Rewe

Kastners Check-out

Das war ein Super-Abend: Mitarbeiter und Branchenkollegen verabschiedeten am Donnerstag abend Rewe Touristiker Dietmar Kastner.

von Klaus Hildebrandt, 15.02.2008, 11:53 Uhr

Das "letzte touristische Schwergewicht der Branche" (Rewe-Vorstand Norbert Fiebig) feierte am Flughafen Köln-Bonn. Fiebig, Joachim Hunold (Air Berlin), Klaus Laepple (DRV), Nachfolger Rembert Euling und einige mehr würdigten die Verdienste Kastners, die Mitarbeiter sagten mit einem Film ganz im Kastner-Duktus "ciao, ciao!". Insgesamt ein Abend mit launigen Reden, viel Spaß und großen Gefühlen für einen Touristiker, der klar seinen Weg ging und immer offene Worte fand. Angesichts dieser tollen Fast-Verabschiedung – Kastner bleibt noch ein Jahr für einige Projekte und im DRV-Vorstand für die Rewe aktiv – frage ich mich: Geht so etwas bei den Konzernen eigentlich nur noch bei der Rewe? Die DER-Manager Peter Landsberger und Gerhard Stamm wurden ebenfalls ehrenvoll verabschiedet, die Karrieren vieler Manager in Hannover und Oberursel enden viel zu oft mit einem Dreizeiler über eine neue Umstrukturierung. P.S. Fotos von der Abschiedsparty gibt's am Montag auf fvw.de.

Kommentare

von Stefan Werner, 18.02.08, 13:37
Schade, dass in den Konzernen Leute wie Dietmar Kastner offenbar aussterben. Aber glücklicherweise gibts ja noch Mittelständler wie Willi Verhuven, Vural Öger oder Gerald Kassner. Ohne die hätten auch wir Reisebüros ein Problem.

von Sylvie, 19.02.08, 11:19
Kastner war bestimmt spitze. Aber ich kann diese Verklärung der alten Touristiker nicht mehr hören. Wenn die jungen Leute alle keine Ahnung von Touristik hätten, gäbe es heute überhaupt keine bekannten Veranstalter mehr. Von Neulingen wie V-Tours ganz zu schweigen.

von Wolfgang Hoffmann, 22.02.08, 19:30
Es ist aber wirklich ein Elend, nicht nur in dre Touristik, in allen Branchen, dass langjährige Erfahrungen, das handwerklich Perfekte, die Leichtigkeit des Managements, der Überblick über das Ganze mit dem Übergang in den Ruhestand einfach mitverschwindet. Trotzdem, ich gönn es ihm von Herzen!

von Wolfgang Hoffmann, 23.02.08, 12:49
Ergänzend zum Kommentar von "Sylvie" Es ist keine "Verklärung", es ist einfach nur das Bedauern und die Einsicht, dass es langjähriger Erfahrung bedarf, um immer komplexer werdende Strukturen zu beherrschen. Selbst den "alten Hasen" fällt es zunehmend schwer, ihr Controlling aufrecht zu halten, wenn der Horizont des eigenen Unternehmens sich schwindelerregend immer weiter ausdehnt, wenn ein vormals berechenbarer Markt urknallmäßig expandiert, völlig neue Distributionswege entstehen und trotz offensichtlicher Unkalkulierbarkeit metastieren, als gelte es ein neues Universum zu errichten. Sorry, aber diesen offenbaren Wahnsinn halbwegs zu managen traue ich persönlich den nachgerückten (oder heißt das "entrückten") Youngstern in unserer Branche nicht wirklich zu. Die Touristik ist kein Ballerspiel im Computer, sondern da hängt ein komplexes Systeme von ab, das den einen Arbeit und den anderen Urlaub gibt!

von michael buller, 25.02.08, 13:48
und wieder geht einer...der die wurzeln dieser branche kennt...und ihre geschichte....genau das ist es was immer mehr fehlen wird um bei aller komplexität die richtigen entscheidungen zu treffen. reisen ist kein industrieprodukt sonder emotionen...das ist umso mehr wichtig in einer zeit bei der der preis offensichtlich die führung übernommen hat..und nicht das reisen ansich. ich wünsche ihn einen guten echten ruhestand!

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