Rabatte

Es ist wieder Zeit für Rabatz

Rabatte und Rückvergütungen sind ein echtes Übel für den Vertrieb. Ist Heilung überhaupt möglich?

von Dirk Rogl, 07.08.2008, 18:31 Uhr

Kennen Sie noch "Rabatz"? Vor zwei Jahren haben wir in dieser fvw-Serie jeden uns bekannten Fall von Rückvergütungen und Rabatten aufgedeckt und die Anbieter um Stellungnahme gebeten. Die Einsicht der Branche, dass derartige Preiskapriolen für den touristischen Vertrieb eine ruinöse Wirkung haben, hat die Serie gewiss bestärkt. Geholfen hat es aber wenig. Noch immer schießen Reise-Discounts wie Pilze aus dem Boden. Schlimmer noch, lag 2006 die Schmerzgrenze bei fünf Prozent Nachlass, so liegen uns aktuell Fälle von bis zu zehn Prozent vor. Vor drei Wochen haben wir über das Angebot der Volks- und Raiffeisenbanken berichtet, die treuen Mastercard-Kunden eine Gutschrift von sieben Prozent für Reisebuchungen versprechen. Der Aufschrei unserer Leser war groß. Leider aber ist das alles andere als ein Einzelfall. Aus gutem Grund hatten wir im Herbst 2006 unseren "Rabatz" still und leise eingestellt. Tatsächlich war die Serie für einige Anbieter willkommener Anlaß, um sich einen Namen in der Branche zu machen. Frei nach dem Motto "Auch bad news sind good news" flatterten uns Pressemailings ins Haus mit der ausdrücklichen Bitte, in "Rabatz" Erwähnung zu finden. Halten wir also fest: Rückvergütungen sind im Pauschalreisegeschäft legitim. Die große Frage aber ist, woher die Potenziale für derartig hohe Nachlässe kommen. Die Antwort ist komplex und sprengt den Rahmen dieses Blogs. Aber: Es gibt Antworten und es gibt Verursacher. In der Branche brodelt es gewaltig. Freuen Sie sich also auf die nächste fvw 17/08 in der kommenden Woche, auch wenn die Ergebnisse unserer aktuellen Rabatz-Recherchen vermutlich nicht als als leichte Sommerkost taugen.

Kommentare

von ASTROnaughty, 08.08.08, 10:59
Wie geht das Lied nochmal: "Es wird Rabatt gemacht solange bis die ganze Bude kracht." ?!?

von Andreas Schulte, 08.08.08, 12:36
Aktuell - Beiersdorf mit Hansaplast. Auf einer 2 Euro-Schachtel mit Pflaster findet man einen 25 Euro Rabatt-Gutschein. Einlösbar bei einem Reisewert von 250 Euro. Satte 10 % Rabatt, da heilt ein kleines Wehwehchen doch gleich viel besser.

von Wolfgang Hoffmann, 08.08.08, 13:13
Die wahren Verursacher dieser marktmäßigen Verwerfung sind die Gesetzgeber in Brüssel und Berlin. Wie in der Ökologie ist es auch in der Ökonomie und Wirtschaft so, dass man nicht einfach etwas entfernen kann und es passiert nichts in der Peripherie. Es ist sehr viel eingedroschen worden, wg. der Rabatte, nach allen Seiten. Dabei haben diejenigen auch Prügel bezogen, die nichts dafür können, auch auf diejenigen, die einfach eine Gesetzeslücke ausnutzen und sich einen Kehricht darum kümmern, was sie damit anrichten. Aber eine Zielgruppe muss jetzt endlich wach werden: Die Veranstalter, unsere Handelsherren! Denn sie verlieren die Preishoheit dadurch, dass sie ihre Produkte von Rabattgebern verkaufen lassen. Sie dulden, dass die einzige Infrastruktur der Touristik unwiderruflich zerstört wird, die überhaupt lange Jahre funktioniert hat und die wirklich in der Praxis getestet ist. Wir Reisebüros sind durch die stillschweigende Duldung dieses kannibalistischen Marktverhaltens genauso gefährdet, wie die Veranstalter. Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten und entsprechend reagieren, dann ist das Band zwischen Reisebürovertrieb und Reiseveranstalter endgültig zerrissen. Jetzt möchten wir den Beweis, dass wir unseren Handelsherren noch etwas wert sind. Kappt die Vertreibswege brutalstmöglich zu den rabttgebern. Lasst diese Rabttgutscheine auf Lebensmittel sein! Sorgt nicht nur dafür, dass die Preise auf allen Vertreibswegen 100% gleich sind, sondern lasst euch mal auf der Hirnhaut zerlaufen, dass nur wir Reisebüros die Kompetenz haben, diesen Markt in Bezug auf den Vertrieb bedienen zu können. Niemand anderes!

