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Die endliche Freiheit der Blogger

Respekt, Unabhängigkeit und jede Menge Spaß – es gibt eine Menge Gründe, weshalb der schreibende Nachwuchs heute eher Blogger denn Reisejournalist wird. Neben dem Renomée locken lukrative Zusatzverdienste, die freilich den Kultstatus der Blogger auf Normalmaß drohen zurückzustoßen. Es lockt der schnöde Mammon.

von Dirk Rogl, 01.03.2012, 14:25 Uhr

Es gibt so viele großartige Reise-Blogs im World Wide Web. Selbst beim fulminanten Angebot der Partys und Events für bloggender Touristiker auf der ITB in Berlin habe ich den Überblick verloren. Keine Frage: Blogger sind die unumwundenen Stars unter den Reisejournalisten. Das sind sie schon allein deshalb, weil sie sich eben selbst nicht als Reisejournalisten sehen. Schließlich sind sie auf ihren Blogs ihre eigenen Verleger, stellen sich der konsequenten Kritik ihrer Leser, sind nahezu unbestechlich und unabhängig.

Aber stimmt das wirklich? Widmen wir uns den wesentlichen Fragen:

1. Wovon leben Blogger eigentlich? Ausnahmen bestätigen die Regel, aber allein vom Bloggen kann kaum jemand leben. Grob gesagt teilt sich die touristische Bloggosphäre in zwei Lager: Erstens in Berater und Dienstleister, die mit ihren Postings das Renomée für das eigene Business unterstreichen und mehr oder weniger erfolgreich Kunden werben. Und zweitens jene, die Dank ihres Engagements im Web2.0 inzwischen eine zumeist lukrative Festanstellung in den Marketing-, PR- und natürlich den in Aufbau befindlichen Social-Media-Abteilungen etablierter Touristik- Unternehmen erhalten haben. Herzlichen Glückwunsch an beide Lager.

2. Sind Blogger tatsächlich unabhängig? Was für die Verlage die verkaufte Auflage ist für die Blogger die Reichweite, gemessen in Visits und Reaktionen wie Kommentare und Erwähnungen. Geschrieben wird deshalb bevorzugt, was Beachtung und Resonanz im eigenen Leserkreis hervorruft. Für uns Journalisten gilt ein ziemlich simpler Spruch: "Jede Publikation ist so gut wie seine Leser". Ich bin überzeugt, das gilt auch für Blogs. Je mehr die Blogger nun aber von der klassischen PR-Maschinerie der Touristik-Unternehmen eingeholt werden und mit Lob und Tadel, im Zweifelsfall aber auch mit monetären Reizen bedacht werden, um so mehr gerät diese Unabhängigkeit in Gefahr.

3. Können Blogs auf Dauer unabhängig bleiben? Natürlich können sie das, und zwar genauso gut wie jede klassische Redaktion. Die Verlockung kommen aber täglich. Es ist legitim, wenn Verkehrsämter und Leistungsträger die Bloggosphäre mit Werbe-Bannern bedenken. Interessant wird es, wenn dafür redaktionelle Gegenleistung erwartet wird. Machen wir es mal konkret:

Jüngst flatterte der fvw-Redaktion Post einer britischen SEO-Agentur ins Haus. Im Auftrag eines der fünf weltgrößten Hotel-Portale (nur des Anstands wegen nennen wir den Namen nicht) habe man unseren Blog analysiert. Dieser Blog hätte eine "große Liebe zum Reisen und Tourismus" und man würde gern "ein paar Texte schreiben". "Wir wären bereit bis zu 30 Euro für einen Gastbeitrag auf Ihrer Seite zu investieren", heißt es abschließend.

Ich glaube nicht ernsthaft, dass die Suchmaschinen-Optimierer erkannt haben, dass es sich hier um einen B2B-Blog handelt. Aus Sicht von Redakteuren ist es übrigens ein handfester Skandal, mit Barmitteln eine Veröffentlichung anzustoßen. Journalistische Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, wie auch bei Bloggern. Und deshalb sind wir schon etwas stolz darauf, dass wir im vom Gratiskonsum geprägten Web für die News auf fvw.de ein, wie wir meinen, angemessenes Entgelt erheben.

