E-Commerce

Keine Milchmädchenrechnung

In diesem Jahr wird der Online-Anteil am touristischen Umsatz in Europa den Anteil von 20 Prozent überschreiten, hat der Däne Carl Marcussen errechnet. Na und?

von Dirk Rogl, 14.02.2008, 12:07 Uhr

Marcussen ist einfach ein guter Beobachter. Der Berater vom

in Bornholm liest seit einem guten Jahrzent aufmerksam Geschäftsberichte und Fachmedien wie die fvw und errechnet dadurch die Online-Umsätze im europäischen Online-Markt – und das sehr akribisch und konsequent. Jetzt hat der Däne wieder neue Zahlen vorgelegt. Demnach ist der touristische Umsatz im Internet in Europa in 2007 auf 49,4 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht 19,4 Prozent des Gesamtmarktes. Für 2008 erwartet Marcussen sogar einen Marktanteil von 22,5 Prozent (58,4 Mrd. Euro), für 2009 von 25,2 Prozent (69,4 Mrd. Euro). Doch auch Vertreter des stationären Geschäfts können aus der Studie Honig saugen. Erstens: Die größten Wachstumsraten gibt es in Südeuropa, der größte Onlinemarkt ist und bleibt mit weitem Abstand Großbritannien. Zweitens: Gerade die Low-Cost-Airlines treiben den Online-Boom. Pauschalreisen spielen keine so große Rolle. Und Drittens: Die Umsätze im Internet steigen, die Zuwachsraten aber nehmen ab. Zur Milleniumsgrenze lag das Wachstum bei satten 216 Prozent pro Jahr, in 2007 nur noch bei 24 Prozent. Für 2008 erwartet Marcussen nur noch 18 Prozent Wachstum, für 2009 gar nur 15 Prozent. Eine Milchmädchenrechnung im Sinne des stationären Vertriebs? Wohl kaum! Denn auch für den Gesamtmarkt erwartet Marcussen steigende Umsätze. Und 15 Prozent mehr Internet-Umsatz pro Jahr ist eine Benchmark, die ein innovatives Reisebüro durchaus anstreben kann, um in Zukunft keine weiteren Marktanteile zu verlieren.

Kommentare

von Turi3, 15.02.08, 16:29
Heiße Rechnung: Das setzt aber voraus, dass die Reisebüros in ihrem Ladengeschäft keinen Cent Umsatz verlieren, gelle?

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