Ausbildung

Last-Minute-Lerntipps

Wir haben drei Expis und einen Experten gefragt, wie man sich noch in letzter Minute gut auf Prüfungen vorbereiten kann.

von Christine Watz, 26.08.2011, 00:00 Uhr
Foto: iStockphoto

Prüfungsexperte Thomas Oepen gibt Tipps, wie man sich ideal für die letzte Runde vorbereitet, und auf was man während des Tests achten sollte. Oepen ist Mitglied des Prüfungsausschusses für Reiseverkehr an der IHK Bonn/Rhein-Sieg und Geschäftsführer vom Fachverband AJT, der auch Prüfungskurse anbietet.

» Ideal ist es, mit alten Prüfungen und Wecker zu arbeiten. Denn viele unterschätzen das Zeitproblem in der schriftlichen Prüfung. Wer die Fragen durchackert, gewöhnt sich an die Fragestellungen und bekommt ein Gefühl dafür, was gemeint ist.

» Wer meint, die Fragen vom letzten Jahr kämen in diesem Jahr sicher nicht dran, kann sich irren. Denn manchmal werden nur Namen ausgetauscht. Aus einer Frau Meier wird dann eine Frau Müller, oder die Formulierung ist anders. Also Vorsicht!

» Vorsicht ist auch bei Gerüchten geboten. Keiner sollte sich darauf verlasssen, wenn es heißt: Das kommt dran, das nicht. Oft steckt nämlich nicht viel hinter diesen Gerüchten.

» Geografie lernt man am besten mit Karteikarten, auf die Azubis nur die wichtigsten Punkte schreiben. Dann kann man sich Spickzettel machen von allem, was man noch nicht so perfekt beherrscht. Natürlich ohne sie in der Prüfung zu verwenden ... Denn beim Aufschreiben lernt man in der Regel sowieso alles und braucht keinen "echten" Spickzettel.

» In der Prüfung selbst sollte jeder immer mit der Aufgabe anfangen, die ihm am leichtesten fällt. Also erst Punkte einheimsen. Das Plus: Es gibt den Auszubildenden Sicherheit. Erst dann mit den anderen Fragen anfangen. Und: Nichts unbeantwortet lassen. Selbst, wenn man nichts weiß. Die Chancen, dass etwas doch stimmt, sind groß – vor allem bei Multiple Choice. Minuspunkte gibt’s schließlich nicht.

Tipps von Expis

Foto: Privat

Britta Krabbe, Reisecenter Alltours, Borken: „Mir hat das Prüfungsseminar des AJT sehr geholfen: Rechnungswesen- und Wirtschaftslehre. Das Wissen wird komprimiert. Man weiß dann, was man alles schon kann und wo es noch hakt. Zudem rate ich allen, sich nicht verrückt zu machen. Viele gehen beim Lernen zu sehr ins Detail. Es reicht aber, einen guten Überblick über die Länder zu haben. Keiner muss jedes kleine Dorf kennen.“





Foto: Privat
Kim Julia Wurm, Reisebüro Reisefieber, Kassel:
„Ich empfehle allen Azubis am besten eine Kollegin fürs Lernen einzuspannen. Meine erfahrene Kollegin fragt mich jetzt zum Beispiel jeden Tag zu einem Gebiet ihrer Wahl ab. Ohne dass ich vorher weiß, was kommt. Diese Form der Selbstprüfung ist praxisnah und gibt mir auch Bestätigung, so dass ich weniger aufgeregt bin.“







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Katharina Nagel, Eibacher Reisebüro Reisefieber, Nürnberg:
„Wichtig ist es, zwischen der Lernerei bis zur Prüfung auch immer genug Pausen zu machen. Ich büffle zwei bis drei Stunden und klinke mich dann eine halbe Stunde aus. Beim Lernen wechsle ich die Fächer danach immer. Einen Tag lang Buchführung, das ist zu eintönig.“

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