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Zu viele Jets, Google und die leidigen Preisteile

Überkapazitäten im Ferienflug, Googles neue Flugsuche und die Crux mit den Preisteilen in den Katalogen – die neue fvw ist da. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

von Klaus Hildebrandt, 22.09.2011, 09:22 Uhr

1. Die neue Ausgabe ist stark vom fvw Kongress geprägt. Wenn Sie nicht in Köln waren, können Sie die wichtigsten Debatten nochmal nachverfolgen. Einen lebhaften Schlagabtausch gab es etwa zum Ferienflug: Über eine Million zusätzlicher Flugsitze dürften 2012 im Markt sein, schon im nächsten Winter gibt es nach einhelliger Meinung der Experten viel zu viele Jets am Himmel. Neben den etablierten Carriern wie Air Berlin, Condor und TUIfly kommen neue Anbieter wie die deutschen Ableger von Sun Expres und Sky Airlines hinzu, auch Hamburg Airways hebt wieder ab und sogar Hans-Rudolf Wöhrl hat erneut eine Charterairline gegründet. Und dann kündigte Lufthansa-Vertriebschef Jens Bischof in Köln noch an, auch die Lufthansa werde verstärkt in der Touristik aktiv.

Die Airliner fürchten angesichts der Überkapazitäten und steigender Kosten um ihre ohnehin mageren Erträge. Für die Veranstalter – insbesondere die X-Veranstalter profitieren vom großen Angebot – und Reisebüros könnte das aber anders aussehen. Konkurrenz belebt das Geschäft, und gerade in der Hauptsaison klagen Reisebüros häufig, es gebe zu wenig Flüge für ihre Kunden.

2. Über die neue Google Flugsuche wird bereits auf den News von fvw.de diskutiert. Mein Kollege Dirk Rogl analysiert in der Ausgabe, was die bislang nur als Beta-Version in den USA gelaunchte Such-Tool für Auswirkungen haben könnte. Wer zudem in Köln den Vortrag von Trust-Chef Richard Wiegmann über die direkte Einbindung von Hotels in Google Places und den Google-Hotelfinder gehört hat, bekommt schon eine Vorstellung davon, wie die Suchmaschine die Regeln im Online-Reisevertrieb neu definieren könnte. Oder ist das alles nur wieder eine Google-Phobie und die übliche Angst vor dem Riesen?

3. In der Ausgabe greifen wir auch die Aufregung im Vertrieb um die Neckermann-Vorabkataloge auf, die ja bekanntlich ohne Preisteil erscheinen. Ich kann den Unmut von Reisebüros verstehen, wenn Veranstalter in Katalogen allzu deutlich den Direktverkauf bewerben. Aber in diesem Fall des befristeten Katalogs, wo es eine eigene Preisseite ohne Buchungslink gibt, sehe ich das anders. Zumal man auch mit Harvard-Studium aus Veranstalterkatalogen nur schwer Preise errechnen kann. Nur deswegen boomen ja die Preisvergleichssysteme am Counter. In Ländern wie Russland erscheinen Veranstalterkataloge sogar ganz ohne Preise. Wäre das auch ein Modell für Deutschland?

Ich freue mich auf Ihr Feedback zu den Themen der Ausgabe und natürlich, wie immer, generell über Anregungen für "Ihre" fvw!

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