fvw Online Marketing Award

Online Marketing ist mehr als Abverkauf

Was sind die Erfolgfaktoren im E-Commerce? Eine Top-Platzierung bei Google. Eine tolle Look-to-Book-Ratio. Viele Fans und Follower in den sozialen Netzwerken. Leider aber noch viel mehr. Der neue fvw Online Marketing Award will all das zeigen.

von Dirk Rogl, 07.01.2014, 08:40 Uhr

Das gab es noch nie bei der fvw. Im 48. Erscheinungsjahr dieses Mediums lobt die Redaktion erstmalig einen eigenen Award aus. Noch dazu in einer Disziplin, die vor zehn Jahren kaum jemand in der Touristik kannte. Und seien wir ehrlich: So mancher tut sich noch immer schwer mit dem Online Marketing. Und genau deshalb gibt es ihn, den fvw Online Marketing Award 2014.

Wie der Preis vergeben wird (neutral und transparent), wer daran teilnehmen darf (im Prinzip alle Touristiker) und wer über die Gewinner entscheidet (eine hoch kompetente und neutrale Jury mit Top-Marketern und Online-Spezialisten) lesen Sie auf fvw.de/onlinemarketingaward. Viel wichtiger aber: Was soll das eigentlich?

Unstrittig ist, dass Online Marketing rasant an Bedeutung gewonnen hat. Der Erfolg relativ neuer touristischer Player wie Kayak/Swoodoo, Booking.com, Trivago oder Unister basiert ganz wesentlich darauf, dass sie über das Internet gefunden werden. Performance Marketing nennt sich der web-generierte stete Zufluss neuer Kundengruppen. Primär basiert er auf exzellentem Suchmaschinenmarketing (SEM), der Optimierung der Google-Suche (SEO) und dem technisch optimierten Buchungsabschluss auf der eigenen Seite.

Wer das beherrscht, hat auch Erfolg im E-Commerce. Doch damit nicht genug. Auch die Pflege und der Aufbau von Marken ist über die neuen Medienkanäle möglich. Und just dieses Branding, in dem klassische Medienkanäle nach wie vor den Ton angeben, hat eine weitaus längere Halbwertzeit als der Versuch, immer wieder neue User auf die Reise-Portale zu locken.. Leider nur gibt es eine Kluft zwischen dem klassischen Marketing und dem bislang primär performance-orientierten Online Marketing. Und diese Kluft zieht sich gleichermaßen durch die Agenturszene wie durch eine ihrer wichtigsten Kundengruppen, unseren Lesern aus der Touristik.

Platzhirsche wie die Deutsche Bahn oder die Lufthansa schaffen es sehr wohl, durch virtuellen Kundendialog und pfiffige Social-Media-Kanäle auch ihre Marke zu pflegen. Online-Reisebüros schaffen sich durch den Einsatz uniquer Video- und Bilddaten einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Und dann ist da der Mittelstand, der in Sachen Kreativität und Schnelligkeit den manchmal etwas langsamen Marktführern im Internet enteilen kann und das auch tut.

All das ist Online Marketing. Und all das wollen wir sehen, als Win-Win-Aktion für alle. Unseren Preisträgern winkt der Ruhm, von einer kompetenten Jury und einem renommierten Fachmagazin für ihre Verdienste ausgezeichnet zu werden. Und unseren Lesern bieten wir reichlich Best Practice. Ab heute freuen wir uns auf ihre Bewerbungen für den fvw Online Marketing Award 2014.

Und jetzt sagen Sie nicht, Sie wollen mit ihrem Wissen nicht die Konkurrenz stark machen. Wir wollen ihre beste Kampagne aus dem Jahr 2013 durchleuchten. Und nichts ist im sich rasant entwickelnden Internet so kurzlebig wie der Vorsprung von gestern, oder? Also, fassen Sie sich bitte ein Herz und machen Sie mit beim fvw Online Marketing Award 2014. Die Gewinner und mit ihnen die besten Online-Kampagnen des vergangenen Jahres präsentieren wir auf dem fvw Online Marketing Day am 7. Mai in Köln, seit nunmehr sieben Jahren eine Pflichtveranstaltung für kreative Online Marketer aus der Touristik. Und hoffentlich auch ein „save the date“ für Sie. Ich würde mich freuen.

Kommentare

von Jürgen Barthel, 09.01.14, 15:10
Jemineh... Und doch fallen die Laien wieder auf die gleichen Fehler herein... Ersetzt Online Marketing die klassischen Kanäle? Klaaaar... Natürlich nicht! Sie ergänzen sie. Ich habe den YouTube-Bericht über die WestJet-Aktion (die sollten einen Sonderpreis für das beste virale Marketing 2013 bekommen!) erwähnt gesehen, aufmerksam wurde ich, als dies im Heute Journal thematisiert wurde... Was interessiert WestJet im deutschen Fernsehen? Das war ein globaler "Burner". Aber ganz "klassisch" vorbereitet, der hätte genausogut "klassisch" vermarktet werden können. Aber die Kombination macht es eben. Wer klassisches Marketing vernachlässigt ist genauso kurzsichtig, wie jemand der online Marketing negiert. Und wer beides als "unterschiedliche Baustellen" versteht, hat den Begriff "Marketing" ebensowenig "verstanden". Daran scheitern eben viele Aktivitäten. Marketing muss man leben. Marketing verändert sich (und tat dies immer schon). Nun kommen online-Möglichkeiten dazu. Aber nicht "neu" und "separat", sondern eben: dazu. Zweiter Hauptfehler: Manager, die online-Marketing "delegieren" und "zuordnen". Nicht in einer eigenen Abteilung mit geschlossenen Türen wird sowas erfolgreich, sondern da muss auch mal der Chef schreiben - Richard Branson ist da bekanntes Positivbeispiel... Der schreibt aber nicht nur, der fliegt auch mindestens einmal im Jahr mal auf den eigenen Flügen mit. Nicht, weil er von A nach B muss, sondern um sich selbst ein Bild zu machen und auch mit den Passagieren zu reden. Nicht "vorn, abgeschirmt", sondern eben hinten, in der "Holzklasse"... "Online Marketing Award". Toll... Nur meiner Meinung nach sollte dringend darauf geachtet werden, dass Aktivitäten ausgezeichnet werden, die integrierten Ansatz haben oder hatten...

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