Sprachkurs

Englisch für Expis

Wer Englisch kann, ist klar im Vorteil – auf Info-Reise in fernen Ländern, auf seinem Karriereweg oder bei der täglichen Arbeit.

von Astrid Schwamberger, 12.08.2011, 10:39 Uhr
Foto: iStock

Englisch ist aus der Touristik nicht wegzudenken. Check-in, Last Minute, Stopover, das gehört zum festen Wortschatz im Büro. Schwierig wird es für Reiseverkäufer, wenn es um die Kommunikation direkt mit einem Hotel in Dublin, Dubai oder Durban geht. Gerade bei Telefongesprächen saust der Puls gern mal in die Höhe.

Dana Albers passiert das nicht mehr. Die Touristikberaterin vom Intercom LCC Reisebüro in Düsseldorf ist seit einem zweiwöchigen Sprachkurs sattelfest in Englisch. „Ich habe keine Hemmungen mehr zu sprechen“, sagt sie. Internationale Kunden, die öfter im City-Büro auftauchen, bedient sie nun ganz entspannt. Um ihr Schul-Englisch aufzupäppeln, machte Dana Albers einen Intensivkurs in Australien: am College of English in Sydney. Danach reiste sie noch fünf Wochen durchs Land. Mit dem aufgefrischten Sprachwissen organisierte sie die Trips selbst. Die Reise hatte sie als Paket bei Studiosus gebucht, Unterbringung bei einer Gastfamilie inklusive. Nach dem Einstufungstest stand montags bis freitags von 8.30 bis 15 Uhr Englisch auf dem Stundenplan. „Die Themen waren auf den Alltag in Australien und den Heimatländern der Schüler bezogen und nicht nur trockene Grammatik“, erzählt sie.

Gelernt hat der Reiseprofi auch eine lupenreine Aussprache, denn ihr Lehrer sprach nicht den sonst so ausgeprägten Slang. Und gesprochen wurde viel im Unterricht. „Weil wir insgesamt nur zu zehnt waren, kam man recht oft dran“, sagt Dana Albers. In den Pausen ging es dann mit den Mitschülern – Franzosen, Schweden und Asiaten – auf Englisch weiter. Denn an der Schule sollte man ausschließlich Englisch sprechen. Die Reiseberaterin zahlte dafür 380 Euro, wurde aber von der Willy Scharnow-Stiftung gefördert. Gemeinsam mit der TUI Stiftung unterstützt das Institut Sprachkurse. Bewilligt werden die Zuschüsse, solange Geld im Fördertopf ist. Dana Albers war zum Glück schnell genug: „Ich hatte mich Anfang des Jahres online beworben.

Hier gehts zum richtigen Kurs - Beispiele

Sprachenschule 

(Etwa Berlitz, Inlingua oder www.vhs.de) Vorteil: Gruppenunterricht fördert die Kommunikation. Nachteil: Feste Zeiten. Wer mal nicht kann, muss die Lektion nacharbeiten. Tipp: Darauf achten, dass es keine Überschneidungen mit der Arbeitszeit gibt.

Sprachreise

Eetwa Carpe Diem, Sprachcaffe, Studiosus) Vorteil: Gelerntes direkt im Kontakt mit Einheimischen anwenden. Nachteil: Höhere Kosten und Gefahr, dass man nur mit Deutschsprachigen redet. Tipp: Expi-Ermäßigung erfragen.

Online-Kurs 

(Etwa www.touristik-englisch.de), Übungen per E-Mail (www.gymglish.de), PC-, Video-, Audio- Kurse (etwa Auralog, Digital Publishing, Klett, Strokes International) Vorteil: Lernen, wann man Lust hat. Weniger Hemmungen, weil keiner zuhört. Nachteil: Feedback nur bedingt, kein Austausch. Tipp: Kollegen oder Freunde dafür gewinnen und Ziele festlegen. Das motiviert.

Sprachen-Community
Iim Internet (zum Beispiel Babbel.com, Lingorilla.com, Palabea.net) Vorteil: Neue, spielerische Herangehensweise mit Community-Charakter, Spaß steht im Vordergrund. Noch sind die Beta-Versionen kostenlos. Nachteil: Die Communities sind im Aufbau. Ein paar Vokabeln lernen, ein bisschen an der Aussprache feilen, chatten, Videos herunterladen – mehr ist meist nicht drin. Tipp: Ideal als Einstieg oder als keine Auffrischung zwischendurch.

Kleine Finanzspritzen - Infos

Begabtenförderung 

Reiseverkehrskaufleute unter 25 Jahren, die mindestens mit einer Durchschnittsnote von 1,9 abgeschlossen haben, können vom Bundesbildungsministerium Stipendien etwa für Intensivsprachkurse im jeweiligen Land erhalten, in dem die Sprache Muttersprache ist. 
www.begabtenfoerderung.de

Bildungsurlaub

In zwölf Bundesländern stehen Arbeitnehmern jährlich fünf Kalendertage zu, um sich weiterzubilden. Anspruch hat, wer seit mindestens sechs Monaten Vollzeit arbeitet. Während der Freistellung fließt das Gehalt weiter wie bisher.
www.iwwb.de/links/bildungsurlaub

NRW-Bildungscheck

Expis, die in Nordrhein-Westfalen arbeiten, können die Hälfte der Kosten (bis 500 Euro) für eine berufsbezogene Fortbildung erstattet bekommen. 
www.bildungsscheck.nrw.de

Werbungskosten 

Ausgaben für Sprachkurs, Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung von der Steuer absetzen. Voraussetzung: Die Sprache wird im Job benötigt. Bei Auslandskurs schauen Finanzämter genau hin. 
www.steuer-sparbuch.de (Suchfeld: Sprachkurs).

Willy Scharnow-Stiftung

Auf Antrag können Expis bis zu 50 Prozent der Kosten für einen Sprachkurs erstattet bekommen.
www.willyscharnowstiftung.de

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