Was Experten raten

Stress lass nach – diese Tipps helfen!

Wenn es am Counter hoch hergeht, dann können Techniken zur Stressbewältigung helfen. TravelTalk hat zwei Experten nach ihren besten Tipps gefragt – und die lassen sich ganz einfach umsetzen.

22.03.2017, 16:24 Uhr

von Ulrike Schäfer

Immer mit der Ruhe: Mit unseren Experten-Tipps klappt ein entspannter Arbeitsalltag im Reisebüro.
Foto: Shutterstock

Keine Frage: Der Alltag im Reisebüro kann ganz schön nervig sein. Die Zahl der wartenden Kunden wird immer größer, der Stapel der unerledigten Buchungen nicht kleiner, und der Chef hat gerade seine Montagslaune. Da kommt Freude auf! Doch leider lassen sich die täglichen Herausforderungen nur begrenzt beeinflussen. Wenn es stressig wird, hilft nur eins: Ruhe bewahren und klug gegensteuern. Hier sind fünf Tipps von Experten.

Abends den Folgetag planen

Am besten verschafft man sich schon am Abend vorher einen Überblick, welche Termine und Aufgaben am nächsten Tag anstehen. Dabei Prioritäten setzen: Was ist wichtig, was hat noch Zeit? Die Aufgaben schreibt man auf eine Liste oder trägt sie in den Kalender ein. Ist der Tag fertig geplant, kann man besser schlafen und muss morgens nicht mehr hektisch organisieren. „Außerdem ist es motivierend, etwas von so einer Liste zu streichen“, sagt Frank Brenscheidt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Arbeitsplatz bewusst gestalten

Ein Bild der Familie auf dem Schreibtisch oder das Foto vom letzten Urlaub als Bildschirmschoner erinnern uns daran, dass es ein Leben außerhalb des Büros gibt. „Das sind Stresskiller“, so Brenscheidt. Eine Tischpflanze versorgt uns mit Energie und verbessert das Raumklima. Um Anspannungen direkt abzubauen, ist ein Stressball geeignet, den man in der Schublade aufbewahrt und bei Bedarf nach Herzenslust knetet.

Gute Gedanken denken

Manchmal sind wir für unseren Stress selbst verantwortlich. Es sind nicht die E-Mails oder Anrufe, die nerven, sondern dass wir uns zu viele Gedanken darüber machen. „So machen wir es uns bei der Arbeit selbst schwer“, sagt Stressexpertin Ilona Bürgel. Die Buchautorin („Die Kunst, die Arbeit zu genießen“) ist überzeugt, dass die hohen eigenen Ansprüche dazu führen, dass wir uns zu viel aufhalsen. Ilona Bürgel: „Wir glauben, wir müssten noch mehr leisten, um wertgeschätzt zu werden.“ Sie rät dazu, sich zwischendurch auf die eigene Atmung zu konzentrieren, die Erdung über die eigenen Füße zu spüren und sich vorzustellen, dass Belastendes über den Boden abgeleitet wird. „Manchmal hilft es auch schon, einfach an etwas Schönes zu denken.“ Das Gehirn könne nicht unterscheiden, ob wir uns lediglich etwas vorstellen oder es tatsächlich erleben. „Eine vorgestellte Freude wird ebenso empfunden wie eine erlebte.“

Pausen richtig nutzen

„Wenn man als Reiseverkäufer die ganze Zeit auf dem Präsentierteller sitzt, muss man sich zwischendurch eine Auszeit nehmen“, rät Experte Brenscheidt. Eine gute Pausenregelung sei wichtig und sollte unbedingt eingehalten werden. Dabei können die Bedürfnisse unterschiedlich sein: Wer im Großraumbüro sitzt, braucht in der Pause Ruhe. Wer dagegen den ganzen Tag im Einzelbüro hockt, genießt den Smalltalk mit Kollegen. Aber Vorsicht: Möglichst nicht über die Arbeit reden, sonst bleibt das Stresslevel konstant. Überhaupt sind die Kollegen laut Brenscheidt eine der wichtigsten Helfer gegen Stress. „Aufmerksam sein, dem anderen Hilfe anbieten, wenn er in Arbeit erstickt – das ist die ideale Stressprävention, denn der Zusammenhalt gibt uns Sicherheit.“

Bewusst und gesund ernähren

Leider vergessen wir an turbulenten Tagen häufig, genug zu trinken. Dabei ist ein ausgewogener Wasserhaushalt wichtig für unsere Stressresistenz. Auch eine gesunde Ernährung kann Stress entgegen wirken. Dabei ist es wichtig, bewusst zu essen und zu genießen. Nachmittags darf es auch gern mal dunkle Schokolade sein. Sie regt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an. Außerdem wirkt sie gefäßerweiternd, so dass man sich fitter fühlt. Und nach der Arbeit? „Ausdauersport“, empfiehlt Brenscheidt. „Einen besseren Stressabbau gibt es nicht.“ Wer wenig Zeit hat, kann die Bewegung in den Alltag einbauen, etwa mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und die Treppe statt den Lift nehmen. „Gerade wenn wir uns erschöpft fühlen, sind die Effekte von Sport am besten“, sagt auch Buchautorin Bürgel. „Wir gehen mit einer guten Stimmung in den Abend und lassen die Ärgernisse des Tages hinter uns.“

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