Fitur

Messe Madrid für Massen

Messen muss man mögen, mailt Spanien-Experte Michael Krane aus Madrid. Besonders die Fitur: Wie ist es sonst auszuhalten, wenn Madrids Verkehrssystem jedes Jahr aufs Neues Ende Januar kollabiert.

von Klaus Hildebrandt, 01.02.2008, 14:54 Uhr

Die U-Bahnen, ohnehin bei den Madrilenen beliebt, sind schon gefühlte 24 Stationen vor dem Messegelände hoffnungsvoll überfüllt. Taxen gibt es reichlich – alle besetzt. Und die Busse stecken in Sichtweite der Messehallen regelmäßig im Stau. Abends das gleiche Bild: Da stauen sich die Massen vor den beiden U-Bahnabgängen. Für mindestens eine Stunde geht nichts mehr. Bistros und Restaurants in der Nähe machen mit den Gestrandeten einen schönen Schnitt. Ich mach´ mich dann üblicherweise auf ins Novotel. Das Restaurant dort öffnet um 19.30 Uhr, keine Minute früher. "Das gleiche wie im letzten Jahr?", fragt der Ober. Ich nicke nur erschöpft. Die Speisekarte sieht aus, wie frisch aus der Druckerei angeliefert. Vermutlich waren dieses Jahr Sonderpreise fällig. So eine Art U-Bahn-Zuschlag. Jedenfalls habe ich noch nie so wenig Brasse für so viel Geld gegessen. Und das nächste Jahr? Bin ich wieder dabei, wie sicher auch viele deutsche Touristiker, die ich traf. Nur um zu lernen. Sie auch?

Kommentare

von Arielle, 01.02.08, 17:20
Grüße nach Madrid!!! Hört sich an, als wäre das Taxi-Chaos an den ITB-Abenden dagegen nur ein amüsanter Zeitvertreib.

von Axel, 07.02.08, 19:56
So war es, allerdings lässt die Mentalität der Spanier es zu, solche Situationen mit einer Engelsgeduld zu ertragen. Wenn man es zulässt steckt das sogar an.

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