fvw Workshop

Die andere Seite Griechenlands

Griechenland macht mit der Schuldenkrise Schlagzeilen. Doch ist das das Hellas der Touristiker?

von Klaus Hildebrandt, 05.05.2011, 08:33 Uhr

Am vergangenen Montag, als Griechenland mit seiner Bitte um eine Streckung der enormen Staatsschulden wieder mal in den Zeitungen auftaucht, kurvt ein Bus mit 40 Touristikern durch den Süden von Kos. Als einige der Expedienten auf der Inselrundfahrt ein allzu menschliches Bedürfnis überkommt, hält der Bus an einer Taverne, deren Personal das Lokal gerade für die Saisoneröffnung vorbereitet. Die Wirtin lässt die Gruppe nicht nur bereitwillig die Toiletten benutzen: Als einige Reisebüro-Mitarbeiter Wasserflaschen kaufen wollen, weigert sie sich hartnäckig, von den Gästen Geld anzunehmen und beschenkt den gesamten Bus sogar noch mit selbstgebackenen Keksen.

Wie passen diese beiden Ereignisse zusammen? Ganz einfach, es gibt neben der Schuldenkrise und dem Sparprogramm der Regierung in Athen das Urlaubsland der berühmten Gastfreundschaft („Philoxenia“), in dem jetzt die Sommersaison anläuft. Auf dem fvw Workshop in Rhodos und Kos machten sich Reisebüro-Mitarbeiter ein eigenes Bild.

Selten war ein fvw Workshop so hochkarätig besetzt: Nicht nur die Experten und Chefs von deutschen Veranstaltern und Airlines kamen zum Kongresstag ins Rodos Palace Hotel, auch von griechischer Seite war, angefangen vom Tourismusminister über den Fremdenverkehrsamtschef bis hin zu den Vorsitzenden aller Hotel- und Reiseverbände alles angereist, was Rang und Namen hat. Das Signal ist klar: Griechenland muss in diesem Sommer mit vereinten Kräften das Comeback schaffen.

Die Zeichen dafür stehen gut, die Buchungen bei den meisten Veranstaltern liegen im Plus. Vorbei sind offenbar die Zeiten, als nach den in Griechenland stark kritisierten „Bild“-Berichten sogar Stammkunden nachfragten, ob denn die Versorgung der Hotels auf den Inseln gewährleistet sei, wie eine schwäbische Reisebüro-Inhaberin berichtet. Getragen wird die Wende nicht nur von der Frühbucherwelle in Deutschland, den Preiszugeständnissen der Hoteliers und wohl auch einigen Kunden, die in diesem Sommer Nordafrika meiden.

Die wohl überraschendste Erkenntnis der Reisebüros war, wie stark die Hoteliers in den vergangenen Jahren auf Rhodos und Kos in neue, wirklich beeindruckende Resorts und in die Renovierung bestehender Hotels investiert haben. Neben den Verkaufsargumenten bleiben aber die menschlichen Begegnungen im Gedächtnis. Nur drei Beispiele von vielen: Wie der Chef des Hotelmanager-Verbands von Rhodos uns auf der Terrasse seines Hotels mit viel Charme bewirtete, wie der stellvertretende Bürgermeister von Kos jeden Teilnehmer mit Küsschen begrüßte und verabschiedete, wie die Frau vom Frankfurter Fremdenverkehrsamtschef Pannagiotis Skordas auf dem Abschlussabend im Neptune-Hotel Theodorakis-Lieder sang.

In den Tageszeitungen von Rhodos und Kos und im Regionalfernsehen der Süd-Ägäis war der fvw Workshop mehrere Tage ein Riesenthema, die fvw wird in der nächsten Ausgabe berichten. Vorher möchte ich aber gerne wissen: Wie sehen Sie die touristische Entwicklung von Griechenland in diesem Jahr, wie sind Ihre Erfahrungen mit Kunden und dem Land – und wie hat sich das Image bei den Teilnehmern des Workshops verändert?

