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Bloß nicht mit den Eltern!

Urlaub mit den Eltern ist für viele Jugendliche der reinste Horror. 90 Prozent wollen lieber mit Freunden oder dem Partner verreisen. Da wächst eine Generation heran, die mit dem Internet und Social Media groß wird und die Reisewelt verändert. Noch buchen ihre Eltern häufig im Reisebüro, doch was wird der Nachwuchs später einmal machen?

von Lisa Hemmerich, 22.03.2013, 15:30 Uhr

Die 11- bis 26-Jährigen träumen heute von der Karibik, von den USA und Australien. Sogar Dubai hat es in die Top Ten geschafft, wie die Studie „Young Traveller 2013“ vom Kinder- und Jugendreise-Veranstalter RUF zeigt. Aber auch Spanien, die Kanaren und Italien sind Wunschziele, vermutlich weil die Jugendlichen dort schon mit ihren Eltern waren.

Ständig erreichbar, ständig online. Fast jeder Jugendliche hat inzwischen ein Smartphone (87 Prozent). Über vier Stunden sind sie täglich im Netz oder nutzen ihr Handy. Für Fernsehen haben die jungen Leute gerade noch 83 Minuten übrig und für Zeitungen keine zehn Minuten mehr.

Stattdessen ist Facebook fest in den Alltag integriert. Die Jungen kommunizieren lieber für das soziale Netzwerk als per E-Mail und SMS. Dreiviertel haben mehr als 200 Facebook-Kontakte, manche über 1000 Freunde.

Es ist erstaunlich, dass gerade die TUI, die für Famlienurlaub und Best Ager steht, es schafft, bei den Jungen zu punkten: 53 Prozent vermuten dort die interessantesten Reiseangebote für sich. Auf den weiteren Plätzen folgen Kreuzfahrten (36 Prozent), Alltours (29 Prozent) und Neckermann Reisen (25 Prozent). Weit vorn liegen indes Spezialveranstalter, die ihr Angebot und ihre Kommunikation auf die junge Zielgruppe ausgelegt haben, wie RUF Reisen mit 66 Prozent.

Vor allem der stationäre Vertrieb könnte es schwer haben mit der neuen Generation: Auch wenn die Jungen glauben, dass sie im Reisebüro am besten beraten werden, würden nur knapp 42 Prozent dort buchen. Hauptgrund: Sie glauben, dass es im Internet günstiger ist.

Da kommt was auf die Branche zu. Was meinen Sie? Wie wird die junge Generation das Reisen verändern? Wie kann die Touristik sich anpassen? Oder ist das nur eine Phase?

Kommentare

von Michael, 25.03.13, 10:34
Es ist eine Phase, in der jedes "Traditions-Reise-Unternehmen" seine Hausaufgaben machen sollte, um nicht in 5-10 Jahren da zu stehen und sich wundern warum Reise Start-UPs immer besser performen.. Viele Grüsse, Michael

von Jürgen Barthel, 25.03.13, 13:15
Erstaunlich, dass es bei der Hotelsuche noch keine "WLAN"-Auswahl und -Bewertung gibt, bei 4h/Tag... Was ja auch viele Anbieter negieren - wie soll ich mich denn am Airport, im Hotel, etc. bspw. in Foursquare oder Facebook bei den Freunden "einchecken", wenn ich dort keinen Datenzugang habe? Oder ein alter Rechner als "Internetrechner" in der Lobby für sowas herhalten soll? Und für "social networking" dieser Art Geld zu verlangen ist da kontraproduktiv. Und spätestens für Besucher aus dem Ausland ist "3G"-Mobilfunk dank überzogener Roamingfallen längst irrelevant.

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