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Die neuen Gehälter am Counter und bei Veranstaltern

Ab April steigen die tariflich vereinbarten Gehälter in der Touristik. Über alle Berufsgruppen und Lohnstufen hinweg gibt es 1,5 Prozent mehr – darauf hatten sich jüngst Arbeitgeber und Gewerkschaft geeinigt.

19.01.2017, 07:37 Uhr
Und wie viel verdiene ich jetzt? Reiseverkäufer müssen neu rechnen – ab April steigen die Gehälter.
Foto: Thinkstock

Zu den Großverdienern gehören die Beschäftigten in der Touristik wirklich nicht. Folgt man dem Branchenindex des Hamburger Vergütungsspezialisten Compensation Partner, dann liegen die Gehälter in der Reisebranche knapp zehn Prozent unter dem Durchschnitt der insgesamt 61 untersuchten Berufsgruppen.

Deshalb ist es erst einmal erfreulich, dass sich die in der DRV-Tarifgemeinschaft zusammengeschlossenen Arbeitgeber mit der Gewerkschaft Verdi jüngst auf einen neuen Gehaltstarifvertrag für die Touristik geeinigt haben. Einen warmen Geldregen sollte deshalb aber niemand erwarten. Es tröpfelt eher. Denn die Gehälter werden zum 1. April um 1,5 Prozent angehoben. Das gilt über alle Gruppen und Lohnstufen hinweg. Darüber hinaus erhalten Beschäftigte im Januar und Juli je eine Einmalzahlung in Höhe von 0,5 Prozent ihres individuellen Jahresgehalts. Auch die Azubis bekommen mehr: 75 Euro pro Monat.

Wie viel genau jeder verdient, das zeigt unsere Tabelle, die wir am Ende dieses Artikels als Download-Link hinzugefügt haben.

Leicht verändert hat sich auch die Leistungszulage in der obersten Lohnstufe. Dieser Aufschlag für Mitarbeiter, die mindestens seit acht Jahren in der jeweiligen Beschäftigungsgruppe arbeiten, bringt je nach Gruppe drei beziehungsweise vier Euro mehr fürs Sparschwein.

Nur 100 Firmen sind tarifgebunden

In den Genuss der verbesserten Bezüge werden aber längst nicht alle Beschäftigten in der Touristik kommen. Verbindlich ist das Lohnplus allein in den etwa 100 tarifgebundenen Unternehmen der Branche. Die Zahl der hier Beschäftigten liegt laut der DRV-Tarifgemeinschaft bei 15.000 – bei etwa 70.000 Mitarbeitern in der Branche. Zwar dient der Flächentarif auch für nicht gebundene Firmen oft als Orientierung. Aber: Dieser Effekt ist mittlerweile offenbar eher begrenzt. So gaben jetzt bei einer Umfrage des fvw-Schwestermagazins TravelTalk drei Viertel der Teilnehmer an, dass sie nicht von der nun vereinbarten Gehaltserhöhung profitieren – und das bei Löhnen, die schon jetzt unter dem aktuellen Tarifniveau liegen. (MAJ/BAR)

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