ITB

Schaulaufen für Berlin

Einen Tag vor Start der ITB darf man alles, nur nicht eins: Schlecht drauf sein und miese Stimmung zur Buchungslage verbreiten.

von Klaus Hildebrandt, 08.03.2010, 15:57 Uhr

In der aktuellen Ausgabe zur weltgrößten Tourismusmesse, die am vergangenen Donnerstag erschienen ist, berichten wir ausführlich über die aktuellen Buchungstrends. Fazit: Es geht aufwärts, aber längst nicht überall. Der Winter bleibt im Minus, der Sommer holt auf. Heute nun legen die Veranstalter breitflächig nach: Überall wird einen Tag vor Beginn der ITB versucht, gute Laune zu verbreiten.

Die TUI sieht "die Talsohle als durchschritten an", FTI berichtet von einstelligen Zuwächsen für die Kernmarke und 40 Prozent Umsatzplus für 5vorFlug. Die Rewe Bausteintouristik liegt "aktuell leicht über Vorjahr" und erwartet – wen wundert's –, dass 2010 "ein Jahr der Reisebausteine" wird.

Parallel dazu berichten die Publikumsmedien pünktlich zur ITB. Der "Focus" und "Die Welt" heute etwa mit Interviews mit TUI-Deutschland-Chef Volker Böttcher, der Fern- und Rundreisen als wichtigste Wachstumstreiber sieht, die "Wirtschaftswoche" befragt Rewe-Vorstand Norbert Fiebig, der ein Ende der Preissenkungen vorhersagt (wissen das eigentlich schon die Last-Minute-Höker?).

Morgen dürfte auf der ITB-Eröffnungspressekonferenz ebenfalls kein Trübsal geblasen werden. Jetzt wollen wir nur hoffen, dass die Deutschen alle schön fleißig Zeitung und Zeitschriften lesen und dann endlich auch brav ihren Sommerurlaub buchen. Wir wollen uns doch schließlich von so hergelaufenen Endverbrauchern, die keinen blassen Schimmer von so wichtigen Begriffen wie Handelsvertreterstatus und Dynamic Packaging haben, die ITB-Stimmung nicht verderben lassen, oder?

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