Recht

Krank ist krank?

Arbeiten trotz Krankschreibung? Lesen Sie hier, welche Rechte und Pflichten für Mitarbeiter und Chefs gelten.

von Nadine Wiesenthal, 04.11.2014, 10:20 Uhr
Foto: Thinkstock

Kaum fallen die ersten braunen Blätter von den Bäumen, rollt auch schon die erste Erkältungswelle an. Oft kommen die Viren aber genau dann, wenn es der Arbeitgeber gar nicht gebrauchen kann, zum Beispiel mitten in einem wichtigen Projekt oder kurz vor einer Abgabe. Doch laut Arbeitsrechtlerin Sabine Fuhrmann gilt: „Krank ist nicht gleich krank“.

Ausschlaggebend dafür ist die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters. Das heißt, der Angestellte ist nicht mehr in der Lage, die ihm übertragene Aufgabe zu erfüllen. Dafür muss der Arbeitnehmer aber seinen Mitwirkungs- und Informationspflichten nachkommen. Laut Gesetz muss er sich also spätestens am dritten Tag seines Fernbleibens eine Krankschreibung vom Hausarzt holen.

In eInIgen ArbeItsverträgen ist geregelt, dass der Gang zum Arzt bereits am ersten Tag erfolgen muss. Ganz wichtig: Auch bei 40 Grad Fieber muss der Arbeitnehmer dafür sorgen, dass die Krankschreibung bei seinem Unternehmen ankommt. Zudem gibt es in den Firmen oft Regelungen, wann die Krankmeldung spätestens erfolgen sollte und in welcher Form.

Trotzdem kann in bestimmten Fällen verlangt werden, dass der Beschäftigte zum Beispiel auf Anrufe seines Arbeitgebers reagiert. Das gilt insbesondere, wenn er einen speziellen Verantwortungsbereich innehat, beispielsweise als leitender Angestellter oder als IT-Administrator. Voraussetzung: Der Vorgesetzte sollte dabei aber stets seiner Fürsorgepflicht nachkommen.

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