Deutsche Bahn

Danke, Manfred Schell

Erich Sixt hat schon Recht: Dank Ihrer Lokführer-Streiks erlaben sich die Autovermieter an einer Hochkonkunktur. Und die innerdeutschen Fluglinien feiern heimlich mit. Danke dafür! Danke auch, dass Sie den Zeitpunkt ihres bislang größten Streiks so umsichtig geplant haben. Zumindest die Top-Entscheider unserer Branche haben davon auf der DRV-Tagung in Belek wenig mitbekommen. Danke!

von Dirk Rogl, 22.11.2007, 09:47 Uhr

Bitte nicht falsch verstehen, lieber Herr Schell. Auch wir aus der Touristik sind von der Entschlossenheit ihrer kleinen aber feinen Vereinigung vollends überzeugt. Weitere Streiks brauchen wir nicht. Wir freuen uns vielmehr auf ein Ergebnis. Ehrlich gesagt: So furchtbar spannend ist es für uns gar nicht, ob Ihre Mitglieder nun 4,5, 15 oder 31 Prozent mehr in der Lohntüte haben. Spannender ist schon, dass das wirklich große Thema des Bahn-Börsengangs im allgemeinen Medienrummel schlagartig zu einer Randnotiz geschrumpft ist. Ganz heimlich bereitet die Politik das vor, gegen das Ihr Spezi Hartmut Mehdorn so lange gekämpft hat. Die durchaus diskutable Aufteilung der DB in einen Netzbetreiber und ein Verkehrsunternehmen. Wir hätten nie gedacht, dass derartig gravierende Weichenstellungen so lautlos möglich sind. Für diese neue Erkenntnis sagen wir: Danke, Manfred Schell.

Kommentare

von Klaus-, 22.11.07, 11:11
Etwas Gutes hat der Bahnstreik: Diejenigen Züge, die fahren, sind auf den freien Gleisen pünktlich wie nie.

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