Recht

Fortbildungen steuerlich nutzen

Wie Arbeitgeber die Kosten für Fortbildungen steuerlich geltend machen können und worauf Mitarbeiter bei der Einkommensteuererklärung achten sollten.

25.06.2015, 08:49 Uhr
Foto: iStockphoto

Bessere Qualifikation, Mitarbeitermotivation, Vorteile im Wettbewerb: Fortbildungen für die Beschäftigten sind eine lohnende Investition. Damit der Arbeitgeber die Kosten als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen kann, ist vor allem eins entscheidend: „Die Fortbildung muss von betrieblichem Interesse sein“, sagt Thomas Frenken, Steuerberater und Geschäftsführer der Steuerkanzlei „Grimm und Frenken“ aus Gilching bei München.

Mit anderen Worten: Die Schulung bringt den Beschäftigten in seiner aktuellen Position weiter oder qualifiziert ihn für eine höhere Stelle im Unternehmen. Daher seien weder die Dauer noch der Umfang relevant, so Frenken. Auch ein Zweitstudium gehört dazu. Und: Bezahlt der Chef die Fortbildung, ist dies für den Mitarbeiter einkommensteuerlich nicht relevant, also nicht lohnsteuerpflichtig – sofern der berufliche Bezug vorhanden ist.

Weitere Möglichkeiten für Mitarbeiter-Fortbildungen

Neben dem Kostenbeteiligungsmodell, bei dem das Unternehmen die Kosten ganz oder anteilig trägt, ist eine Erfolgsprämie denkbar: Der Mitarbeiter finanziert die Fortbildung selbst, kann diese als Werbungskosten geltend machen und bekommt nach erfolgreichem Abschluss eine (lohnsteuerpflichtige) Prämie von der Firma. Zu Werbungskosten wie auch Betriebsausgaben gehören beispielsweise Fahrten zur Schulungsstätte, Übernachtungen oder Lehrmaterial.

Eine weitere Alternative sind Arbeitszeitmodelle, bei denen der Beschäftigte etwa zur Prüfungsvorbereitung freigestellt wird oder am Arbeitsplatz lernen darf. Denkbar wäre ebenfalls ein Mitarbeiterdarlehen.

Hier bezahlt der Arbeitgeber die Fortbildungskosten und das Darlehn ist nach einer zu vereinbarenden Betriebszugehörigkeit abgegolten. Das bindet den Beschäftigten an das Unternehmen.

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