DRV-Kampagne

Haben Reisebüros ein Super-Image?

Zu wenig Beteiligung, zu wenig Kohle – das war es wohl mit der Reisebüro-Kampagne des DRV. Ist die Aktion erfolgreich oder überflüssig?

von Klaus Hildebrandt, 08.12.2009, 10:17 Uhr

Im Pressegespräch konnte DRV-Präsident Klaus Laepple seine Enttäuschung nicht verbergen: Mit knapp 1600 Reisebüros ist die Resonanz auf die seit November laufende Imagekampagne derart schwach, dass dies wohl die letzte sein wird. Vor zwei Jahren waren noch mehr als doppelt so viele Reisebüros dabei. Ohne die Ketten und Kooperationen hätte es in diesem Jahr noch viel düsterer ausgesehen. Bei den Gründen ist auch Laepple ratlos. Er hat sicher recht, dass die Kampagne ein einmaliges Preis-Leistungsverhältnis bietet, dank des Sponsorings von Leistungsträgern und Zielgebieten. Ist es die Wirtschaftslage? Oder hat die Imagewerbung mit dem Slogan "Reisebüro.Hier fängt Ihr Urlaub an!" nichts gebracht? War es richtig, sich auf den stationären Vertrieb zu konzentrieren? Können 2000 Großplakate in der Vorweihnachtszeit gegen den Werbedruck von Media Markt & Co nichts ausrichten? Fragen über Fragen – vielleicht wissen Sie eine Erklärung. Ich finde es jedenfalls auch schade, dass die auf der DRV-Tagung vor drei Jahren mit viel Begeisterung gestartete Kampagne jetzt versandet. Jetzt lassen die Reisebüros wieder kümmern, könnte man in Anlehnung an den ersten Slogan formulieren.

Kommentare

von Habs-Peter, 08.12.09, 10:54
Also, lieber Klaus, ich will mal ganz vorsichtig EINE mögliche Erklärung versuchen: Vielleicht haben manche Reisebüros die Sorge, die plakatierten Beratungsqualitätsversprechen nicht oder nicht durchgängig erfüllen zu können, so dass der "Schuss" nach hinten losgehen könnte. Man braucht sich ja nur manche Ergebnisse der fvw-Mystery-Shopper angucken, die zumindest oft deutlich machen, dass selbst in "renommierten" Reisebüros eben nicht JEDER Expedient die Qualitätsversprechen, insbesondere was halbwegs aktuelle Produktkenntnisse von vor Ort erfüllt. Darüber auf der DRV-Tagung zu diskutieren, wäre vielleicht auch mal ganz sinnvoll gewesen (das hatte ich gestern auch schon zum blog "Sehnsucht nach Normalität sinngemäß kommentiert). Aber vielleicht kann man das ja in das Programm des nächsten fvw-Kongresses aufnehmen. Man kann halt auch nicht ganz pauschal für "Reisebüros" werben, denn unter den mehr als 10.000 "Reisevertriebsstellen" gibt es gewaltige Unterschiede.

