BTW-Tourismusgipfel

Kein Platz für Krisen

Zweistellige Kursgewinne an der Börse, satter Sonnenschein über Berlin, prächtige Stimmung auf dem BTW-Gipfel. War sonst noch was?

von Dirk Rogl, 13.10.2008, 16:31 Uhr

Es liegt ein besonderer Glanz über dem BTW-Tourismusgipfel in Berlin. Bundespräsident Horst Köhler gibt sich die Ehre, erstmalig übrigens in der Geschichte des Bundesverbands der Deutschen Tourimuswirtschaft. Und er ist voll des Lobes für die Reisebranche: hohe Dynamik, viel Flexibilität und einzigartige Chancen. Keine Frage: auf der Bühne des BTW-Gipfels ist die Stimmung blendend. Ob TUI-Chef Michael Frenzel, Fraport-Vorstandschef Wilhelm Bender oder der stets gut gelaunte Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken, jeder ist voll von Zuversicht. Im Kontrast dazu ist die Stimmung auf den Gängen. Da ist von stagnierenden Buchungseingängen die Rede, und natürlich von den finanziellen Risiken, die lange Schatten auf das kommende Jahr werfen. Der BTW-Gipfel ist jetzt gerade einmal drei Stunden alt. Ich bin gespannt, ob später auf der Bühne noch einmal Tacheles geredet wird oder ob der nachweislich temporäre Sonnenschein dieses sonnigen Montags möglicherweise ein Übermaß guter Laune in das Event gebracht hat. Damit wir uns nicht falsch verstehen: eine ordentliche Portion Optimismus ist gut für die Branche. Aber gleich beginnt die Kaffeepause. Wetten, dass es in den Gesprächen dort nicht nur um Dynamik, Potenziale und das sonnige Wetter geht?

Kommentare

von Dieter, 15.10.08, 13:31
Was war das in Berlin? Ein Tourismusgipfel? Bis heute haben, soweit ich das überblicken kann, zumindest die großen Tageszeitungen kein Wort darüber verloren. Kein Wunder: Der einzige Glanzpunkt war, zumindest aus meiner Sicht - abgesehen vom Berliner Abend, die verdiente Verleihung des Innovationspreises an die fvw, und das Europaplädoyer von Elmar Brok, für die es sich allemal gelohnt hat, dabei gewesen zu sein - die erfrischend-andere Moderation von Dr. Engl (also nicht etwa die banalen Inhalte der Diskussion!) zum Thema Deutschlandtourismus. Und der Bundespräsident war offenbar auch völlig falsch gebrieft, denn er wünschte in seiner Allerweltsansprache der Versammlung "neue Impulse", die das Programm aber garnicht vorgesehen hatte (die hätte er eher beim fvw-Kongress finden können, auf dem übrigens auch wesentlich mehr Branchenprominenz anwesend war (in früheren Jahren war das noch anders!), als auf diesem Tourismusgipfel). Vielleicht war/ist an der geringen Promi-Präsenz und Presse-Resonanz in diesem Jahr auch nur der Zeitpunkt schuld, der natürlich von der (Finanz-)krise überschattet wird, die im übrigen offenbar keinerlei Auswirkungen auf die Tourismusbranche haben wird(?!) . Dass diese realistischerweise vom Präsidenten in seiner Eröffnungsrede überhaupt angesprochen wurde, war, wie ich hörte, einigen Anwesenden offenbar schon zuviel (des Guten oder Schlechten).

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