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Happy Days bei der fvw

Alle Medienleute reden über Paid Content. Wir lassen mal den Weihnachtsmann ran.

von Klaus Hildebrandt, 09.12.2009, 11:15 Uhr

Was bei Touristikern die Debatte über Vorzugspreise, Provisionen und Flugkapazitäten ist, lässt sich vergleichen mit der Diskussion über bezahlte Inhalte bei den Medien. Ob Springer-Chef Mathias Döpfner oder der globale Medienmogul Rupert Murdoch: Alle großen Verlage wollen ihre kostbaren und mit hohem Aufwand erstellten Inhalte nicht mehr kostenlos ins Netz stellen.

Heute kocht die Debatte in vielen Artikeln wieder hoch: Springer will Apps für das iPhone und – was bemerkenswerter ist – Inhalte von Regionalzeitungen wie dem "Hamburger Abendblatt" kostenpflichtig machen. Auch das "Handelsblatt" und andere Zeitungen arbeiten daran, die "Financial Times" hat bereits einen großen Stamm von Abonnenten für ihre englischsprachige Website.

Die fvw verfolgt seit über zehn Jahren diesen Weg. Wir waren immer schon der Meinung, dass unsere Nachrichten, aber vor allem auch die vielen täglichen längeren Hintergrundberichte der fvw-Redaktion zu den Themen des Tages einen Wert darstellen. Viele fvw-Abonnenten sehen das genauso und informieren sich, teilweise mehrmals täglich, beim führenden Portal für Touristik und Business Travel.

Sie kennen unsere täglichen Nachrichten noch nicht? Bis zum 17. Dezember öffnen wir unsere Website komplett, das hat der Weihnachtsmann so entschieden. Wer danach dabeibleiben möchte, erhält für ein neues Abo noch drei Tourismus-Wörterbücher im Wert von mehr als 50 Euro dazu. Also, schauen Sie mal vorbei!

Kommentare

von Thorsten Lehmann, Sunny Cars GmbH, 11.12.09, 10:01
Bezahlter Content ist in Zeiten schwindender Anzeigenumsätze ein möglicher Rettungsanker für Verlage. Es ist jedoch fraglich, ob die Entwicklung der Verlage in den letzten Monaten dem damit automatisch höheren Qualitätsanspruch der Leserschaft gerecht werden kann. Die Realität sieht doch weitläufig so aus, dass in den Verlagshäusern immer weniger Journalisten arbeiten. Die noch übrig gebliebenen müssen zusätzliche Aufgaben übernehmen. Während vor einigen Jahren noch 1 Journalist für 1 Ressort und 1 Magazin verantwortlich war, ist heute 1 Journalist für 2 Ressorts und 3 Magazine verantwortlich. Journalismus wird dadurch aber weniger investigativ und auch sonst lauern da noch ein paar Gefahren für den Leser. Wenn man also Content bezahlen soll, was im Grunde kein Problem ist, dann muss er nachweislich hochwertig, gut recherchiert und neutral sein.

von Ulrich G. Roth - LA PALMA.travel, 11.12.09, 13:18
Ich glaube ja nicht, dass Paid-Content die Verlage retten werden. Ich glaube eher, dass durch dieses inovativ und fantasiearme Vorgehen, sich die Verlage um Chancen, Potential und dringend benötigten Ertrag bringen.

von Klaus, 16.12.09, 14:47
@Thorsten Lehmann: Stimme zu: Der Content, für den Leute zahlen, muss hochwertig sein. Aber für die gute alte Print-fvw zahlen die Abonnenten ja auch. Und auf fvw.de als Ergänzung wollen viele unserer Leser auch nicht verzichten. @Ulrich G. Roth: Ich denke, man muss es versuchen. Qualität hat nun mal ihren Preis, und wenn die Anzeigenumsätze (der "Spiegel" berichtete diese Woche z.B. von einem Minus von 30 % 2009) so einbrechen, müssen sich die Verlage neue Einnahmequellen sichern. Oder es gibt nur noch User-Generated-Content.

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