von Wolfgang Hoffmann, 08.12.09, 11:09
Diese DRV-Aktion war lieb gemeint, stand - zumindest für mich - aber letztlich als Totgeburt von vornherein fest. Es ist immer erst die Aufgabe, sich in den Rezipienten hineinzuversetzen: Was will ich dem Verbraucher sagen? Und dann gibt es ja noch die 2. Zielgruppe, die es zu überzeugen gilt, die Reisebüros. Als Werbefachmann kriegt man da bereits eine Gänsehaut. Die beiden Erwartungwen - Reisebüro: Was bringt mir das? - in Überdeckung, mit der Erwartung des Verbrauchers zu bringen, das ist die Schwierigkeit. Dagegen steht dann ein Minimalbudget, was eher für Kleckern steht, anstatt für Klotzen. Und als "Notlösung" kommen dann Plakate raus. Sorry, aber das mit der Imagewerbung haben doch weder die RBs begriffen, noch die Verbraucher. Außerdem ist es ein langer Marsch durch das Bewusstsein, der den Reisebüros bevorsteht. Wenn überhaupt, dann muss an vielen Stellschrauben gleichzeitig justiert werden, Mit sehr viel Feingefühl, immer etwas mehr, einen Endstand vor Augen. Würde ich das anfangen müssen, würde ich es so machen, wie die derzeit sehr erfolgreiche, öffentliche Kampagne für das Kochen. So ein Bewusstseinsumschwung zugunsten der Gastronomie ist schon genial gemacht. Imagewerbung für Reisebüros sollte genauso aus den Reisebüros herauskommen, wie Imagewerbung für Restaurants von den Köchen selbst kommt. Das ist glaubwürdig, nicht ein gestelzter Slogan, geboren aus dem Brainstorming irgendeiner Werbeagentur. Was glauben wier denn, warum Goofy mit seinem Schwachmatengelabere im TV so erfolgreich ist? Weil er lebt! Und wenn schon "Empfehlungsmarketing", warum werden nicht massiv die Promis angesprochen, die sich in ihren Shows immer mehr auf eigene Reisen beziehen, die in Interviews ständig davon plaudern, wo sie wo gewesen sind. Da wäre eine mögliche Stellschraube angesiedelt. Oder es wird mehr Produktplacement in den Medien installiert. Das kleine RB auf der Lindenstr. reicht eben nicht. In jedem Fall ist Transparenz öffentlich zu machen, wie Reisebüros funktionieren, warum der persönliche Expedient einfach zum Reisenbuchen dazu gehört. Dann gilt es massiv, Holydaycheck die Lufthoheit für Urlaubsbewertungen wieder zu entreißen. Profis haben auch eine Meinung! Wo ist die?

von Enrico Heß, 08.12.09, 11:20
Ich wundere mich über die geringe Resonanz nicht. Ist sie doch ein Ergebnis der letzten Aktion, die ganz offenbar den Reisebüros - ganz unabhängig von der Größe der Investition in diese Werbemaßnahme - nicht den gewünschten Effekt brachte. Wie auch? Zum einen sind 2.000 Plakate in der Flut an Großflächenwerbung ein Tropfen auf den heißen Stein und zum anderen frage ich mich, was ist die Botschaft? Wie in jeder anderen Branche, gelingt jedem Reisebüro das (Über)Leben dann, wenn es sich vom Wettbewerb unterscheidet und seine Kunden von seinen Vorteilen überzeugt. Und da wirds interessant... Worin unterscheiden sich die Reisebüros untereinander oder zu anderen Vertriebswegen? Im Produkt? Wohl kaum? Im Preis? Fehlanzeige! In der Erreichbarkeit? Da sind WWW & Co. um Längen voraus. Das Reisebüro hat einen enormen Vorteil, den es zu nutzen gilt - nämlich es ist im Dialog von Mensch zu Mensch (Expedient zu Kunde) viel näher dran, kann mit Emotionen und Services glänzen und spielen, die alternative Vertriebswege nicht bieten können. Aber was ist häufig die Realität? Zugerammelte Schaufenster, die eine möglichst hohe Hemmschwelle für Neukunden darstellen. Kunden, die minutenlang warten müssen und dann entnervt das Reisebüro verlassen. Expedienten, deren letzte Schulung in Service- und Dienstleistermentalität ewig her ist und die von emphatischen Verhalten, Bedarfsermittlung oder Qualifizierung des Kunden nichts erfuhren - in der Berufsausbildung ganz bestimmt nicht. Ich habe einmal einem Entscheider einer sehr großen Reisebürokooperation angeboten, dass wir für kleine Geldbeiträge Expedienten in regionalen Trainings auf genau jene Soft- und Hardskills schulen, die Kunden zu begeisterten Stammkunden machen. "Herr Heß, selbst wenn es noch ein kostenloses Essen gibt und jedes Reisebüro nur Euro 29,00 zahlen müssten, würde sich keiner anmelden - das haben wir schon mehrfach probiert." Okay, dann geht es den Reisebüros einfach zu gut und die Onlineportale und Direktveranstalter werden weiter ihre Stücke vom Reiseumsatzkuchen vergrößern. Denn diese haben schon längst erkannt, dass - neben Werbung und Usability - Qualität in Service-, Beratung- und Verkauf die Schlacht um den Kunden nachhaltig entscheidet. Und eh jemand nachfragt: Es geht hier nicht um die fachliche Kompetenz, sondern um ganz simple, menschliche, soziale Dinge, die uns von einem "Laden" abwenden oder uns ihm zuwenden lassen. Zumal, wenn sich die Produkte und Preise kaum unterscheiden... In diesem Sinne: Beim Kontakt mit dem Kunden - da fängt dessen Urlaub an!

