ITB

Live vom Blogger-Summit ITB

Auf dem Phocuswright Blogger Summit in Berlin diskutieren Blogger über die Trends. Hier mein aktueller Bericht.

von Klaus Hildebrandt, 05.03.2008, 15:55 Uhr

In der ersten von zwei Podiumsdiskussionen ging es um das Thema, das auch die fvw bewegt: Wie entwickeln sich die Business-to-Business-Blogs? Ich war selbst mit auf dem Podium. Hier vorab mein Bericht, der morgen im fvw ITB Daily (Die gute, alte Tageszeitung der Messe) erscheint: Die Blogoshäre erwacht Amerika ist der Vorreiter, wieder einmal wenn es um das Internet geht. Dutzende von Bloggern beobachten in den USA und Kanada die Touristik. Ob spannende Websites, die neuesten Gerüchte über Google oder die jüngsten Trends im Hotel- oder Kreuzfahrtmarkt – den Branchen-Bloggern entgeht nichts. „Im B2B-Bereich wird es noch eine Weile dauern, bis die Welle aus Amerika herüberschwappt", sagte der österreichische Forscher Klemens Waldöhr auf dem Phocuswright Blogger Summit – dem ersten Blogger-Treffen der Reisebranche in Europa. „Ich bin überrascht", ergänzt Jens Oellrich, Initiator von Tourismuszukunft.de, „wie wenig deutsche B2B-Blogs es gibt." Mit dem fvw-Blog ist zwar gerade einer hinzugekommen, aber insgesmat lässt sich die Zahl immer noch an einer Hand abzählen. Doch die Blogs werden auch in Deutschland an Bedeutung gewinnen, waren die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion überzeugt. Sie ersetzen dabei nicht die traditionellen Fachmedien und deren Websites, meint Kevin May, Chefredakteur des Fachmagazins Travolution und Autor von einem der bekanntesten Blogs in Großbritannien. „Die Blogs führen Diskussionen fort," sagt der Kanadier Stephen Joyce (Tourismtechnology.rezgo. com), „die in den Fachmedien angestoßen werden." Diese interaktiven Debatten treiben neue Entwicklungen voran, vor allem bei allen Themen rund um das Web 2.0. Bloggen ist kein Selbstzweck. Es braucht schon einen Mitteilungsdrang und „eine starke persönliche Verpflichtung", so der Franzose Claude Benard (Lesexplorers.com), um wöchentlich mehrere Beiträge zu schreiben und auf die Kommentare der Leser zu antworten. Die Blogosphäre wird nicht nur von Privatleuten und Journalisten genährt. Immer mehr Unternehmen gründen eigene Blogs. Darüber rümpfen die Blogger der ersten Stunde die Nase. „Ein Blog muss unabhängig sein", meint Joyce, „eine Werbeplattform ist nicht glaubwürdig." Doch soweit geht die Beraterin Annalisa Ballaria (Blog.reactions.com) aus Italien nicht: Es sei schon legitim, auf die eigenen Dienste hinzuweisen, wenn dies für die Leser einen Mehrwert biete – und darüber entscheiden dann die Clicks.

Kommentare

von Markus Luthe, 10.03.08, 12:23
Auch für mich ist die Selbstverständlichkeit, mit der Blogs, Online-Communities und Bewertungsportale in Rekordzeit zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil des alltäglichen Tourismusbetriebes geworden sind, erstaunlich. Nach dieser ITB möchte man sie fast schon zum „Establishment“ zählen… Auch die Verbände der Tourismuswirtschaft öffnen sich diesen neuen Medien immer mehr und treten in einen konstruktiven Dialog mit den „Online-Gästebüchern“. Sie sollten hier im Interesse ihrer Mitglieder auch eine Vorreiterrolle einnehmen. So versuchen wir es u.a. mit dem bislang einzigen (?) Blog auf einer Verbandshomepage in der deutschen Tourismuswirtschaft: www.hotellerie.de. Markus Luthe Hauptgeschäftsführer Hotelverband Deutschland (IHA)

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