Fußball-WM

WM im Winter – da kommt Freude auf!

Die Fußball-WM 2022 in Katar soll im November und Dezember stattfinden – endlich mal eine gute Entscheidung aus Sicht der Reisebranche.

von Klaus Hildebrandt, 25.02.2015, 12:24 Uhr

Der Touristiker an sich hat zum Fußball ein gespaltenes Verhältnis: Privat sind viele Mitarbeiter von Veranstaltern, Airlines und Reisebüros große Fans, kicken in Freizeitmannschaften und können mit ihren ausländischen Geschäftspartnern stundenlang diskutieren, ob man es eher mit Real oder Barca, Sporting oder Benfica, Galatasaray oder Fenerbahce hält. Doch aus geschäftlicher Sicht gelten Europa- und Weltmeisterschaften als Show-Stopper. Wir erinnern uns lebhaft an vergangenes Jahr, als die Deutschen von Ende Februar bis Anfang Juli sämtliche Urlaubsbuchungen einstellten, um sich voll auf den Erwerb von Fan-Artikeln, die Sportsendungen und die Organisation von privaten Grillfesten zu konzentieren.

Welch ein Segen, dass die WM 2022 nun nicht im Sommer stattfindet. Damit vermiest die Fifa der Reisebranche nicht die Hauptsaison, wenn die Reiseweltmeister statt an südlichen Stränden in ihren Innenstädten oder Gärten ihre freie Zeit verbringen. Der November und Anfang Dezember sind absolute Nebensaison. Wenn die Deutschen dann kurz vor Heiligabend wieder allesamt Weltmeister werden, können sie danach beseelt in die Ferien fahren. Die einzigen, die über die Verlegung nicht glücklich sein dürften, sind die Hoteliers in Doha, die wegen der vielen geplanten Neubauten zur WM sowieso schon bang auf die Zeit vor und nach dem Fußballfest schauen. Nun haben sie im heißen Sommer 2022 keine Vollauslastung. Aber für ein nationales Großereignis muss man Abstriche machen. Und rund um die WM werden die Fifa-Funktionäre schon genügend teure Suiten belegen.

Kommentare

von Stefan Werner, 25.02.15, 15:18
Auch wenn ich damit eine klare Minderheitsmeinung vertrete: Ich finde es sowohl richtig, die WM in Katar in den kühleren Winter zu verlegen als auch die Entscheidung für Katar an sich. Die ganze arabische Welt ist fuballverrrückt – aber die meisten Fußballnationen der Region scheiden nun mal wegen politischer Instabilität und aus finanziellen Gründen aus. Südafrika und Brasilien haben bewiesen, dass auch andere Kontinente tolle Fußballfeste ausrichten können – und für ihre Tourismuswerbung haben sie damit auch zugleich noch eine Menge getan.

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