von bernd Schray betravel, 08.12.09, 11:27
Reisebüro. Hier fängt ihr Urlaub an. Der Slogan trifft einfach nicht den Nerv. Der Urlaub fängt immer beim Urlauber selbst an. Bei Informationssuche und Inspirationen. Wenn erste Überlegungen getroffen sind, erst dann kommen die Reisebüros und andere Buchungsmöglichkeiten ins Spiel. Also stimmt der Claim schon von Anfang an nicht. *absatz* Reisebüros sollen werben mit ihrem echten USP: Urlaub buchen Sie nicht beim Metzger oder im Supermarkt sondern bei den Experten. Expis kennen die Ziele, Hotels, haben alle notwendigen Kontakte. Beherrschen die Buchungssysteme. Reisebüros sind kenne anonyme Anlaufstelle im Internet. Anfassbar. Tickets, Angebote, Preise, Kontinente, Kontingente. Urlaub sinnlich. Urlaubssehnsucht wecken. *absatz* Dann kommt der schwierige Part. Das müssen die Reisebüros und Vermittler nicht nur behaupten, sondern auch beweisen. Mit Aktionen, mit Fachwissen, mit Aufmerksamkeit, mit Service, mit richtig guten Angeboten. Mit Preis-Leistungsurlaub. *absatz* Im Mittelpunkt der Kampagne muss aus meiner Sicht immer der Mensch stehen, der Expedient, der all diese Eigenschaften verkörpert, keine bunten Buchstaben.

von Stefan Werner, 08.12.09, 12:43
Das ist ein Teufelskreis: Je weniger dabei sind, desto mehr fragen sich die Unterstützer der Kampagne, warum sie für die Trittbrettfahrer und auch schlechte Büros mitbezahlen sollen. Das hat Herr Stemmer auf dem Reisebüro-Tag in Ägypten richtig gesagt: Es gibt nicht zuviele Reisebüros, es gibt nur zu wenig gute.

von Thorsten Lehmann, Sunny Cars GmbH, 08.12.09, 16:45
Reisebüros brauchen die aktive Unterstützung durch die eigene Interessensvertretung. Das muß das Selbstverständnis des ReiseVerbandes sein. Und wer Werbung „treibt“ weiß, dass manche Maßnahmen länger brauchen bis sie funktionieren oder verstanden werden. Der werbetreibende weiß auch, dass Marken- und Imagbildung etwas langfristiges sind. Um potenzielle Unternehmen zur Teilnahme an der Reisebürokampagne zu bewegen, bedarf es also großer weiterer Überzeugungsarbeit durch den DRV. Und die lohnt sich! Anstatt die Aktion einzustellen muß sie jetzt erweitert werden. Mit einer verlängerten Laufzeit. Für einen nachhaltigen und langfristigen Erfolg für die Branche und für die reisebüro-orientierten Leistungsträger. Der Fehler der Werbetreibenden ist, dass „Maßnahmen“, die vermeindlich kurzfristig nicht funktionieren, unmittelbar eingestellt werden. Dabei sind schon viele gute Ideen, mit bereits mittelfristiger Erfolgsaussicht, über Bord geworfen worden. Klar, wenn ausschließlich der kurzfristige Erfolg im Mittelpunkt steht! Die Branche braucht aber Nachhaltigkeit und eine klare Positionierung zum Verbraucher. Das ist auf Dauer überlebenswichtig für viele Unternehmen. Liebe DRV-Verantwortliche: Bleiben Sie dran. Überzeugen Sie. Investieren Sie. Seien Sie mutig. Geben Sie nicht auf. Verändern Sie das Konzept aber lassen Sie die Kampagnen-Idee nicht sterben!

von Tobias Jäcker, EVES Travel, 08.12.09, 20:11
Grundsätzlich ist das ja eine nett gemeinte Kampagne. Jeder vernünftig kalkulierende Kaufmann sollte doch aber jeden Marketing-Euro auf seine Sinnhaftigkeit prüfen. Dabei gilt für mich: Lieber 10.000 Euro hervorragend platzieren, als auch nur 10 Euro zum Fenster raus schmeißen. Für das einzelne Büro nützt diese Kampagne nichts, auch wenn der Preis für das einzelne Plakat im Vergleich noch so attraktiv ist. In einer Stadt wie unserer (Braunschweig) müssten wir nach gängigen Maßstäben mind. 80 Plakate hängen, inkl. Großplakate an allen Einfallsstraßen, um einen nennenswerten Werbedruck aufzubauen.