von a. kretzschmar, 13.08.08, 18:33
wie heisst es so schön. die sau die am lautesten schreit ist die größte sau. so oder so ähnlich. zu herrn hoffmann: frage wer ist den der, der am meisten und am ehesten rabatte gewährt? onliner wohl kaum sondern reisebüros. ;-) nur die online reisebüros müssen es offensichtlicher machen, als die reisebüros. klar wäre alles viel schöner und einfacher wenn alle an einem strang ziehen würden und niemand rabatte gewähren würde und ohne onliner würde es den reisebüros sicherlich auch besser gefallen... alles wunschvorstellung. genau so wie reiseveranstalter die aufgrund von gewinnmaximierung keine hotels und flüge überbuchen oder beschwerdensofort bearbeiten und nicht erst dann wenn ein schreiben vom gericht kommt oder flugzeiten richtig und ehrlich ausgewiesen. was uns bleibt ist mit den bestehenden problemen umzugehen, sie zu meistern, daraus zu lernen und andere wege und mittel zu finden und diese zu nutzen. ich stelle mal in den raum, wie unfair ist die drv kampagne pro reisebüro gegenüber den onlinern? abschließend: qualifizierte reiseberatung gibt es im reisebüro wie im online reisebüro. in diesem sinne freue ich mich auf den fvw artikel ak optivel.de

von beBlog, 13.08.08, 20:13
Keine Idee? Darauf gibt's 10 Prozent. # Neuer Absatz # Unterscheidet sich der Verkauf / pardon die Vermittlung von Reisen grundsätzlich vom Verkauf von anderen Wirtschaftsgütern? Ich behaupte grundsätzlich nein. Erfolgreiches Verkaufen, kurz Erfolg ist eine SUMME von mehreren Faktoren wie Verkaufstalent, langfristige Strategie, Standort, Ideen, USP, vertrauensbildende Massnahmen, gute IT, Backoffice, Team, Motivation, Geschäftsidee, Programmschwerpunkte, usw.usf. # Neuer Absatz # Der Preis ist EIN (1) wichtiger Faktor, aber nicht das Nonplusultra. Die anderen genannten Punkte können mE genauso stark gewichtet werden und ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg werden. Und jetzt zurück zum Ausgangspunkt: Keine Idee? Darauf gibt's 10 Prozent. - viel Erfolg!

von Wolfgang Hoffmann, 15.08.08, 14:08
was, was, was? Bevor ich das mit der "laut schreienden Sau" völlig missverstehe, wir geben keine Rabatte. Rabatte geben, das ist ein Geschäftsprinzip, mit dem wir gar nicht erst anfangen. Es hat in unserer Stadt bereits spektakuläre Pleiten von rabattgebenden RBs gegeben, denen wir nicht unbedingt nacheifern möchten. ---- Was die alternativen Formen des reisenvertriebs betrifft, wie sogenannte "Wohnzimmerreisebüros" oder "Reise-Reisebüros", so ziehe ich in jedem Fall diese Form dem Vertrieb über Internet-IBEs oder Callcenter nach TV-Werbung vor. Das Internet ist vom Ursprung ein Informationsmedium. Wenn es zum Verkauf gebraucht wird, dann stelle man sich ein Kaufhaus ohne Wände und Türen vor, in das jeder rein und raus kann. So eine Form des Vertriebs kann gewaltig in die Hose gehen, wenn die falschen Leute ein- und ausgehen. Was den Eigenvertrieb der VAs angeht, so werden diese sehr schnell merken, dass sich das Internet nicht eignet. Auch Herr O'Leary wird da noch eine gewisse Lernfähigkeit unter Beweis stellen müssen. Das sage ich voraus! So, jetzt habe ich alles aus meiner Sicht angesprochen, bin zwar keinen Milimeter weitergekommen, aber gut, dass wir drüber geschrieben haben ;-)))

von Michael Selzer, 15.08.08, 21:27
Rabatte behandelt in fvw 17/08 ist recht umfangreich. Interessant, dass die DRV-Mittelstandsfrau ihren Rabattrückzug von BSW erklärt. Nicht zu verstehen ist, das ausgerechnet sie Ihrer Hausbank der Sparkasse nicht die rote Karte zeigt. Weltfremd ihre Vorstellung, dass sie bei den Banken durch Verhandlungen erreichen kann, dass die Banken ihre Rückvergütungen automatisch und unabhängig vom gewählten Reisebüro geben. Es dürfte zweifelsfrei klar sein, dass die Banken NICHT diese Rückvergütungen geben, sondern diese Rückvergütungen von den Vermittlern finanziert werden! Bei der Sparkasse in Freiburg ist der Handlanger RCI, im fvw-Bericht nicht genannt. Ich rate jedem Reisebüro unverzüglich die Geschäftskonten bei solchen Reisebürovernichtenden Banken einzufrieren und die Geschäftsverbindung unverzüglich mit sauberen Banken aufzunehmen. Es ist ohne wenn und aber ein juristischer Weg zu beschreiten, welcher den Banken diese bankenfremde Tätigkeit untersagt unter dem Aspekt der Vernichtung von abhängen Bankkunden! Das ist absolut nicht akzeptabel, dass Banken trotz dem Wissen der betriebswirtschaftlichen Unmöglichkeit der Rabatte im Reisebüro dieses unterstützen und zum eigenen Vorteil nutzen! Das ist ein absoluter Mißbrauch was hier Banken treiben! Da gibt es keine Kompromisse, wie Frau Hummel vom DRV vielleicht meint!