Ich bin gespannt, wie unabhängig die Bloggosphäre in Zukunft agiert, wie sie ihren Lebensunterhalt verdient ohne dabei als inhaltsarmer Produzent oder gar nur Verteilstation von werbewirksamem Unique Content für starke Tourismusmarken zu enden. Genau über diese Themen reden wir übrigens auf dem ITB-Mediengipfel 2012 am 9. März. Ich freue mich auf meine Rolle als Moderator. Und ich hoffe, meine bloggenden Podiumsgäste freuen sich jetzt auch noch auf mich. Keine Frage, sie haben allesamt ihre starke Rolle gefunden in der digitalen Welt. Das ist doch ein gutes Fundament für ein paar kritische Nachfragen, oder?

Kommentare

von Götz A. Primke, 01.03.12, 15:59
Moin Dirk, schöner Artikel. Du hast noch die Gruppe der Reisejournalisten vergessen, die ihren Reiseblog als eigenes Magazin, als Eigen-PR und als Nachweis journalistischer Arbeit führen. Und dort ihre redliche Arbeit machen. Insbesondere in Zeiten, in denen immer mehr freie Journalisten auf dem Markt rumschwirren, nur schmarotzen und die Honorare, die die Holzpresse noch zahlt, unterirdisch schlecht sind. Eine Bezahlung für einen Artikel zu erhalten ist per se nicht schlecht - solange die journalistische Unabhängigkeit gewahrt bleibt. Die Preise aber, die so manche SEO-Agentur bietet, sind eine Unverschämtheit. Ich bekomme auch solche Angebote. Ich mache dann ein Gegenangebot und dann ist Ruhe von den SEO-Fuzzies. Besser aber sind - unbestritten - BannerAds. Die bringen wenigstens einen fixen Betrag für eine gewisse Zeit rein. Und dann sollte dennoch weiterhin die Qualität und Unabhängigkeit gewahrt bleiben. Doch drehen wir den Spieß mal um: welche Reiseartikel in der Printpresse sind denn noch wirklich unabhängig? Für wie wenig Geld verkaufen sich so manche Printkollegen? Manche haben da auch ihre festen anderen Jobs, haben ihre Rente oder kommen irgendwie über die Runden. Denn von ca 30ct die Zeile kann man auch nicht leben. Manche Blogs haben mehr Zugriffe als die Reiseartikel auf den Webseiten der Tageszeitungen oder Reisemagazine. Und in diesem Sinne: Happy Blogging! Wir sehen uns auf der ITB! Herzlichst, Götz aka Le Gourmand www.legourmand.de (PS: Ich freue mich über BannerAds!) =:)

von Nathalie Kopsa, 01.03.12, 16:55
Es gab mal eine Zeit, in der sich Blogger glaubwürdig als Counterpart zu den Holzmedien definierten, aber die ist aus meiner Sicht vorbei. Wenn PR-Agenturen um Blogger buhlen und umgekehrt, ist es nicht weit her mit der viel zitierten Unabhängigkeit. Als ein Blogger mir gegenüber mal die auf einem Presse-Event für lau servierten Gänge vorzählte und aus Begeisterung ganz aus dem Häuschen geriet, fing ich an zu zweifeln, ob der vermeintliche Graben zwischen Bloggern und Printlern wirklich so tief ist, wie es gerne behauptet wird. Ähnlich zwiespältig sehe ich die Rolle der klassischen Reisepresse und vieler Freier, welche zum Teil nicht einmal mehr die Fahrtkosten zu ihren Terminen erstattet bekommen. Alle Akteure können sich auf dem ITB-Podium an die eigene Nase fassen – es ist an der Zeit, dass dieses Fass mal aufgemacht wird.

von Götz A. Primke, 01.03.12, 17:04
tja, Nathalie, da hast Du allerdings sehr recht. Die Frage habe ich schon im letzten Jahr im Rahmen der Touristischen Runde in München gestellt: Wie soll sich künftig Online-Journalismus finanzieren? Wenn schon die PR-Agenturen fertige journalistisch aufgemachte Artikel an die Medien liefern (und wir beide wissen, dass zB die First Class die dann auch druckte) - und (siehe Weber Ben-Amar PR) PR-Agenturen ihre Arbeit für 6 Monate kostenlos an Kunden verschenken. Wo bleibt da der Kapitalfluss? Wer kann somit wie noch seine Miete bezahlen?

