Veränderungen 2015

Neue Regeln für Pflegebeiträge und Elterngeld

Neues Jahr, neue Gesetze: Zum 1. Januar 2015 traten gleich zahlreiche neue Regelungen rund um die Arbeitswelt in Kraft.

29.01.2015, 08:52 Uhr
Foto: Fotolia

Der Mindestlohn, das Elterngeld Plus sowie das Pflegestärkungsgesetz sind für Unternehmen und natürlich auch für ihre Mitarbeiter besonderes interessant. Von einer der neuen Regelungen profitieren vor allem Eltern, die in Teilzeit arbeiten. So soll das Elterngeld Plus helfen, Beruf und Familie besser zu vereinen. Möglich ist da bei eine Kombination von Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus. Was sich mit dem neuen Elterngeld Plus genau ändert: Die Bezieher bekommen zwar nur die Hälfte des herkömmlichen Elterngel des, dafür doppelt so lange, sprich 24 Monate. Um weitere vier Monate, also auf 28, lässt sich der Bezug sogar aufstocken, wenn Mutter und Vater beide zwischen 25 und 30 Wochenstunden im Job tätig sind. Zudem ist es möglich, 24 Monate der dreijährigen Elternzeit erst später zu nehmen – und zwar bis zum achten Lebensjahr des Nachwuchses. Die neue Regelung gilt allerdings erst bei Geburten ab dem 1. Juli 2015.

Auch die Situation der Angehörigen von Pflegebedürftigen hat sich verbessert. Seit dem Jahresbeginn gilt das Pflegestärkungsgesetz 1: Tritt eine Pflegesituation ein, können sich Arbeitnehmer kurzfristig und bis zu zehn Tage von ihrer Arbeit befreien lassen. Konkret ist der dadurch entstehende Entgeltausfall noch nicht geregelt. Die Erhöhung des Pflegebeitrags von 0,3 Prozentpunkten auf 2,35 Prozent für Personen mit Kindern sowie auf 2,6 Prozent für Kinderlose soll den Ausgleich gewährleisten.

Noch in Planung ist derzeit das Pflegestärkungsgesetz 2, das die Unterscheidung von Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen und Demenzkranken aufhebt. Jedoch ist nicht damit zu rechnen, dass der zweite Gesetzesentwurf vor dem Jahre 2017 wirksam wird.

Lange diskutiert und nun umgesetzt wurde auch der gesetzliche Mindestlohn, der allen Beschäftigten ein existenzsicherndes Einkommen garantieren soll. Bis auf einige wenige Ausnahmen, beispielsweise Langzeitarbeitslose, Jugendliche und teilweise auch Praktikanten, arbeitet kein Angestellter mehr unter einem Stundenlohn von 8,50 Euro (fvw 21/14, S. 20).

0

Aktuelle Jobs und Stellenangebote, ob im Reisebüro, bei Reiseveranstaltern oder im Business Travel – hier finden Sie den Job der wirklich zu Ihnen passt. zu den Touristikjobs

 
Folgen Sie uns:
Top
© 2018 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Über uns FAQ Impressum AGB Datenschutz Kontakt Mediadaten