Kommentare

von Jürgen Drensek, 05.05.11, 10:48
Lieber Klaus, ich teile deine Erkenntnis, dass die Griechen wundervolle Gastgeber sein können - vor allem, je privater es wird... Aber die - logischerweise - überbordende Herzlichkeit gegenüber einer Repräsentantengruppe zur Rettung der griechischen Übernachtungszahlen sollte doch nicht die Augen verschließen vor den oft eklatanten Servicemängeln in griechischen Hotels (so lange ein Veranstalter nicht intern durch Beteiligung großen Druck machen kann...) Und der absolute Skandal, dass in einem europäischen Land (das sich überdies rühmt, irgendwie ein bisschen die Demokratie und Redefreiheit erfunden zu haben...) ein deutscher Journalist am 29. Juni in Athen "abgeurteilt" (so der Originalton der Staatsanwältin) werden soll, weil er einen Artikel über die Mentalität der Griechen - dieses "sympathische Völkchen" - geschrieben hat, sollte vielleicht auch der so gerne ins Rosarote flüchtenden Tourismusbranche zu denken geben.. Der angeblich so ehrverletzende Artikel und das sehr ausführliche Interview mit dem absoluten Griechenland-Experten (und Liebhaber) Klaus Bötig kann man übrigens hier nachlesen und nachhören :-) http://wasmitreisen.de/2011/04/26/reiseradio-058/

von Achim Schneider, 05.05.11, 11:21
Hallo Klaus, schön, dass ihr alle wieder wohlbehalten zurück seid. Ich konnte mich als Teil der Reisegruppe auf Rhodos von der Gastfreundschaft unserer griechischen Freunde überzeugen. Ich bin daher auch zuversichtlich, dass Griechenland wieder zur alten Stärke zurück finden wird - wenn man weiterhin diszpliniert die Verbesserung der touristischen Infrastruktur vorantreibt. Krisen haben ja bekanntlich auch etwas "bereinigendes". Der Wandel und Erfolg des Tourismus auf Kos ist hoffentlich Leitbild für andere griechischen Destinationen. Nochmals Danke an alle Beteiligten! Achim Schneider, Vtours

von Konstantin Herber, 05.05.11, 15:25
Hallo Klaus, National Themen ( z. B. Probleme mit Zypern oder der Türkei ), waren in Griechenland schon immer ein Grund zu politisieren oder sich zu solidarisieren, so auch die Ehre... Da fühlen sich einige angepißt, weil's an dieselbe geht und klagen! Während unsere Deutsche Bank mit den griechischen Vorgängerregierung lukrativste Geschäfte gemacht hat, werden mögliche Verluste im Zweifel ja doch von jeglichem Steuerzahler - dem deutschen bei Verlustabschreibungen - dem griechischen bei der Zinslast getragen. Als Deutschland nach der Besetzung Griechenlands (1941 bis zum Rückzug ab 1944 ) nach Kriegsende mit dem Marshallplan aufgepeppelt wurde, haben die Griechen unter massiven Schmerzen von 1949 - 1949 Bürgerkriege um das bessere politische System geführt und kostbare Aufbauzeit verloren. Nach dem Osmanischen System und und implantierten bayrischen Wittelsbacher Königen, ein bißchen Demokratie und vielen Autokraten und Obristen ( F.J.- Strauß fuhr gerne zu letzteren ) hatte das Land kaum eine Chance bis die E.U kam. Wer Augen hatte zu sehen u. Verstand wußte was Griechenland mitbrachte: Seine ewige landschaftliche Schönheit, eine recht sauberes Meer, eine mediterrane Landwirtschaft, sein geistiges Erbe und Selbstverständnis. Tourismus neuerer Art ab 1980 ist heute die " Weiße Industrie"! Wie toll zu sehen, daß nach etlichen Volten u. der Erkenntnis, daß die Türkei und andere nicht zu schlagen sind, man sich auf die ureigensten Möglichkeiten besinnt und das Produkt Griechenland wie eine Braut schmückt ( Zitat Kollege Stefanis ) Nachhaltigkeit bei allen Belangen ist im Einzug! Da mag sich meine Kanzlerin u. Bild über die griechischen Finanzjongleuere echauffieren ( u. als Verfassungsorgan über den Tod eines bösen Menschen frohlocken ) ich jedenfalls habe Destinationen mit Interesse, hoher Professionalität, tollen touristischen Produkten und Menschen mit Herz und Seele erlebt. Efcharisto!!! Konstantin Herber

