Mietwagen

Ulla in Spanien

Es ist schon dramatisch, wie weit die Misere im Mietwagengeschäft tatsächlich reicht. Dabei geht es ja nicht mal um mangelne Nachfrage wg. der Krise – es fehlen einfach die Autos.

von Michael Krane, 27.07.2009, 14:06 Uhr

Das ist so, als wenn am Strand die Liegen ausgehen. Vor einigen Wochen wurden die Warnungen vor leeren Mietwagenstationen als Panikmache abgetan. Ganz nach dem Motto: Wer fällt schon auf einen solchen Bauerntrick rein! Jetzt ist das Geschrei groß, dass Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sich mit dem Dienst-Daimler durch Spanien kutschieren lässt, und die S-Klasse auch dummerweise noch geklaut wird. Wer zu spät bucht, bleibt eben auf dem Dienstwagen hängen. Das muss nicht sein, meint Europcar und tönt: "Bei uns gibt´s repräsentative Mercedes-Modelle ab 500 Euro pro Woche." Wie denn nun? Doch kein Engpass bei den Mietwagen? Oder machen Ulla und Europcar gemeinsame Sache?

Kommentare

von Andreas Schulte, 27.07.09, 15:08
nein, nein - man soll doch nicht immer alles nur als Kungelei abtun. Ulla ist schließlich Gesundheitsministerin. Und was melden alle Journalisten in der konzertierten Schweinegrippe Hype, genau, die Menschen infizieren sich angeblich alle im Urlaub - vorzugsweise in Spanien und vor allem auch in den Fliegern. Und da macht Ulla als gewissenhafte Ministerin jetzt den Praxistest. Als gute Chefin testet sie selbst das hohe Risiko im Flieger. Ihr Fahrer bildet die Kontrollgruppe, der muss das Infektions-Risiko im Auto testen. Schade, dass das Experiment jetzt nicht mehr zu Ende geführt werden kann. Nun ist das Auto weg und der arme Fahrer muss für den Rückweg auch ins risikobehaftete Flugzeug.

von Herbert, 27.07.09, 15:15
Andreas Schulte ist vermutlich zu voreilig, denn wahrscheinlich ist bereits ein gepanzertes Ersatzfahrzeug aus dem Regierungsfuhrpark unterwegs, damit Ulla die sicher noch ausstehenden Diensttermine in Alicante wahrnehmen kann. Hat Europacar tatsächlich diese Werbung geschaltet? Dann wäre sie wirklich sehr schwach: Solche Themen sollte man Sixt überlassen, dann wird's wenigstens witzig.

von Andreas Schulte, 27.07.09, 16:24
Ersatzfahrzeug könnte natürlich auch sein. Das wird dann vermutlich hingeflogen, damit die arme Ulla schnell wieder mobil wird.

von Michael, 27.07.09, 16:25
Europcar hat bislang nur eine Pressemitteilung herausgegeben. Vielleicht gibt´s ja noch einen Spot, auch wenn Sixt die Latte mit Westerwelle und Angie ziemlich hoch gelegt hat. Wie ist Steinmeier nach Südtirol gekommen? Und fliegt Jung eigentlich immer mit der Bundeswehr?

von Barthel.eu, 27.07.09, 17:07
Naja, wenn der U.S. Präsident sich gleich die ganze Flotte per Transportgeschwader vorbeibringen lässt, kann doch unsere Gesundheitsministerin nicht schlechter gestellt sein, oder? Weiss jemand, wann der A380 für die Kanzlerin geliefert wird?

von HerumReiser, 27.07.09, 17:22
Das war von Europcar ganz sicher wieder so ein lustiger und spaßiger Marketing-Gag. Genau wie die Meldung (als ein paar von den Brokern von der Knappheit und von Ausbuchungen in einzelnen Ländern berichtet haben) da hat Europcar doch per Pressemeldung gemeint, sie hätten noch Autos. Warum waren sie dann auch schwuppsdidlwupp ausgebucht?

von Thorsten Lehmann, Sunny Cars GmbH, 28.07.09, 11:01
Eine Ministerin als Testimonial für die Mietwagen-Knappheit - was für ein Segen für die Branche! Wer schon lange vor den knappen Kapazitäten gewarnt hat, darf sich „verwundert“ die Augen reiben. Endlich ist das Thema auch in der Branche angekommen. Ulla, der neuen Werbe-Ikone der Mietwagen-Industrie, sei Dank!

von Maria Röckelein, 28.07.09, 14:09
Sixt hat schon auf der Homepage reagiert. Es würde mich nicht wundern diese Anzeige kurzfristig in den Printmedien zu sehen

von michael Buller, 28.07.09, 18:44
Neues Geschäftsmodel: Die Ministerfahrzeuge werden einfach in der Urlaubszeit Vermietet! Das Hilft dem Haushalt und den Autovermietern.....und da würden sich alle drüber Freuen eben wegen dem Haushalt (und der daraus folgenden allgemeinen Steuersenkungen) und dem schönen Ferienmietwagen (ideal für Kriesengebiete da ja gepanzert)....ja das könnet man auch machen ;-)

von Wolfgang Hoffmann, 29.07.09, 18:04
dass sich die gerissene Journaille dieses Event selbst investigativiert hat, das ist doch offensichtlich. Genauso wird es sich herausstellen, dass die Schweinegrippe mit Haribokonfekt bekämpft werden kann. Und die Erde ist eine Scheibe und Touristikkunden rekrutieren wir derzeit eh nur auf dem Holodeck. Meine Güte, das diesjährige Sommerloch gebiert laufend neue Nessis!

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