Air Berlin

Die große Achim-Gala

Air Berlin feiert mit einem großen Gala-Abend in Berlin den Oneworld-Beitritt. Es gibt Lob für Joachim Hunold – aber wo war eigentlich der richtige Chairman?

von Klaus Hildebrandt, 21.03.2012, 09:30 Uhr

Mehr als 250 Geschäftspartner und Kunden von Air Berlin waren am Dienstag in der festlich hergerrichteten alt-ehrwürdigen Abflughalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof dabei, um die Aufnahme von Air Berlin in die Alllianz Oneworld mit einer Gala zu begehen. Verkehrsminister Peter Ramsauer – der von einem ausländischen Airline-CEO gefragt wurde, ob er ein "ethnic Bavarian" sei – kündigte in seiner Rede an, dass sich die Bundesregierung im Streit um den EU-Emissionshandel mit Drittländern wie China und Russland um eine diplomatische Lösung bemühen wolle, die für alle Seiten "gesichtswahrend" sein sollte. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bekannte sich erneut klar zum neuen Großflughafen BER – "auch wenn es heutzutage als Politiker nicht populär ist, sich für große Infrastrukturprojekte einzusetzen".

Und beide Redner würdigten auch die Leistung des langjährigen Air-Berlin-Chefs Joachim Hunold, der den für die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft historischen Schritt des Oneworld-Beitritts einfädelte. Da gab es auch viel Applaus vom Publikum – darunter die Chefs aller Oneworld-Mitglieder, Veranstalter- und Flughafen-Manager. Die Saal-Kamera blendete eifrig ein, wie Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn am Ehrentisch mit Ramsauer oder Etihad-Chef James Hogan plauschte oder Achim Hunold mit Wowereit und IAG-Chef Willie Walsh. Nur einer war nicht zu sehen: Air-Berlin-Chairman Hans-Joachim Körber, der ebenso wie weitere Board-Mitglieder (Air Berlin ist ja eine britische Aktiengesellschaft mit dem einstufigen Board-System) nicht bei diesem wichtigen Festakt dabei war. Wer es als ausländischer Gast nicht wusste, wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass Hunold nur einfaches Mitglied im Board und nicht dessen Vorsitzender ist.

Auch wenn Mehdorn nun nach den tiefroten 2011-Zahlen die Sanierung stemmen muss und statt Hunold auf der Bühne die Gäste begrüßte – Joachim Hunold ist eben bei Air Berlin nicht wegzudenken und die große Oneworld-Show hätte ohne ihn auch nicht stattgefunden.

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