von Klaus, 05.05.11, 16:16
Lieber Jürgen, habe den Artikel des absoluten Griechenland-Kenners Klaus Bötig gelesen. Mir haben griechische Touristiker gesagt, dass sie das selber völlig idiotisch finden. Man muss meines Erachtens auch zwischen Politik und privater Wirtschaft unterscheiden. Oder wie es der Präsident des Hotelverbandes von Kos auf dem fvw Workshop formulierte: Man dürfe nicht das ganze Land mit einem Haufen von korrupten Politikern, die Griechland in die prekäre finanzielle Lage gebracht haben, gleichsetzen.

von Puria Ahmadian, 05.05.11, 16:45
Hallo Klaus, ich möchte mich ersteinmal bei Dir und dem gesamten FVW Team nochmals bedanken. Ihr habt wie immer super Arbeit geleistet und bin sehr froh darüber, das diese Kongresse so hochkarätig besetzt waren. Wobei ich mir wirklich gewünscht hätte, das die Hoteliers von Rhodos alle nach dem Mittagessen noch dageblieben wären, um z.B. den Vortrag von Herrn Achim Schneider über das so wichtige Thema Dynamic Packaging angehört hätten. In diesem Geschäft ist es immer ein Geben und Nehmen. Ohne Unterstützung der Hoteliers können wir keine Passagiere nach Griechenland schicken und ohne Hilfe von uns, die nicht Ihre Betten füllen. ich hoffe daher, das dieser Workshop für viele der Start zur Besserung sein wird. Denn wir haben alle gesehen, wie wunderschön Griechenland ist und haben die Gastfreundlichkeit der Menschen direkt zu spüren bekommen. Aufgrund der täglich steigenden Buchungszahlen, bin ich sehr optimistisch für dieses Jahr und auch für 2012. Nochmals vielen Dank an alle ! Puria Ahmadian, JT Touristik

von Andreas Stefanis, 05.05.11, 17:13
Lieber Klaus, ich freue mich, dass ihr alle auch gut angekommen seid. Der FVW-Workshop war für mich als Griechen, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt, ein erlebnis- und erkenntnisvolles Ereignis. Meine Landsleute sind ein Volk, welches gewohnt ist, mit Strapatzen umzugehen. Sicherlich verfügt nicht über die deutsche Disziplin, Methodenweise, Planung etc., kann aber andere "soft skills" sehr gut meistern wie Gastfreundschaft, Esskultur mit Servicequalität, Stolz, Leidenschaft und vor allem "Filotimo" (d.h. Freund+Loyal+Wertigkeit) - übrigens in keiner anderen Sprache gibt es dieses Wort. Persönlich war ich von der Insel Kos begeistert insbesondere mit der Aufwertung der vorhandenen Hotelanlagen bzw. dem modernen und ästhetisch Neubau stillvollen Hotels. Auf beiden Insel findet man nicht nur geographisch, sondern auch gesellschaftllich eine perfekte Symbiose zwischen Moderne, Antike und Natur. Wo soll man anfangen: Die Zeremonie des Hippokrates Eids in Asklepeion auf Kos, die nächtliche Fackeltour zwischen den Mauern der mittelarterlichen Stadt Rhodos oder das Mittagessen am Weingut der Familie Triantafyllopoulou in Asfendos (Kos)....Das sollte man erleben.....und dann wird man verstehen, warum die Griechen so sentimental sind. Auch die Wörter des Vizebürgermeisters von Kos: "Für uns sind wichtig in erster Linie die zwischenmenschlichen Beziehungen und dann das Geld. Wir wollen die Deutschen zu Freunden machen". Ich habe auch erfahren, dass alle Betriebe und Menschen ihre Leistungen gesponsert haben d.h. alles mit ihrem Herz gemacht haben. Das Ergebnis war echt authentisch. Selbstverständlich es gibt noch vieles zu verbessern. Der Griechenland-Tourismus hat aber eines nicht verloren: Seine Vielfältigkeit, seine Individualität, seinen Charme, trotz der äußerst ungünstigen Rahmenbedingungen aufgrund der Krise. Die Griechen sind ein stolzes Volk und die werden es schaffen, wenn wir sie von hier aus mit allen Kräften unterstützen. Wie? Mehr Deutschen hin schicken. Je mehr Touristen, umso schneller wird das Land aus der Krise raus schaffen. Und übrigens: Das Thema Kongresstourismus sollte man unbedingt vorantreiben. Die kleine aber feine Insel Kos sollte zu einer Medical Wellness Destination entwickelt werden, nicht nur Dank des Hippokrates, aber weil sie infrastrukturell mit den 9.200 Plätzen bestens dafür gerüstet ist. Hellas hat doch in den letzten Jahren einiges geschafft. Jetzt muss nun gezielt und mit einem scharfen Destinationsprofil für jede Region werben bzw. dauernd kommunizieren. Es ist Zeit diese "hübsche Braut" mit den richtigen Klamotten anzuziehen, zu schmücken und allen zeigen! Kalispera von Potsdam und nochmals vielen Dank für die Teilnahme! Mit freundlichen grüßen Andreas Stefanis (el greco)