von Barbara Furthmüller, 01.03.12, 17:17
Danke für den guten Artikel. Neben Gastbeiträgen für 30 EUR u.ä. finde ich auch das Angebot mancher "SEO-Agenturen" bzw. "Agenturen für Online Marketing" seltsam, das Bloggern anbietet, Foto und Beitrag zu liefern, welche dann auf kommerziellen Websites veröffentlicht werden - ohne Honorar selbstverständlich, aber mit Link, das reicht ja hoffentlich...

von Marion, 02.03.12, 09:20
Da sind die Branchen aber ganz unterschiedlich. Ich habe einen privaten Blog in einem Themengebiet, in dem es kaum Blogs gibt. Dennoch hat nur ein Unternehmen der Branche die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit erkannt. Verdient habe ich damit zwar trotzdem so gut wie nichts, aber eine Betriebsführung gegen einen Blogbeitrag oder einen Freundschaftspreis für eine anschließende Vorstellung des gekauften Produkts haben mich trotzdem gefreut. Der Rest der Branche dümpelt in der webtechnischen Mittelmäßigkeit dahin. Gut dass ich vom "reich werden im Internet" sowieso nie geträumt habe. Ansonsten wären 30 Euro schon ein Traum gewesen.

von Stefanie Dehler, 02.03.12, 10:51
Es geht doch wie bei Journalisten auch bei Bloggern um die Qualität - wirklich gute Reisejournalisten und wirklich gute Blogger gibt es nicht so viele. Und als PR Agentur, als Unternehmen, muss ich mir genau anschauen, mit wem ich arbeiten möchte. Und auch als seriöser Blogger - kein Leser will nur für 30 Euro eingekaufte SEO-Artikel lesen. Was habe ich davon, einen Journalisten auf einer Pressereise dabei zu haben, der nach der Reise versucht einen Artikel irgendwo unterzubringen. Lade ich einen guten Blogger ein, der moderne Kommunikationsmittel zu nutzen weiß, dann tauchen doch *während* der Reise schon Check-Ins, Instagram Fotos, und erste Blogeinträge auf, die unmittelbar für Sichtbarkeit sorgen. Gute Blogs schreiben auf der einen Seite, gute Blogger kennen auf der anderen Seite, das klingt für mich schon nach einem guten Bestandteil im Marketing Mix, und die ITB ist sicher ein guter Ort, wo sich beide Seiten kennen lernen können. Würde die von Dirk erwähnte britische SEO-Agentur zur ITB kommen, würde ihr das sicher auch helfen :)

von Götz A. Primke, 02.03.12, 12:07
Steffi, ich bin da voll und ganz Deiner Meinung. Nur kommt als bloggender Journalist noch dazu, dass man nicht nur journalistisch anspruchsvoll schreiben sollte, sondern auch SEO-optimiert und dann noch möglichst viel Content bringen. Viel Content möglichst täglich zu bringen ist aber - wenn man gerade nicht auf Reisen ist - relativ schwierig. Oder man klatscht dann doch Pressemeldungen rein... - Diese Diskussion führe ich mit mir selbst täglich. Und ein guter Reiseblogger schreibt schon vor der Reise, wohin er demnächst fährt und dass er sich darauf freut etc. Wobei übrigens PR-Agenturen noch den Unterschied zwischen einer reinen klassischen Journalistenreise und einer "Bloggerreise" lernen müssen. Die sind nicht ganz deckungsgleich.

von Miranda Meier, 05.03.12, 20:20
Ich habe mich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema beschäftigt, um zu prüfen, inwiefern Blogger Relations für unser Haus ein Thema sein könnten. Anstoß war ein Zitat des Bloggers Richard Gutjahr: "Während die Verlage und Sender ihre Redaktionen so ausgedünnt haben, haben Firmen und Regierungen ihre Wellenbrecher an Pressesprechern und PR-Firmen so hoch gefahren, dass wir nur noch selten bis zum Kern einer Geschichte vordringen. Unterlaufen Sie diese! Lernen Sie wieder, unter dem Radar zu fliegen! Rufen Sie nicht in der Presseabteilung an!" Wenn ich sowas lese, dann stellen sich mir als Pressesprecherin natürlich die Nackenhaare hoch. Denn ich dachte (naiv?) immer, ich kann Journalisten und Bloggern Einblicke in Hotel-Bereiche ermöglichen, die ohne mich als Gatekeeper gar nicht machbar wären. Im Zuge meiner Recherchen über das für mich unbekannte Wesen Blogger, habe ich festgestellt, dass es in den USA Blogger gibt, die sehr gut davon leben können. In Deutschland ist diese Tatsache noch nicht weit verbreitet, wird aber über kurz oder lang auch herüber schwappen. Blogger sind insofern unabhängig, dass sie nur für sich schreiben und keinen Verlag im Nacken haben, der ihnen ein redaktionelles Format oder einen Schreibstil vorgibt. Das Schöne an Blogs ist, dass sie meist "frei Schnautze" geschrieben werden und dadurch sehr authentisch wirken. Das Blogger "noch" einen Kultstatus haben, liegt sicherlich daran, dass es bislang nur wenig Unternehmen gibt, die sich professionell mit Blogger Relations beschäftigen. Ich denke, dieser Hype wird irgendwann abflache und Blogger werden mit den "gewöhnlichen" Journalisten gleich gesetzt. Zu dem Thema habe ich übrigens vor ein paar Wochen beim HSMA eMarketing Day eine Präsentation gehalten. Bei Interesse einfach einen Blick riskieren unter http://www.slideshare.net/mirandameier/bloggerrelations-hsma

