Mitarbeitergespräche

Sprachlose Chefs

Das Gespräch zwischen Chef und Mitarbeitern kommt in den Unternehmen zu kurz: Nicht einmal jeder zweite Arbeitnehmer (45 Prozent) gibt an, dass er im vergangenen halben Jahr mit dem Vorgesetzten ein Gespräch über seine Arbeitsleistung geführt hat.

von Evelyn Sander, 06.04.2016, 09:07 Uhr
Foto: Thinkstock

Mit Folgen für die Motivation: Nur 16 Prozent der Kollegen sind mit Herzblut bei der Arbeit, die große Mehrheit (68 Prozent) macht Dienst nach Vorschrift, und 16 Prozent haben bereits innerlich gekündigt, so der aktuelle Engagement-Index 2015 des Beratungsunternehmens Gallup. Die Werte haben sich damit im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert.

Ein wichtiger Hebel für mehr Motivation im Job seien Dialoge zwischen Vorgesetzten und Arbeitnehmern. „Die Frequenz von Mitarbeitergesprächen muss erhöht werden – auf mindestens zweimal im Jahr“, rät Studienleiter Marco Nink von Gallup in Berlin. Auch zwei bis drei kurze Gespräche zwischendurch seien sinnvoll.

„Damit Mitarbeitergespräche eine leistungssteigernde Wirkung entfalten, müssen einige Faktoren stimmen“, sagt Nink. Statt des üblicherweise starren Austausches seien maßgeschneiderte Dialoge gefragt. Vermittelt werden sollten klare Erwartungen, Prioritäten und Verantwortlichkeiten, bei denen Mitarbeiter ihre Stärken ausleben können.

Der Alltag sieht anders aus: Nur bei 18 Prozent der Mitarbeiter standen die Stärken im Fokus des Gesprächs, viel häufiger gehe es um persönliche Schwächen. So verpufft jedoch die positive Wirkung: Nur bei 22 Prozent der Kollegen habe sich nach dem Austausch die Leistung verbessert, bei den meisten wurde das motivierende Ziel verfehlt.

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