von Annett Beger, 05.05.11, 22:11
Lieber Klaus, Griechenland kenne ich aus vielen eigenen Erfahrungen sehr gut. Ich liebe dieses Land sehr, es ist einfach ein tolles Urlaubsland, wenn man die Mentalität der Griechen akzeptiert und nicht jedes Detail an unseren deutschen Maßstäben misst. Das gilt meiner Meinung nach für jedes andere Urlaubsland ebenso. Wir haben an diesen sechs Tagen eine wunderbare Gastfreundlichkeit erlebt, viel Interessantes gesehen und die Schönheit des warmen Frühlings auf den Inseln auf uns wirken lassen. Aber Griechenlandurlaub ist leider nach wie vor nicht gerade preisgünstig, was unsere Kunden dann doch öfter auf andere Ziele ausweichen lässt. Die Entwicklung und das Image der Inseln und auch ganz Griechenlands hängt, meiner Meinung nach, stark von der politischen Situation und dem Umgang mit der Krise ab. Selbst eingefleischte Griechenlandliebhaber unter unseren Kunden sind verunsichert, was völlig verständlich ist. Schöne Hotels, Gastfreundschaft, Sonne, Strand und blaues Meer sind nicht genug, denn folgende Meldung konnte man heute lesen: „In Griechenland haben die beiden größten Gewerkschaften des Landes für den 11. Mai zum Generalstreik aufgerufen.“ Es mag sein, dass die Ziele der Gewerkschaften sinnvoll sind. Dem Tourismus und dem Image als Urlaubsland werden sie jedoch schaden. Viele werden wegen dieser unsicheren Verhältnisse ein anderes Urlaubsland wählen. Wir können unseren Kunden die eigene Begeisterung zwar weitergeben, aber leider solche Nachrichten nicht schönreden. Viele Grüße von Annett