von Reinhard Lanner, 05.03.12, 21:24
Lieber Dirk, sehr schöner, kompakter Anstoß von dir. Nach einigen Monaten/Jahren Beschäftigung mit den (neuen) digitalen Formaten komm ich zum Schluß: es braucht mehr denn je die/den Journalistin/-en. Mittlerweile vermisse ich bei vielen (Qualitäts)medien die kritische Recherche, vielmehr werden vorformulierte Texte kritiklos/reflekitionslos verbreitet - nicht nur im Tourismus. Andrerseits entdecke ich in der Blogosphäre Juwelen, die mich dank ihrer Persönlichkeit und/oder ihrer handwerklichen Fähigkeit, transmediale Geschichten zu erzählen, in ihren Bann ziehen. Die Blogger, die mit "sponsored stories" Einnahmen erzielen, gehen exakt den Weg, der aus dem klassichen Verlagsgeschäft bekannt ist, aus meiner Sicht auch OK. 3 spontane Gedanken zur Problematik: Variante a) Onlineredakteure / Blogger die von ihren Stories (gut) leben können, müssen wahrscheinlich einen ähnlichen Weg wie Designer gehen. Die Touristik wird sich darum bewerben, von diesen Kommunikationsikonen erwähnt zu werden. Variante b) Onlineredakteure / Blogger schaffen einen Mehrwert durch journalistische Handwerkskunst. Dann muss der Kunde/Reisende sich zu diesen Informationen Zugang schaffen, durch Abbos, pay per article, oder ähnlichem... "..damit guter Rat nicht teurer wird..." Variante c) So wie bei Coca Cola zahlt der Konsument einen kleinen Anteil für das tatsächliche Produkt/Service und einen großen Anteil für die Kommunikation. Die Hotels, Destinationen und weitere Stakeholder der Travel Industry leisten sich Kommunikationsexperten 2.0 um, anstelle eines usp, einen ucp - unique communication proposition - zu erreichen, bezahlt wird das via Hotelpreis, public funding und Flugpreis.... Bin leider nicht dabei in Berlin, freu mich aber schon sehr auf die Berichterstattung. Von @rogl & Kollegen und BloggerInnen

