Barack Obama

Doch nicht Everybody´s Darling

Barack Obama weckt Hoffnungen und Sympathien - auch in der Reiseindustrie. Jetzt holte sich der US-Präsident die erste Breitseite ab.

von Dirk Rogl, 02.03.2009, 11:59 Uhr

Beobachter des Weißen Hauses warnen schon seit Wochen: Für Barack Obama wird die Luft dünner. Trotz aller Sympathien muss der neue US-Präsident nun unbequeme Entscheidungen treffen. Mit heftiger Gegenwehr sei zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass Barack Obama sich nicht persönlich mit der Airport Security Fee an US-Flughäfen auseinander gesetzt hat. Die kostet aktuell 2,50 Dollar pro Flug und soll nach Plänen der Obama-Administration ab 2012 teurer werden. Über die Höhe haben Obamas Leute noch gar nicht geredet. Doch ausgerechnet die Association of Corporate Travel Executives (Acte), laut eigener Satzung eine gemeinnützige Fortbildungsorganisation und kein Lobby-Verband, schlägt ungewohnt deutliche Töne an. "Jede Erhöhung von Geschäftsreisekosten führt zu mehr abgesagten Reisen", kritisiert Susan Gurley, Executive Director der Acte. Und einen konstruktiven Vorschlag hat Gurley für Obamas Sicherheitsexperten auch noch parat: Statt die Flughafengebühren zu erhöhen solle das zuständige Department of Homeland Security lieber auf den Neubau eines neuen Headquarters verzichten. Das spare rund 400 Mill. US-Dollar, neue Möbel noch gar nicht eingerechnet. "Das ist ein klassiches Beispiel, warum die Regierung enger mit der Geschäftsreisebranche kooperieren sollte", erklärte Gurley. Im Grunde gibt es jetzt nur zwei Möglichkeiten: Entweder Obama folgt der Empfehlung der bislang eher unpolitisch agierenden Acte-Chefin, oder Susan Gurley ist im Weißen Haus unten durch. Einen Namen hat sie sich dort in jedem Fall gemacht.

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