von Theodor J A Lorenzen, 05.05.11, 22:41
Lieber Klaus Hildebrandt, bevor ich die Fragen kurz beantworte, erlaube ich mir einige Anmerkungen vorab: Unabhängig von der griechischen Finanzkrise ist auch Griechenland von den Folgen des immer härteren Wettbewerbs innerhalb der Tourismuswirtschaft nicht verschont geblieben. Insofern war das Interesse auf griechischer Seite (inkl. umfassender Medienpräsenz), um sich über die touristischen Perspektiven für Rhodos und Kos mit deutschen Reiseveranstaltern/-vermittlern auszutauschen, mehr als verständlich. Odysseus lud sich wegen seiner Überheblichkeit einst den Zorn der Götter auf sich und musste zehn Jahre durch die Welt irren. Ob es nun Überheblichkeit (oder vielleicht doch nur Zeitmangel) war, weshalb sich einige wichtige Vertreter der griechischen Tourismus-Industrie nur so lange auf dem Workshop „präsentierten“, wie auch Journalisten bzw. Fernsehkameras anwesend waren, möchte ich hier nicht weiter untersuchen. Aber (auch) bei mir kam dieses Verhalten nicht besonders gut an. Gleichwohl schmälerten diese (ja auch in Deutschland bekannten Flegeleien einiger Verbandspolitiker) in keinster Weise das überaus positive Gesamtergebnis der Veranstaltung. Der fvw-Workshop auf Rhodos und Kos zeigte auch, wie wichtig Destinationsmarketing vor allem für Inseln ist. Und zwar nicht nur in generaliter, sondern inselspezifisch. Denn jede Insel hat ihre Eigenheiten und spricht darin unterschiedliches Publikum an: mit zwei(!) unterschiedlichen Insel-Destinationen hat dieses der fvw-Workshop allen Teilnehmern „vor Ort“ eindrucksvoll vor Augen geführt. Daher war es sehr gut, dass für diesen Vergleich sechs Tage zur Verfügung standen. Dennoch gilt auch dort: jeder schafft sich seine eigene Welt - für Insulaner gilt das oft ganz besonders (gebürtig auf einer der bekannten deutschen Inseln weiß ich, wovon ich schreibe). Die weitere Bündelung der Angebote aller insularen Leistungsträger (Hotels, Gastronomie, öffentliche und private Tourismusträger) wird daher für den touristischen Erfolg der Inseln von großer Bedeutung sein und bleiben. Denn das Gesamtprodukt ist wichtig ... und räumlich begrenzt (wie Inseln nun einmal sind) fallen dort schlechte Einzelleistungen leichter auf ... mit der Folge, dass Kunden die Qualität der gesamten Reise schnell in Frage zu stellen. Der fvw-Workshop hat gezeigt, dass es dazu auf jeder der beiden Inseln noch reichlich „Koordinationsbedarf“ gibt. Ich fand sehr interessant, das die kommunal-administrative Reorganisation der Insel Rhodos, die sich bis 2010 in zehn selbstständige Städte und Gemeinden gliederte, dazu geführt hat, dass es dort seit 2011 nur noch EINEN Gouverneur gibt. Hier hat man sich offenbar an der erfolgreichen „kleinen Schwester-Insel“ Kos orientiert, die - mit nur EINEM Insel-Bürgermeister - zeigt, dass es dahingehend offenbar anders und besser geht, wenn es weniger „Entscheider“ gibt. Wenn dann auch noch der Verband des Hotelgewerbes am gleichen Strang mitzieht, sollten auch infrastrukturelle Probleme leichter lösbar sein. Hierbei denke ich auch an die Auswirkungen des Wandels gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, wie etwa die demographische Alterung der Bevölkerung, die sich schon jetzt auf das Reiseverhalten der Menschen bzw. den Reisemarkt auswirkt. Dazu gehören z. B. barrierefreie Zugänge zu Stränden, die ich (auch) auf den Inseln Rhodos und Kos nur bedingt gesehen habe. Viele Kunden erwarten heute eine aktive, erlebnisorientierte und anspruchsvolle Gestaltung des Urlaubs. Umso wichtiger ist es, Freizeitangebote in Tourismuskonzepte zu integrieren und vor Ort in den Aufenthalt einzubinden. Der fvw-Workshop zeigte, dass dieses auf beiden Inseln erkannt ist und diese sich auf dem richtigen Weg befinden. Vor allem die neuen, teilweise sehr stylischen Hotelkomplexe auf Kos haben wohl alle Workshop-Teilnehmer positiv überrascht. Ich bin mir sicher, dass bei einer Fortführung dessen, auch unter dem Gesichtspunkt eines Qualitätstourismus – ergo jenseits des Low Cost Carrier Business – die Insel Kos eine großartige touristische Zukunft hat. Es heißt: Griechen lieben das gesprochene Wort. Nach dem Workshop konnten alle Teilnehmer dieses bestätigen. Aber die Macht des gesprochenen Wortes untergräbt bisweilen auch die Vernunft. Um so mehr hoffe ich, dass unsere griechischen Touristikpartner nach diesem Workshop nicht nur (wie angekündigt) „diskutieren“, sondern dass den vielen Worten auch die - richtigen - Taten folgen. Der offene, ehrliche und respektvoll-freundschaftliche Umgang miteinander während des fvw-Workshops hat bei mir - fast schon in einem völkerverständigenden Sinne - für die beiden Inseln, aber auch für Griechenland und die gastfreundlichen Griechen insgesamt, zu einem ganz erheblichen Image-Gewinn beigetragen. Die touristische Entwicklung von Rhodos und Kos (und Griechenland) sehe ich daher für dieses Jahr (aber auch bereits für 2012) sehr positiv, zumal die Rückmeldungen und Zufriedenheit der Kunden in der Mehrzahl ebenso sind. Mein besonderes „Dankeschön“ für die Organisation gilt Dir und Deiner fleißigen Assistentin Sabine Beitz (fvw) und - last not least - der Koordinatorin „vor Ort“, Anda Karayanni (PraxisPlus): it was a pleasure to meet you and all the other participants of the workshop including the greek friends and partners. Kalispera ... von der Kieler Förde! Theodor J A Lorenzen

