Eye for Travel

Gute, altmodische Online-Reisebüros

Für irgendjemand ist man immer altmodisch - zumindest auf einer Trend-Konferenz wie der Eye for Travel in London. Sind die Online-Reisebüros schon Helden von gestern?

von Klaus Hildebrandt, 20.05.2008, 16:06 Uhr

Ich blogge hier mitten aus dem Konferenzsaal in London. Bei der Eye for Travel Konferenz, auf der die angelsächsische Internet-Gemeinde die neuesten Trends diskutiert, sind die sozialen Netzwerke ein Riesenthema. In der zentralen Diskussionsrunde eben konnte der Facebook-Manager vor Kraft kaum gehen. Werden die sozialen Netzwerke zur bestimmenden Größe bei der Reiseentscheidung? Dazu können Sie meinen Bericht auf fvw.de lesen. Ein Trend allerdings wird hier nicht angesprochen. Der fiel mir eben beim Mittagessen mit einigen wenigen deutschen Teilnehmern von Google und HRS auf: All Business is local. In den USA und UK ist Facebook ebenso wie Myspace oder Linkedin eine Riesennummer, in Deutschland heißen die Heroen StudiVZ oder Xing. Das gleiche gilt für Communities. Die Expedia-Tochter Tripadvisor wird hier oft genannt, doch in Deutschland tun sich die Amis dem Vernehmen nach schwer, gibt es doch eine starke lokale Konkurrenz. Eins allerdings muss man den angelsächsischen Rednern hier einräumen: Auch wenn die Deutschen Internet-Schmieden gut dabei sind, die Trends in der Online-Touristik kommen doch häufiger aus dem Silicon Valley oder London als aus deutschen Landen. Und eins muss man den Briten und Amerikanern auch lassen: Selbst Selbstverständlichkeiten und PR-Botschaften können sie noch so knackig und lässig präsentieren, dass überhaupt niemand hier im Saal auf den Gedanken käme, zu protestieren.

Kommentare

von Jürgen Barthel, 23.05.08, 16:44
War nicht auch das Reisebüro längst totgesagt? Totgesagte leben länger. Wir haben hier eine angeregte Diskussion im Haus zur Vision 2020. Neue, "intelligente" Technologien wie Powerset lassen Google recht altmodisch wirken. Der Rohölpreis wird sehr bald Auswirkung auf die Branche zeigen. Informationsmanagement wird zur Überlebensfrage - dabei sind viele Informationen noch gar nicht "digital existent". So gesehen: Es wird nicht alles so heiss gegessen, wie es gekocht wird, aber den Kopf in den Sand stecken und hoffen es geht vorbei hilft auch nicht. Gute altmodische Reisebüros... Ach so, online?

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