Expedia

Die Zahlen hinter den Zahlen

Wieder einmal hat Expedia traumhafte Quartalszahlen vorgelegt – zumindest auf den ersten Blick.

von Dirk Rogl, 05.05.2008, 10:24 Uhr

Wenn Expedia-CEO Dara Khosrowshahi Quartalszahlen vorlegt, dann gilt es genau hinzuhören. Wer seinen vermittelten Umsatz um 20 Prozent ausbaut und die Erlöse - je nach Rechengröße - zwischen 19 und 48 Prozent steigert, der hat wohl alles richtig gemacht. Dennoch lohnt sich ein Blick in die hinteren Seiten des Zahlenwerks. In Europa etwa legten die vermittelten Umsätze um traumhafte 34 Prozent zu - leider aber nur in US-Dollar gerechnet. Bei stabiler Euro-Dollar-Relation hätte das Wachstum laut Expedia nur rund 25 Prozent betragen. Und dann sind da die Ausgaben für Marketing und Vertrieb, die gegenüber Vorjahreszeitrum um 29 Prozent zulegten und inzwischen auf weltweiter Basis stolze 41,2 Prozent der Netto-Umsätze ausmachen. Auch das ist eine neue Rekordzahl. Imposante 283 Mill. US-Dollar pumpte das weltweit größte Online-Reisebüro bis Ende März in Google, Affiliate-Marketing & Co.. Das relativiert die 90 Mill. US-Dollar Betriebsgewinn doch merklich. War wäre wohl, wenn Expedia seinen mit Abstand größten Kostenblock Marketing radikal kürzen würde? Vermutlich würden auch die Umsätze radikal einbrechen. Insofern gilt: alles richtig gemacht, Dara Khosrowshahi. Viel besser geht es wohl kaum.

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