Öger

Und immer auf den Kunden hören

Kann es Öger Tours ohne Vural Öger geben? Thomas Cook hat jetzt das Programm für 2011 vorgelegt. Falls es eine Cook-Handschrift gibt, ist sie zumindest nicht zu erkennen. Und das ist gut so.

von Michael Krane, 22.11.2010, 17:07 Uhr

Eins haben die Manager aus den Übernahmen von Fischer Reisen und Kreutzer nach der Rasenmähermethode gelernt: Warum eine Marke shreddern, wenn sie bei Publikum wie Vertrieb gut ankommt? So genannten Fokusgruppen, in denen Kunden wie Reisebüros frank und frei ihre Meinung zum Öger-Produkt sagen konnten, brachten reichlich Lob für das rote Ö. Die Marke wird als qualitativ hochwertig und sympathisch empfunden.

Also bloß nichts ändern? Doch die Vorgaben aus Oberursel und London zielen in eine andere Richtung: die Rendite steigern und Synergien ausschöpfen, wo es eben geht. Und um keine Tabus aufkommen zu lassen: Warum nicht auch den Standort Hamburg infrage stellen?

Doch Öger-Geschäftsführer Georg Welbers und selbst Cook-Touristikchef Michael Tenzer zeigten sich bei der Programmpräsentation für die Presse in Hamburg besonnen-pragmatisch. Wichtig ist, den guten Lauf bei Kunden wie Reisebüros – Öger soll dieses Jahr zweistellig im Plus liegen – zu nutzen.

Da ist sicherlich Taktik im Spiel, denn die Konkurrenten – allen voran die TUI, die alles daran setzt, um ihren Spitzenplatz im Türkeitourismus zurückzuerobern – sehen im östlichen Mittelmeer das große Wachstumsziel der nächsten Jahre. In so einem Umfeld lohnt nicht das Risiko von Experimenten, die Kunden und Reisebüros verschrecken könnten.

Es gibt ohnehin reichlich Baustellen: Für XÖger, das im Dezember starten soll, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, die Systemfrage – Öger produziert mit dem aus Cook-Sicht exotischen Blank – ist noch nicht geklärt, und natürlich geht es auch um schlankere Prozesse und Strukturen in Hamburg. Öger-Chef Welbers wird reichlich Fingerspitzengefühl abverlangt, um Hassan, Hans und Thommy unter einen Hut zu bringen.

Kommentare

von Michael Frohn, 22.11.10, 17:17
Hallo? Was ist denn los? Kann mal jemand im Redaktionsbüro diesen Blogeintrag korrigieren. Das kann man nicht lesen, der ist kreuz und quer voll mit Fehlern.

von Martin Pundt, 22.11.10, 19:09
In der Tat: Anders als bei Kreutzer und Fischer geht man in Oberursel diesmal nicht mit der Dampfwalze vor. Die Übernahme erinnert mehr an Stachelschweine beim Paarungsakt (sehr sehr vorsichtig...). Aber das kann nicht wirklich verwundern, schließlich ist das Ziel ein anderes - so stellt es sich vielen Außenstehenden zumindest dar: Ging es damals darum, (fast) alles der Marke unterzuordnen, scheint heute die Rendite über (fast) allem zu stehen. Wenn man die Marke Öger zu schnell verschwinden ließe, gingen auch die Kunden - genau die braucht man ja aber zur besseren Auslastung u.a. der Konzern-Airlines. Dass dadurch die bei Kunden UND Vertriebspartnern bewährten und geschätzten Strukturen - und Außenauftritte - erhalten bleiben, ist ein angenehmer Nebeneffekt - aber wohl kaum das Hauptziel von Fontenla-Novoa und Fankhauser.

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