Lateinamerika

Brasilien zeigt seine vielen Gesichter

Im lateinamerikanischen Tourismus tut sich derzeit jede Menge. Viele Länder wollen mit neuen Strategien mehr Gäste aus Deutschland anziehen. In einer fünfteiligen Serie stellen wir Dir die Neuheiten vor.

von Cathrin Lührs, 23.03.2011, 16:45 Uhr
Foto: Jupiterimages

Wer nach Brasilien reist, denkt meist zuerst an die Metropole Rio de Janeiro und die Wasserfälle von Iguaçu. Damit soll nach dem Willen des neuen Embratur-Präsidenten Mário Moysés jetzt Schluss sein. „Wir wollen zeigen, dass Brasilien sehr unterschiedliche Seiten hat“, sagt er. Daher will er künftig einzelne Segmente wie Strände, Natur, Tierwelt, Sport und Abenteuer stärker bewerben. Auch Ökotourismus sei ein wichtiges Thema, „da der deutsche Markt daran sehr interessiert ist.“

Die neue Linie des brasilianischen Fremdenverkehrsamts wird vor allem im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft gefahren, die 2014 in zwölf verschiedenen Städten ausgetragen wird. Moysés weiß, dass das Fußball-Ereignis Urlauber aus aller Welt und vor allem aus Europa anziehen wird. „Ich möchte aber, dass das Land auch nach der WM in den Köpfen der Menschen bleibt und sie wiederkommen“, so Moysés.

Für die Fußball-WM wird derzeit dennoch einiges getan. Allein für den öffentlichen Nahverkehr investiert Brasilien vier Milliarden US-Dollar in den Gastgeber-Städten. Weitere 2,5 Milliarden werden in die Airports gesteckt und zwei Milliarden in die Arenen. Einige der Stadien werden neu gebaut, andere modernisiert. Dafür hat sich Brasilien die Expertise deutscher Ingenieure eingekauft, die auf diesem Feld schon Erfahrung haben. Zudem wird kräftig in den Tourismus investiert. Unter anderem erhalten alle, die in diesem Sektor beschäftigt sind, Schulungen in Sachen Service sowie in Englisch und Spanisch. Auch die Schilder in den Städten werden in zusätzlichen Sprachen dargestellt.

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