Studie

Recruiting geht an Azubis vorbei

Das Problem ist bekannt: Immer mehr Unternehmen finden keine Azubis. Fast 49.000 Lehrstellen blieben 2017 unbesetzt, so die Bundesagentur für Arbeit.

von Evelyn Sander, 18.07.2018, 09:26 Uhr
Foto: Illustration: Getty Images

Doch statt im Recruiting neue Wege zu gehen, halten die meisten Firmen an ihren Auswahlmethoden fest. Dabei haben Azubis die Wahl: 57 Prozent der Bewerber haben mehr als ein Jobangebot, so die U-Form-Studie „Azubi-Recruiting Trends 2018“.

Doch statt Bewerber für sich zu begeistern, stehen in Stellenanzeigen die Anforderungen der Firmen im Vordergrund. Dagegen erwarten drei Viertel der Bewerber vor allem Informationen über berufliche Möglichkeiten nach der Ausbildung. Ähnlich driften die Vorstellungen und Erwartungen in den Bewerbungsgesprächen auseinander, stellt die Studie fest. Während über 57 Prozent der künftigen Azubis gern danach gefragt werden würden, wie für sie ein attraktives Arbeitsumfeld aussehen könnte, kreisen Unternehmen gern um sich selbst und die Allerweltsfrage, warum man sich ausgerechnet bei ihnen beworben hat.

Wer jetzt voll auf Digitales setzt, liegt mitunter auch daneben. Azubis emfinden soziale Medien im beruflichen Umfeld als eher unseriös und Eingriff in die Privatsphäre. Rund 53 Prozent möchten, dass Firmen Whats App im Bewerbungsverfahren „gar nicht einsetzen“.

Vorbilder bei der Berufswahl sind weniger Youtube-Stars, sondern Eltern (77 Prozent), Freunde (54 Prozent) und Unternehmensvertreter (50 Prozent). Hier gibt es laut der Studie noch viel Potenzial für besseres Marketing: Zwar wissen 75 Prozent der Ausbilder um die entscheidende Rolle der Eltern, aber nur 35,6 Prozent beziehen sie oft mit ein.

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