von Martin Schobert, 06.05.11, 08:54
Hallo Klaus, Schon länger haben wir uns nicht mehr gesehen, doch ich verfolge fleissig deine Erlebnis-Berichte hier im Blog. Dein Griechenland-Post freut mich besonders, denn ich verlege als Online-Consulter im Tourismus demnächst für ein paar Wochen meinen Lebensmitelpunkt nach Griechenland, genauer Naxos. Leben und Arbeiten in Griechenland - ein flexibles Berufsbild und digitale Technologien wie Skype und eMail machen dies einfach. Meine Kunden freuen sich über meine flexible Arbeitsweise und unterstützen mich. Genauso wie mir Philoxenia schon vor meinem Aufenthalt dort begegnet - ich werde auch das eine oder andere kleine Projekt vor Ort initiieren und mein Wissen und meine Erfahrung auch den griechischen TouristikerInnen zur Verfügung stellen. Schauen wir mal ob es auch angenommen wird - in jedem Fall werde ich versuchen mir ein eigenes Bild von der Situation vor Ort zu machen und meine Eindrücke auch in meinen Online-Kanälen mit der Welt teilen. Liebe Grüße, Martin aus Österreich

von Walid El Sayed, 06.05.11, 18:57
Hallo, recht herzlichen Dank für diese -für mich- sehr inspirierende Reise. Riesenlob wieder an die Organisatoren!! Nachdem ich meine Eindrücke etwas verarbeitet habe, bin ich überzeugt davon, daß vor allem Kos, für meine Kunden sehr interessant sein wird. Ich wünsche diesem Land, mit seinen herzlichen Menschen, daß es einen Weg aus der Krise geben wird. Nochmals danke für alles! Für mich war es nicht die letzte Griechenlandreise!!! Herzliche Grüße Euer Walid aus dem Schwobaländle

von Anda Karayanni, 06.05.11, 19:05
Dear friends, participants of the fvw workshop 2011, Rhodes -Kos, I already miss you but I keep memories through the photos, interactivity and nostalgy. Your visit was an opportunity for people connection, interaction of ideas and behavior and for sure the platform for knowing each other. People come closer and business is developoning. The moto "the come back of Greece" is beneficial to all parts. In praxis plus, we uploaded the facebook page "FVW Workshop 2011" with all relevant stuff . We'll appreciate if you comment and add your personal touch. I thank you for your participation, https://www.facebook.com/?ref=home#!/pages/FVW-Workshop-2011/167665133287840 Kalimera from Rodos & Kos. Anda Karayanni - Paxis Plus - project manager

von Anda Karayanni, 06.05.11, 19:11
Dear Klaus, I thank you very much for your unique collaboration that contributed a lot to the success of the workshop. But above all We all thank you for your efforts to "the come back of Greece". We need the support of the German tourism professionals more than any other season. Be sure we'll do our utmost for the experience of Greek hospitality at any opportunity. I thank Sabine and all fvw colleges that contributed to the workshop.

