Politik

Laepples Wunschkonzert

Was wünschen wir uns von der Bundespolitik? Weniger Umsatzsteuer für die Hotels? Mehr Geld für die DZT? Für die Straße? für die Schiene? für den Luftverkehr? Für alles?!

von Dirk Rogl, 28.08.2009, 10:48 Uhr

Die Wahl fällt schwer, der Kampf ist lau, doch jetzt kommt Bewegung in die Bundestagswahl 2009. Der Bundesverband Deutsche Tourismuswirtschaft (BTW) und dessen Präsident Klaus Laepple haben eine detaillierte Checkliste mit den Forderungen dieser Branche an die Kandidaten für unser nächstes Parlament geschickt. Hatte ich bislang noch den Eindruck, Tourismus findet im aktuellen Bundestagswahlkampf (wie so manch anderes Thema) allenfalls rudimentär statt, so hat sich nach Lektüre des

meine Meinung schlagartig geändert. Als Dachverband mehrerer Branchenverbände hat der BTW eine ziemlich lange Wunschliste: Zehn Millionen mehr Etat für die Deutsche Zentrale für Tourismus, weniger Umsatzsteuer für die Hotellerie, die Befreiung der Reisebusse von der Umweltplakette - und über die ärgerliche Reglementierung von Flüssigkeiten im Handgepäck der Fluggäste müssen wir gar nicht erst diskutieren. Doch damit nicht genug: Der BTW hätte gern auch mehr Investitionen in Schiene, Straße und Flugverkehr und eine schnelle Umsetzung des Single European Skys. Das ist zwar konsequent für einen Branchenverband, könnte in seiner Fülle den nächsten Bundestag aber auch bei bestem Willen in Bedrängnis geben - sowohl im Sinne seiner Kompetenzen als auch der Finanzierbarkeit. Und noch etwas fällt bei erster Lektüre auf: Umweltschutz ist für den BTW primär die Ausnahme für Reisebusse bei der Umweltplakette, der einheitliche europäische Luftraum und Förderungen für die Einführung für umweltschonende Technologien. Ist das genug? Was halten Sie vom Wahlcheck des BTW? Was kann die Bundespolitik tun, damit die Reisebranche den Turnaround schafft? Was ist Ihr größter (Berufs-)wunsch an den nächsten Bundestag? Und: Glauben Sie, dass Ihr Unternehmen von den Politikern in Berlin gut vertreten wird?

Kommentare

von Markus Luthe, 28.08.09, 13:11
Die Wahlcheckliste des BTW ist eine mehr als willkommene Unterstützung des Engagements seiner Mitglieder! In der Hotellerie hat der Wahlkampf bereits kräftig Fahrt aufgenommen. So haben sich auf der interaktiven Wahlplattform des Hotelverbandes Deutschland (IHA) unter www.wahl.hotellerie.de bereits 275 Bundestagskandidaten eingeloggt, 68 Einzel- und 1 Parteienstellungnahme abgegeben. Jeder Hotelier kann sich so selbst ein Bild von den Versprechungen seines Bundestagskandidaten machen. Die BTW-Wahlcheckliste arrondiert die Branchenpositionen perfekt.

von mario, 28.08.09, 13:59
Was Sie tun kann? Den Banken die Vernichtung einer ganzen Branche verbieten!

von Hubert, 28.08.09, 15:55
@mario: Kann es sein, dass Sie sich die DDR zurücksehnen...?

von Wolfgang Hoffmann, 31.08.09, 12:15
...wenn in der DDR den Banken verboten worden ist, gewachsene, gut funktionierende Vertriebstrukturen durch Rabattpiraterie zu vernichten, wenn in der DDR den Banken verboten worden ist, kommunale Unternehmen und das Stadtsäckel abzugreifen, Wertschöpfung abzuziehen und zur weiteren Verödung der Innenstädte beizutragen, wenn in der DDR den Banken und Sparkassen - also allen Kreditinstituten verboten worden ist, einerseits die Kontenbewegungen, Kundendaten, Umsätze der lokalen Reisebüros zu besitzen und gleichzeitig daran mitzuwirken diese Reisebüros, ihre Kunden zu vernichten, dann wünsche ich mir persönlich so ein System hierher. Ja, das tu ich!

von Wolfgang Hoffmann, 31.08.09, 12:18
Dass der BTW das Problem der Rabattpiraterie durch Banken & Sparkassen nicht aufgreift, das hat diese Interessengemeinschaft für mich völlig diskreditiert. Mir fallen auf Anhieb ein Dutzend Aspekte ein, wo der Gesetzgeber eingreifen könnte, wo sogar auf geltendes Recht zurückgegriffen werden kann.

von www.igfr.de, 09.09.09, 13:28
@ hubert -sorry, aber wo ist da der zusammenhang mit der DDR? wenn man die banken verstaatlichen würde, sich der staat also an den banken finazieli beteiligen würde oder wenn man fordern würde, die gehälter der bankmanager zu reglementieren, dann hätte das züge einer "sozialistischen planwirtschaft". . . . . . . . .<br>... oder wen es z.b. ein gesetz geben würde, welches mindestanforderungen für reisevermittler vorschreiben würde, etwa wie folgt: ...Voraussetzungen für eine Erlaubnis: 1. Persönliche Zuverlässigkeit: Antragsteller/innen müssen ein persönliches Führungszeugnis sowie einen Gewerbezentralregisterauszug vorlegen. 2. Geordnete Vermögensverhältnisse: Mitzubringen sind eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes sowie ein Negativattest der Schuldnerliste. 3. Vorlage eines Handelsregisterauszuges (nur bei juristischen Personen) 4. Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung (Vermögens - schadenshaftpflicht) 5. Erbringen des Sachkundenachweises in Form einer Prüfung bei der IHK. . . . . . aber dererlei ist in einer freien marktwirtschaft ja undenkbar undenkbar, zumindest wenn es um uns reisebüros geht

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