Lateinamerika

Peru setzt auf die Moche-Kultur

Peru freut sich in diesem Jahr auf ein besonderes Highlight: Machu Picchu, die bekannteste Attraktion des Jahres, feiert das 100. Jubiläum seiner Entdeckung. Im vergangenen April sah es für die Sehenswürdigkeit jedoch alles andere als feierlich aus.

von Cathrin Lührs, 25.03.2011, 17:00 Uhr
Foto: Hemera

Die Peruaner mussten im vergangenen Frühjahr um ihre beliebteste Touristenattraktion bangen: Machu Picchu wurde nach starken Regenfällen und Überschwemmungen für mehrere Wochen geschlossen. Im Tourismus hat sich das schnell niedergeschlagen, es kamen in dieser Zeit weniger Besucher in das Land.

Die staatliche Tourismusorganisation Prom Perú will deshalb andere Regionen des Landes stärker vermarkten und sie bei den Urlaubern bekannter machen. „So etwas wie mit Machu Picchu darf uns nicht wieder passieren“, sagt Magaly Aliaga, bei Prom Perú zuständig für den deutschen Markt. „Wir möchten vor allem die Moche-Kultur bekannter machen, um eine Alternative zu Machu Picchu zu schaffen.“

Was viele nicht wissen: Die Moche-Kultur ist rund 1000 Jahre älter als die der Inkas, die auch Machu Picchu erschufen. „Es ist also nur logisch, eine Peru-Reise im Norden zu beginnen“, ist Aliaga überzeugt. So würde man die Sehenswürdigkeiten auch in der richtigen geschichtlichen Reihenfolge erleben können, denn Machu Picchu liegt im Süden des Landes. Wer sich auf die Spur der Moche-Kultur begeben will, kann das auf vier vorgefertigten Themenrouten tun.

Trotz des neuen Vermarktungsansatzes wird die Inka-Stätte auch 2011 eine große Rolle spielen. Die Entdeckung Machu Picchus jährt sich nämlich zum 100. Mal. Das soll im Juni gefeiert werden, ein Komitee plant das Event derzeit.

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