von Robert, 06.05.11, 20:09
Gerade beglückwünschen sich hier noch alle gegenseitig, da kommt sochon die neueste Meldung. "Griechenland will den Euro abschaffen" und holt uns alle auf den Boden der Tatsachen zurück. In keiner anderen Branche wie der Touristik geht es in solch wirren politischen Zeiten, von himmelhoch jachzend auf zutode betrübt in kürzester Zeit. Daher ist eine seriöse Zukunftsvorhersage für ein bestimmtes Reiseziel gar nicht möglich.

von Daniela Jost, 09.05.11, 11:03
Hallo Klaus, zuerst einmal ein großes „Dankeschön“ an das gesamte fvw-Team – es war ein wirklich toller Workshop! Ich war zum ersten Mal in Griechenland und ich muss sagen, dass ich beeindruckt war von der Vielfältigkeit und Gastfreundschaft der beiden Inseln. Insbesondere die Insel Kos hatte mich sofort überzeugt. Es ist eine gute Erfahrung, das Geschehen vor Ort so intensiv erleben zu dürfen. Wir haben tolle Hotelanlagen zu sehen bekommen und wurden überall sehr nett betreut – nach solchen Eindrücken hat man richtig Lust, diese Inseln „an den Kunden zu bringen“. Mein Vorurteil, dass allgemein das Preis-Leistungs-Verhältnis in diesem Land so gar nicht stimmt, konnte nun doch etwas ins rechte Licht gerückt werden. Trotzdem wäre es an der Zeit, die Preisgestaltung neu zu überdenken und so mit anderen Zielen besser mithalten zu können. Es hat sich in den letzten Jahren glaube ich viel getan und die Hoteliers sind engagiert und haben große Pläne. Hoffentlich werden diese auch in die Tat umgesetzt und die Inseln werden für die Urlauber noch attraktiver. Gerade im letzten Jahr konnte ich eine gewisse Unsicherheit meiner Kunden spüren, die bereits einen Griechenland-Urlaub gebucht hatten und durch Medienberichte verunsichert wurden. Für das laufende Jahr laufen die Griechenland-Buchungen recht gut und ich bin für die Zukunft zuversichtlich. Ich wünsche diesem Land ein schnelles Ende der Krise und vor allem ein schnelles Comeback! Danke nochmals! Grüße aus dem Saarland Daniela Jost

von Heinrich Mauner, 10.05.11, 08:19
neueste Meldung: Thomas Cook Rückgang der Verkaufszahlen nun wirkt es sich offensichtlich doch aus, das man die Reisebüros mit einem rücksichtslosen neuen Vergütungsmodell vor den Kopf geschlagen hat. Es wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis das auch in den Köpfen der Verantwortlichen angekommen ist ! Das Geschäftsjahr wird dann aber für Thomas Cook nicht mehr zu retten sein !

von Angelika Hein, 10.05.11, 17:30
Lieber Klaus, auch ich möche mich nochmals herzlich für diesen interessanten Workshop bedanken. Ich habe meine gute Meinung über Griechenland auffrischen können. Die Griechen sind bereit und stehen in den Startlöchern. Ich konnte es auch schon im Büro umsetzen. Die Diskussionen waren immer konstuktiv, wenn auch manchmal sehr hitzig, aber auch das gehört dazu. Mein ganz privates Erlebnis, welches ich mit 3 Expis teilen durfte, war der spontane Einsatz des Direktors vom Hotel Palace, nach der Tagung. Mit Don Perinon:-) und einer unvergleichlichen Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Griechenland muss den Kunden wieder nahe gebracht werden und das wird uns nach diesen positiven Erfahrungen gelingen. Jeder einzelne Hotelier ist bemüht, das BESTE für seine Gäste zu tun. DANKE, DASS ICH DIES ERLEBEN DURFTE! Viele Grüße aus Regensburg Angelika Hein Reisbüro Kuhlmann An der UNI Regensburg

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