von Thorsten Lehmann, Sunny Cars GmbH, 09.12.09, 00:26
Ich gebe Ihnen Recht. Einem einzelnen Reisebüro wird die Kampagne kurzfristig nichts bringen. Es ist einfach keine Sales-Kampagne sondern eine Image-Kampagne. Sie ist für die Branche gemacht. Nicht für einzelne Reisebüros. Deshalb ist auch das Modell der Finanzierung falsch gewählt. Die Finanzierung muß, nach meiner Meinung, der ReiseVerband tragen - aus den Mitgliedsbeiträgen - ggf. sogar durch eine geringe Pflicht-Sonderabgabe pro Mitglied. Ich weiß, das ist nicht gerade populär. Aber es geht ja hier um das Erreichen gemeinschaftlicher Ziele - also so sollte es zumindest sein. Auch eine Subventionierung der einzelnen Maßnahmen durch Fremdenverkehrsämter halte ich für denkbar. Da gibt es einige kreative Ansätze. Und Plakate sind sicher nicht die einzigen möglichen Maßnahmen. Ein MarketingMix kann unglaublich vielseitig sein. Wichtig ist: Nichts mehr tun ist keine Lösung!

von Timo Iserlohe, Aktives Reisebüro Netzwerk eG, 09.12.09, 12:11
Jahrelang wurden die Reisebüros auf Konkurrenzdenken getrimmt, von den Veranstaltern mit dem Druck versorgt Ihren nächsten Kollegen zu übertreffen, da haben die Reisebüro Verbände es nun schwer einen Gemeinschaftsgedanken zu bilden und zu fördern. Der erste Gedanke bei den Kollegen geht immer noch an Ihre eigene Geldbörse, und gerade in Städten mit einer hohen Reisebürodichte ist der Konkurrenzdruck am höchsten und es wird fehlgeleitet Werbung am meißten missgönnt! Als Idee wäre zu empfehlen, das Alle die sich als "Pro Reisebüro" ausgeben, evtl. mal für eine unabhängige gemeinsame deutschlandweite Marketingaktion für Reisebüros zusammensetzen?! Die Frage bleibt: "Ist das gewollt?"

von Wolfgang Hoffmann, 09.12.09, 16:55
Hallo, Timo, wenn man die Reisebüros selbst mal nicht dazuzählt, dann dürfte das Häuflein Aufrechter, die Du mit "Pro Reisebüro" attributierst bei Euch im Büro Platz finden. Ich bring Plätzchen mit. Wer kocht Tee? Konjungier doch mal durch, was reisebüro für ein Image hat, dann merkst Du sehr schnell, dass niemand diese Einrichtung mehr vermissen wird. Und wenn man keinen Internetanschluss hat, dann ruft man eben bei Sonnenklar.tv an. Zukunft haben Reisebüros nur noch, wenn sie etwas öffentlich darstellen, was die digitalen Buchungsmöglichkeiten nicht haben. Sorry, "Beratungskompetenz" ist es nicht wirklich - denn gut beraten kann man auch immer noch selbst im Internet buchen. Wenn wir ehrlich sind, dann gehören wir zu den aussterbenden Dienstleistern. Die einzige Chance ist, wenn wir etwas anbieten können, was man sonst nicht findet. Und dafür ist der Händlerstatus schon eine Voraussetzung. Einen Me-too, der dasselbe verhökert, was man im WorldWideWeb bereits inflationär nachgeworfen bekommt, den will niemand.

von Hans-Peter, 09.12.09, 18:02
Ich wundere mich etwas, dass meine als Kommentar Nr. 1 (versehentlich unter "Habs-Peter geschrieben)zu diesem blog geäußerte Vermutung über einen möglichen Grund der Abstinenz zur DRV-Aktion hier im blog zu keinem Protest-Aufschrei geführt hat. Vielleicht bellen getroffene Hunde doch nicht?

