diese Inszenierung!

von Michaela Jaster, 13.08.10, 16:21
Bis jetzt sollen circa 900 "Partner" an dieser Geldverschwendungsaktion der grinsenden RTK ( oder wie anders ist dieses neue Logo zu deuten) teilnehmen. Gebraucht werden aber, damit die Verträge mit payback lukrativ für unser Grinsebäckchen sind, knapp 2.000 "Partner" der RTK. Daher werden wohl alle Kräfte seitens der Zentralverwaltung ( welch schickes Wort )mobilisiert, um die unwilligen Reisebüroinhaber anzurufen und fast zu nötigen, doch nun endlich diesen Vertrag zu unterzeichen. In welche Niederungen die RTK nun wohl noch absteigt dürfte eine spannende Zukunft zeigen.

von Ulrich von dem Bruch, 23.08.10, 16:22
Respekt, eins hat Herr Bösl geschafft: Die ganze Branche ist hellwach geworden und diskutiert über Sinn und Unsinn von Mehrwertsystemen. Andere Branchen sind da schon weiter und setzen das schlicht als Wettbewerbsvorteil um. Hier haben wir wohl das erste Mal eine provokante Marketingaktion eines Vermittlers, statt eines Produzenten. Denn bisher erlebten die Kunden mehr das Marketing der Veranstalter, Airlines oder Hotelketten, als das der Reisebüros. Glückwunsch, Herr Bösl, Sie haben den ersten Stein ins Wasser geworfen.

von Thomas, 23.08.10, 16:58
@ Ulrich - Ja wenn man nicht aus dem RB kommt , kann man das so sehen....aber Sie betrifft es dann auch nicht direkt, es sei denn Sie haben eine payback Karte ;=)

von Wolfgang Hoffmann, 25.08.10, 11:12
Hallo Ulrich, am hellwachsten sind die Mitglieder der QTA geworden, die nicht bei rtk-Payback mitmachen, ...die den geworfenen Stein allerhöchstens als Stein des Anstoß' betrachten, ...die den Kampf gegen Rabatte in der Tourismusindustrie mit der legalisierung durch Payback verloren geben müssen, ...die Zusammenhänge mit der RTK-Online-Group befürchten, wo durch die Hintertür auch Payback-reisen.de mit reingekommen ist und mit Gutscheinen, also mit einer besonders perfide Form der Rabatte unsere Kunden abgeworben werden, ...wo Thomas Bösl als Sprecher aller Kooperationen der QTA sich nunmehr Interessenskonflikten stellen muss, wenn er bei den veranstaltern vorspricht, ...da ist die Branche hellwach geworden. Übrigens sind auch die Veranstalter hellwach geworden, die sich zwar den einzelnen Reisebüros langsam wieder anzunähern scheinen, aber sich jetzt einer noch nicht kalkulierbaren Bedrohung gegenübersehen, derer sich Bösl & Buller verbal bereits bedient.

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