fvw Travel Lounge

Die Chancen der Best Ager

Wer will noch die Jungen ohne Geld? Doch wie gewinnt man die Best Ager als Kunden? Darüber diskutierte die erste fvw Travel Lounge.

von Klaus Hildebrandt, 19.08.2008, 11:37 Uhr

Der Jugendwahn ist vorbei, die Best Ager sind mittlerweile die wichtigste Kundengruppe für die Veranstalter. Wie man sie richtig anspricht, und wie sich die Produkte ändern müssen, diskutierten bekannte Touristiker gestern abend im Marriott Hotel in Frankfurt. Der Abend war zugleich die Premiere der gemeinsam mit der PR-Agentur C&C organisierten fvw Travel Lounge. Rund 200 Touristiker trafen sich zur Diskussion und zum Networking. Sind die Best Ager tatsächlich eine so lukrative Zielgruppe wie oft behauptet? Und wie hat Ihnen die erste fvw Travel Lounge gefallen, haben Sie Anregungen für uns?

Kommentare

von Jürgen Barthel, 19.08.08, 13:43
Ich finde den Ansatz interessant, da wir gerade lesen dürfen, dass die Russen die Deutschen bei den Antalya-Besucherzahlen überholten. Eine Hotelkette (Luxussegment) stellte zeitgleich fest, dass die russischen Kunden jünger sind und mehr Geld ausgeben. Aber selbst die "gut betuchten" deutschen Kunden geben laut der Hotelkette nur ein Viertel oder weniger im Vergleich der russischen Kunden im Hotel aus. Dabei - und hier schliesst sich der Kreis - sind 90% der deutschen Kunden 40+, während 90% der russischen Kunden jünger als 40 sind. -- In Deutschland sind es (stark überspitzt) entweder die Best-Ager, die sich im Wirtschaftswunder was auf die Seite gepackt haben, oder die Billigkunden? -- Sind die Best Ager die beste Zielgruppe? Luxussegment = Best Ager? Was ist eigentlich aus den Kreuzfahrern geworden? Ach so, die gehören ja auch dazu...? Und was passiert eigentlich, wenn jetzt alle meinen, dies sei _die_ neue Zielgruppe? Zu einer Zielgruppe gehört aber doch ein wenig mehr als Lippenbekenntnisse, oder ...? Und wie bekomme ich meine Zielgruppe dazu, bei _mir_ zu buchen?

von Walter, 19.08.08, 16:04
Das Thema brachte inhaltlich keine wirklich neuen Erkenntnisse, war aber ein guter Aufhänger für einen sehr netten, gut gelungenen und gut besetzten Networking-Abend. Kein Wunder, wenn die fvw ruft! Vermisst habe ich bei den Diskutanten, dass der warnende Grußwort-Hinweis von Klaus Laepple ignoriert worden ist, dass möglicherweise schon nächstes Jahr vieles ganz anders kommen könnte, wenn nämlich das ganze Ausmaß an Kostensteigerungen für den Durchschnittsbürger deutlich wird und in die Reiseplanung einfließen könnte. Da könnte auch der marketingtechnisch erfasste und bewertete deutsche Best-Ager plötzlich feststellen, dass er sich seine bisherigen Reisegewohnheiten trotz zielgruppenrechter Werbung garnicht mehr leisten kann. Darauf ist die Branche offenbar offiziell nicht vorbereitet - aber man konnte natürlich von den leibhaftigen Marketingstrategen auf dem Podium auch nicht erwarten, dass sie derartige Wermutstropfen in ihre Wassergläser schütten, ohne "von ganz oben" einen auf die Scheuklappenmütze zu bekommen, die von Herrn Hildebrandt und Herrn Träger unter einem ganz anderen Aspekt vorgeführt wurde. Und die russische Touristeninvasion in deutsche Sandburgverteidigungslinien könnte diesen Veränderungsprozess auch noch beschleunigen.

von Gunther, 19.08.08, 17:14
Das Grußwort des Präsidenten brachte trotz der Kürze eine enorme Informationsfülle mit wundervoll "kodierten" Hinweisen. Es spricht für die Professionalität der Anbieter, dass sie Szenarien aller Art durchspielen - zu groß ist schließlich das Risikokapital. Aber, wie ich meine, überwiegt zu Recht der leichte Optimismus. Und der aktuelle Sommer "motivierte" den einen oder anderen Hotelier in der Türkei, seine Erwartungen zum Quellmarkt "Russland" sanft zu relativieren. Spannend bleibt es allemal. Wie formulierte der Präsident so richtig: "Wohl keine andere Branche lebt mit so vielen Unwägbarkeiten, wie unsere".

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