von Wolfgang Hoffmann, 10.12.09, 10:33
Hallo Hans.Peter, wenn man jeden, der einen eventuellen Versuch wagt, diese Behauptung klarzustellen im Vorhinein als "Hund" diskreditiert, dann wird das auch nix. Jedenfalls weigere ich mich, übereinander herzufallen und sich ineinander zu verbeißen, solange ich noch Möglichkeiten sehe, mit sehr intelligenten & innovativen Partnern eine Paralleltouristik aufzustellen. Gell, Timo ;-)

von Rainer Nuyken, 10.12.09, 11:19
Mit unserem auf Kreuzfahrten spezialisierten Reisebüro waren wir 2x dabei, beim dritten mal dann nicht mehr. Unsere Teilnahme geschah einzig aus Gründen der Branchen-Solidarität. Dass wir damit zu einer aussterbenden Minderheit gehören, zeigen die aktuellen Telnehmerzahlen. Die einmalig niedrigen Beiträge kann doch wohl jeder verschmerzen, vor allem diejenigen, die meinen, sich nur durch Rabatte und Rückvergütungen profilieren zu können. Wenn der DRV die Kampagne, die ganz sicher erhebliche personelle Mittel in der Geschäftsstelle bindet, nun sterben lässt, ist das nur verständlich: immer wieder haben die Reisebüros eine Imageaktion vom DRV gefordert, am lautesten die Nicht-Mitglieder. Dann kam die Aktion und keiner macht mit! Haben die Reisebüros denn im Ernst geglaubt, der DRV, bzw. dessen Mitglieder bezahlen das für das Heer der Nicht-Mitglieder? Der DRV ist doch kein Sozialverband! Profitieren: ja. Meckern: ja. Aber mitmachen und Verantwortung übernehmen: soweit dann doch nicht. Liebe Trittbrettfahrer: dann lasst es einfach. Aber hört auch auf mit dem Gemeckere, der DRV sollt, der DRV müsste... An der dritten Runde der DRV-Imagekampagne hätten wir uns gerne wieder beteiligt, aber die Werbeaussagen der Plakate passen nicht zu uns und wecken beim Verbraucher Vorstellungen, die wir nicht erfüllen können: wir verkaufen nunmal ausschließlich Kreuzfahrten und die kommen in der aktuellen Kampagne nicht vor. Wir finden uns dann eher in der Kreuzfahrt-Woche wieder, die letztendlich ja auch aus dem DRV kommt (Kreuzfahrt-Ausschuss). Trotzdem aber: wir fanden die Reisebürokampagne des DRV klasse und wir haben gerne mitgemacht. Für uns selbst führen wir die Imagekampagne fort - aber nicht mit einem nur 11 Tage hängenden Plakat auf einem Supermarkt-Parkplatz, sondern mit dauernder Werbung für vorerst sechs Jahre auf zwei Stadtbussen.

von Wolfgang Hoffmann, 10.12.09, 11:42
Die Forderung an den DRV halte ich aufrecht, obwohl kein DRV-Mitglied. Allerdings müsste ich mit dem Klammerbeutel gepudert sein, ausschließlich aus "Branchensolidarität" Geld für etwas zu geben, was offensichtlich weder dazu führt, das Image der Reisebüros aufzuwerten, noch, mehr Kunden in das eigene Reisebüro zu spülen. Diese Plakataktion, dieses blaue Lable, vor allem, dieser nervige Spruch mit dem "Kümmerer" sind mit der heißen Nadel gestrickt, haben kein Konzept, keine Strategie, keine Zielvorgabe, die Aussagen sind vom Medium Plakat nicht transportierbar, die Botschaft belanglos. Gerne bin ich bereit, aus Solidarität für die "Gemeinschaft" aller Reisebüros Geld auszugeben, aber dann sollte zumindest der Spaßfaktor berücksichtigt werden, wenn es schon keine Imagekorrektur geben wird.

von Hans Müller, 15.12.09, 14:59
Zwei Dinge müssen bei einer Marketingkampagne passen: Den Kunden-Nerv treffen und das richtige Produkt haben. Fazit: Kunden-Nerz nicht getroffen (haben die Kunden die Aktion überhaupt gemerkt bei den paar Plakaten?) und zum Produkt kann ich nur sagen: Reisebüro, hier fängt Ihr Urlaub an.....Und dann wurde ich mit einem Katalog nach Hause geschickt. Vielleicht sollte man das Geld erst in Fortbildung stecken

von Pitter, 29.12.09, 11:12
test

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