von ASTROnaughty, 19.08.08, 00:57
aber herr hoffmann - herr kretschmar hat sicherlich nicht sie persönlich, sondern uns kleine reisebüroschweinchen allgemein gemeint. könnte aber auch sein, dass es sich um eine verwechselung handelt und er davon ausgegangen ist, dass es sich bei ihnen um den herrn gleichen namens handelt, der über seine travi-card die RRV und somit nach eigenen worten , bis zu 8%(?!?!?) verschenkt. " (...)unter der Telefonnummer 01805/450 540) bucht, erhält kostenlos eine Reiserücktrittsversicherung für sich selbst und drei Mitreisende. „Das bringt eine Ersparnis von bis zu acht Prozent vom Reisepreis”, sagt Begum Inaara Aga Khan. Außerdem bekommt der Karteninhaber eine so genannte BestPrice-Garantie auf Pauschal- und Last-Minute-Reisen: „Wenn Sie im Urlaub jemanden treffen, der das gleiche Angebot billiger gebucht hat als Sie, bekommen Sie von uns die Differenz erstattet”, erklärt Internet-Reisebüro-Inhaber Wolfgang Hoffman" . . . aber das wäre dann kein reisebüro-, sondern ein kleines onlineschweinchen :-)

von Wolfgang Hoffmann, 19.08.08, 14:36
<<< Der Journalistenrabatt von TUI Deutschland Ansprechpartner: Saskia Sanchez, Kathrin Schaal, Dennis Henschel, Bettina Blum, Martina Weigt Telefonnummer: 030 / 20058-3355 (günstigsten Telefontarif anzeigen) Faxnummer: 030 / 20058-3333 (günstigsten Telefontarif anzeigen) E-Mail: Journalistenbuchung@... (Warum wird die E-Mail-Adresse nicht angezeigt? URL: www.tui.com Rabatt: 10 Prozent Ermäßigung für den Inhaber des Ausweises, eine Begleitperson und mitreisende Kinder. Rabatt gilt auch auf Mietwagen von Tuicars. Voraussetzung: Nur Presseausweise folgender Verbände: DJV, DJU (in Verdi), VdRJ, BDZV, VDZ, VDS und DPV Anmerkung: Service-Zeiten: Montag bis Freitag 9-20 Uhr, Samstag 10-18 Uhr Download: Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten des TUI-Service-Centers für Journalisten Ähnliche Pressekonditionen: Meiers Weltreisen Neckermann Reisen >>>

von ASTROnaughty, 25.08.08, 11:57
hallo herr kretschmar . . . kennen sie lami24 http://www.lami24.de/urlaubsgeld . . . So bekommen Sie Ihren 200 Euro Bonuscode! . . . 1. Formular rechts ausfüllen und absenden. . . 2. Sie erhalten eine E-Mail, klicken Sie auf den Bestätigungslink. . . 3. Es erscheint der Bonuscode, bitte notieren. . . 4. Pauschalreise, Lastminutereise oder nur Hotel buchen. . . 5. Bonuscode und Buchungsnummer an bonus@lami24.de senden. . . 6. Wir schicken Ihnen einen Verrechnungscheck am Tag Ihrer Abreise. . . Das gibts nur bei www.lami24.de!

von Frank, 01.09.08, 15:57
Als jemand der gerne reist und sich schon sehr oft über die mäßigen Kenntnisse von Reisebüros geärgert hat, wundere ich mich sehr über die Empörung von Rückvergütungen. Dem informierten Internetnutzer bieten Reisebüros keinerlei Mehrwert. Egal ob ich eine Reise nach Ägypten, Mallorca oder in die USA buchen wollte. Detaillierte Informationen haben ich in keinem der von mir besuchten Reisebüros erhalten (5 verschiedene). Langfristig werden aufgrund des fehlenden Geschäftsmodells und Differenzierungsansatzes nur wenige stationäre Reisebüros überleben. Meine Empfehlung: Statt sich über Reisebuchungsrabatte aufzuregen, sollten Reisebüros ihr Leistungsspektrum deutlich verbessern und ihren Kunden einen tatsächlichen Mehrwert bieten. Die im Artikel "Erwischt" erwähnten 1.200 Euro Provision für die genannte Rundfahrt entsprechen in keiner Weise dem überschaubaren Beratungsaufwand der Kollegen im Reisebüro. Das ist für den Endkunden ein Preisaufschlag von 10%. Kein Wunder, dass Direktanbieter Rabatte bis zu 7% anbieten können. Als neutraler Betrachter finde ich die Diskussion über die Reiserabatte recht überzogen.

