Mobbing

Was Chefs tun können

Mobbing unter Kollegen bedroht den gesamten Betrieb. Vorgesetzte können durch gezielte Maßnahmen vorbeugen.

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von Magdalena Laßmann, 10.08.2016, 14:40 Uhr
Foto: Shutterstock

Vorgesetzte, die das Betriebs- oder Teamklima im Blick haben, merken, wenn der Ton zwischen den Mitarbeitern frostiger und schärfer wird. Herrscht jetzt Mobbing-Alarm?

Mobbing ist ein weit verbreiteter Begriff. Viele Konflikte – vom kollegialem Lästern bis zur systematischen Diskriminierung – werden unter diesem Oberbegriff zusammengefasst. Mobbing im arbeitsrechtlichen Sinn ist ein gezielter Angriff auf eine bestimmte Person. Er geschieht über einen längeren Zeitraum und hat oft das Ziel, das Opfer loszuwerden. Darunter leidet nicht nur der oder die Betroffene emotional, sondern auch die Leistung des gesamten Teams.

Keine Frage: Konflikte, die das Team gefährden, sollten am besten erst gar nicht entstehen. Prävention lautet deshalb der Auftrag für die Vorgesetzten. Doch wie beugt man vor? Indem man für zufriedene Mitarbeiter sorgt.

Drei Punkte sind für die Zufriedenheit mit der Arbeit wichtig, sagt Arndt Hermans, Berater und Autor des Buches „Praktische Mobbing-Prävention: Stopp dem Psychoterror am Arbeitsplatz“: „Es gibt Studien, die nennen Kollegialität, Anerkennung und Sinnhaftigkeit der Tätigkeit als entscheidend.“ Dann sei die Stimmung gut, und es entstehe kein Nährboden für Mobbing.

Die Mitarbeiter nicht im Unklaren lassen

Laut dem Experten ist es ideal, wenn Vorgesetzte für eine offene Kommunikation untereinander sorgen. Dazu gehört, dass es Gesprächsrunden gibt, Teamarbeit gefördert wird und Mitarbeitergespräche regelmäßig stattfinden. Auch über die Entwicklung und Projekte des Unternehmens sollten die Führungskräfte informieren. Dann hätten es Gerüchte schwer. „Die Mitarbeiter müssen wissen, woran sie sind“, so Hermans. Das sei wichtig, denn Mobbing entstehe oft durch Frust und dieser häufig durch Angst – um den Job, die Karriere oder dass die Arbeit negative Auswirkungen aufs Privatleben hat.

Die Zufriedenheit eines Mitarbeiters hängt weiter davon ab, ob er gemäß seinen Fähigkeiten eingesetzt wird. Für Reisebüros oft selbstverständlich: Nicht jeder muss alle Zielgebiete verkaufen. Spezialisierung bedeutet professionellere Beratung, mehr Erfolgserlebnisse für den Einzelnen und mehr Zufriedenheit.

Auch Über- oder Unterforderung frustriert und führt zu Fehlern. Aus diesem Grund gehört ein empathisches Personalmanagement zur Mobbing-Prävention. Mitarbeitergespräche, Mentoren für Neulinge sowie Schulungen unterstützen die Personalentwicklung.

 
 
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