Handtuchkrieg

Handtuchkrieg

Auf dem Kreuzfahrtschifft "Oceana" hat sich der Handtuchkrieg fortgesetzt. Es kam sogar zu Handgreiflichkeiten.

von Michael Krane, 11.03.2008, 13:58 Uhr

Die Deutschen verteidigten jeden Meter Frottee, als wär´s die Heimaterde. Kapitän Christopher Wells, sah sich genötigt, per Bordmikro einzuschreiten: "Wir wollen diese Art deutschen Benehmens hier nicht haben." In Englisch hört sich das wahrscheinlich höflich wie eine Einladung zum Tee an. Aber anstatt zu gehorchen - soll den Deutschen ja nicht ganz fremd sein - muckten einige auf. Von Diskriminierung etc. war die Rede. Das Ganze gipfelte in einer Entschuldigung der Reederei P&O ("bedauern uneingeschränkt jede Brüskierung..."). Das hätten sich die Briten sparen können. Denn: Wer gewinnt, hat recht. Das erinnert mich an eine Szene am Strand von Gran Canaria vor einigen Jahren: Der alte Herr auf der Liege nebenan hatte es ebenfalls mit einem Briten zu tun, der nicht einsehen wollte, dass an diesem Pool deutsches Handtuchrecht galt. "Der kann froh sein, dass wir nur die Liege besetzen, früher haben wir ganze Länder besetzt." Haben die Briten auf der Oceana ja noch Glück gehabt.

Kommentare

von mosaik, 12.03.08, 21:01
es ist schon bezeichnend, dass es offensichtlich Nationen gibt, die man an ihrem Urlaubsverhalten erkennen kann. Ich denke da auch an Reinhard Mey's "Mann aus Allemania". Ich persönlich bin eigentlich nur traurig, wenn Menschen, egal welcher Nation, um 7 Uhr eine Liege reservieren, die sie dann vielleicht zwischen 11 und 11:30 Uhr und 16 und 16.15 Uhr auch tatsächlich benutzen, für den ganzen Tag reservieren. Ich erinnere mich an einen Urlaub in einem Club in der Südtürkei, wohl 10 Jahre her. Da ging ein Mitarbeiter vom Club um 8 Uhr oder etwas später durch die Anlage und legte von allen nicht mit Menschen, wohl aber mit Tüchern belegten Liegen, diese Tücher jeweils auf einen Haufen in der Nähe dieser Liegen zusammen. Es war sehr unterhaltsam, was sich dann so im Laufe eines Tages abspielte. Es scheint so, als ob sich die Panik, im Leben zu kurz zu kommen, sich auch im Urlaub mancher Menschen vorzusetzen. Ich persönlich meine, die Durchsage war vernünftig und nicht diskriminierend. Meint Peter

von matman, 13.03.08, 15:21
Ich schreib' hier auch erst mal ein HANDTUCH hin. Kommentieren kann ich ja vielleicht später ...

von betravel, 13.03.08, 19:25
Reedereien werden die Gewohnheiten der Besucher, die sich ihre Plätze per Handtuch "markieren", in Zukunft berücksichtigt müssen. Ein Handtuch für die Liege, ein Handtuch fürs Restaurant und ein Handtuch für die Ocean-View-Bar am Nachmittag ;-)

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