von Kornelia, 04.09.08, 15:44
zur Info an Frank: ich kann Ihnen gerne einmal die Problematik erklären. Denn Sie haben nicht verstanden, worum es hier geht. Die Kunden informieren sich gerne bei uns und das umsonst, d.h. wir investieren z.T.viel Zeit und gebucht wird dann bei der Bank, die die Buchung nur noch in den Computer eingibt. Wie fänden Sie das in unserer Situation? Es geht um tausende von Arbeitsplätzen, auf denen Mitarbeiter/innen sitzen, die eine qualifizierte Ausbildung absolviert haben. Nicht umsonst gibt es für alle beruflichen Sparten eine spezielle Ausbildung, wozu wohl?Ich weiß ja nicht, in welchen Reisebüros Sie sich informiert haben. Welchen Mehrwert eine Buchung im Reisebüro bietet, sieht man an den Fragen der Kunden, die im Internet gebucht haben. Das mag ja für Sie nicht zutreffen, als erfahrener Reisender und das ist ja auch o.k.so. Übrigens: 10 % Provision bekommt man nicht für alle Reisen - es sind auch schon mal 5 %. Dafür stellen wir dem Kunden unser Fachwissen und unsere Kompetenz zur Verfügung und kümmern uns um alle Belange dieser Reise. Es würde zu weit führen, den gesamten Umfang der Leistung zu erwähnen. Ich weiß nicht, was Sie so machen, aber Sie würden sich auch darüber ärgern, wenn Ihre Kompetenz durch solch ein pauschales Urteil in Frage gestellt würde, oder? In diesem Sinne.......ein bisschen mehr Verständnis, bitte.

von Frank, 13.10.08, 16:04
Liebe Kornelia, es ist tatsächlich schade, wenn viele gut ausgebildete Leute in der Branche Reisebüro langfristig wenig Zukunftsperspektiven haben. Dies ist jedoch nicht die Schuld der rabattgebenden Stellen. Das Internet ersetzt als Kommunikationsmedium viele Stellen im Bereich der persönlichen Beratung. Genauso sind andere Branchen wie Banken, Einzelhandel oder Versicherungen betroffen. Im Gegensatz zu Ihnen bemühen sich die anderen Branchen, ihren Kunden einen spürbaren Mehrwert oder bessere Preise zu bieten und schimpfen nicht auf günstigere Direktanbieter. Das Geschäftsmodell vieler Reisebüros ist dauerhaft gefährdet. Darüber sollten sich alle Beteiligten im klaren sein. Alleine schon im Wettbewerb mit Direktportalen wie travel24, expedia oder opodo haben viele Reisebüros keine Chance. Früher gab es auch gut ausgebildete Setzer in jeder Druckerei. Heute existiert dieser Beruf nicht mehr, weil er durch neuere Verfahrenstechniken überflüssig wurde. Genauso wird dies auch einen Teil der Reisebüros betreffen. Ob mit oder ohne Rabattangebote. Da hilft nur Spezialisierung auf spürbare Mehrwerte oder Nachgeben im Preis und Erhöhung der Absatzmenge. Hört sich nicht sehr mitfühlend an, entspricht aber der Realität. Letztlich läuft alles auf die Frage hinaus: Was genau kann ein Mitarbeiter im Reisebüro mehr leisten als ein funktionierendes Internet-Portal? Diese haben Sie mir nicht beantworten können. Rückfragen kann ich auch jeder Zeit an den Veranstalter richten. Dafür brauche ich kein ein Reisebüro. Ein weiteres Beispiel: Mich hat z.B. noch nie ein Reisebüro nach meiner Reise kontaktiert, ob ich denn zufreiden gewesen sei. After Sales Marketing ist in der Branche also auch noch kein Standard. Genausowenig wurde mir bei der Buchung mehrerer Zugreisen nich aktiv eine Bahncard angeboten, obwohl diese Geld gespart hätte. Vielleicht handelt es sich hier um Ausnahmefälle. Wenn ich mich allerdings in meinem Bekanntenkreis umhöre scheint es viele dieser Ausnahmefälle zu geben.

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