von Jürgen Barthel, 06.03.12, 12:24
Da sind einige gute Beiträge dabei, wäre schön, wenn ich diese "Liken" könnte ;-) Aber das nur am Rande... Ich schreibe seit 1994, erst in CompuServe (TravPro), später in Fachforen (auch FVW.de), noch später dann in Blogs (eigenen und fremden) meine Meinung. Es gibt meiner Meinung nach zwei ... drei? ... Kernfragen: 1. Fach-, Allgemein-, Halbwissen und Dummschwätzer... Die FVW-Redakteure bloggen mit einer Fachkenntnis, die sie sich beruflich angeeignet haben. Wie ging das in der Bankwerbung? Die kennen sich da aus, die machen das den ganzen Tag... Es ist aber bei der Masse der Blogs schwierig, die "Perlen" herauszupicken. Mehr als 10 Newsletter und Blogs am Tag habe ich gar nicht die Zeit zu sichten. FVW war von Anfang an dabei - die Mail mit den Tagesthemen mit Link auf "mehr" war von Anfang die ideale "neue Form". Die Druckausgabe überfliege ich, meist in der Badewanne oder auf der Toilette. Mit ePaper wär's "vor'm Einschlafen" oder in der Bahn / im Flieger - geht immer noch nicht mit iPad (unschuldigguck). Viele Blogs schreiben ab, schreiben das Gleiche, glänzen mit Halbwissen oder verärgern durch Dummschwätzerei... Wie gesagt, es kostet Zeit, die ich nicht habe, die "Perlen" herauszufinden. Im Luftverkehr gibt es auch die Frage, die richtigen "Spotter" zu finden, möglichst welche, die auch ihre Bilder "veröffentlichen". Aus Spotterkreisen weiss ich, dass das immer noch vernachlässigt wird... "Fans", die schreiben, sind optimale Multiplikatoren. 2. Quantität oder Qualität Es gibt Blogs, da wird Schaum geschlagen. Den soll ich lesen? Spätestens nach dem dritten Fehltritt steige ich doch eh aus. Gerade wo es kein B2B (wie hier) ist, werden oft emotionale Fehltritte als Information "verkauft". Ich verzichte dankend. Aber das Blog - wenn es sich entwickelt - jemals wieder zu besuchen? Das ist "schnelllebiger! Mein Vater brachte mir bei: Ein Intelligenter Mann weiss, wo es steht (in seiner Bibliothek stehend). Heute müssen wir Informationen filtern! Wer mit dabei hilft, ist mein Freund. Davon finde ich nur nicht viele... 3. Unabhängigkeit Es gibt die Blogger (wie ich selbst), die zu "Ihren Themen" schreiben. Freunde lesen es (oder auch nicht). Den Stil zu haben, dass es viele lesen, "virale Effekte" entwickelt, das ist selten und braucht auch Glück! Solche Blogger machen das "nebenher", mehr wie ein Tagebuchschreiber, was "Blog" ursprünglich ja auch war! Es gibt Blogger, die den Blog kommerziell betreiben, die FVW sicher ein prominentes Beispiel. Die "persönliche Meinung" der Redakteure zu Themen zu bekommen und zu diskuttieren ist sicherlich attraktiv. Aber unabhängig sind die Redakteure auch nicht - sie müssen schon im Hintergrund behalten, dass es sich um ein Unternehmensblog handelt. Und es gibt die Schaumschläger, die für Geld bloggen, wobei ich hier noch keine Qualität gesehen habe. Die gleichen Schaumschläger schreiben auch falsche Bewertungen in Holidaycheck & Co... Derzeit lese ich fünf private Blogs und Mailinglisten, sowie fünf Fachblogs und -mailinglisten, die ich alle über Thunderbird verfolge. (FVW, TravelTechnology.org, Anna.aero, RoutesHub und RoutesOnline). In Twitter werde ich derzeit über die Kanäle geflooded (überschwemmt), da ist die Masse der Infos zu hoch - deshalb bevorzuge ich die guten alten Newsletter. Wenn ich Details will, klick... "TMI" Too Much Information... Und zu wenige "Filter". Und zu wenig Zeit... In meinem letzten Job bekam ich - nach Filter - ca. 100 e-Mails am Tag. Also blieben einige Mails nach Sichtung bewusst "unbearbeitet". Wenn ich eine halbe Stunde investieren soll, ohne dass dies MIR (oder meinem Arbeitgeber) etwas bringt...? Ich HABE keine halbe Stunde "mal eben". Vor allem nicht, wenn ICH dann noch Geld ausgeben soll und wenn jede ungeplante Ausgabe eine geplante Ausgabe kannibalisiert. FVW, Routes, Anna, etc. liefern mir gefilterte Informationen, die ich schnell sichten und weiter filtern kann. Das muss sich aber für die rechnen, deshalb habe ich weiterhin mein Abo - nicht wegen der Druckausgabe... Weitere Infos kommen per "Social Networks", auch da sind ab und an Perlen dabei... Ca. 1 Std. gebe ich mir pro Tag für diese Aufgaben. TMI - Information Overkill... Bitte nicht noch mehr "Input"...

von Jens Fliege, 25.08.12, 06:59
Ganz kurz, weil offtopic: > Mit ePaper wär's "vor'm Einschlafen" oder in der Bahn / im Flieger - geht immer noch nicht mit iPad (unschuldigguck). Das haben wir doch schon vor einer Weile umgestellt, bitte noch mal testen. fvw kann ohne Probleme auf Tablets durchgeblättert werden.

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