Weitere Erdrutsche drohen

Zahl der Erdbebenopfer auf Hokkaido steigt

Nach dem fatalen Erdbeben in Nordjapan haben Hunderttausende Haushalte noch immer keinen Strom. Während die Einsatzkräfte weiter nach Vermissten suchen, droht den Menschen in der Region neue Gefahr.

Nach dem schweren Erdbeben in Nordjapan geht die Suche nach Überlebenden weiter. Nach Angaben der Regierung gibt es mittlerweile mindestens 16 Tote. Weitere 26 Menschen werden auf der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaido noch vermisst. Mehr als 1,5 Mio. Haushalte seien derweil weiter von der Stromversorgung abgeschnitten. Bis das Stromnetz wieder vollständig instand gesetzt sei, werde es vermutlich noch mehrere Tage dauern, heißt es. Rund 42.000 Haushalte seien zudem von der Wasserzufuhr abgeschnitten.

Das Beben der Stärke 6,7 hatte die Menschen am Donnerstagmorgen um kurz nach 3 Uhr im Schlaf überrascht. Rund 300 Menschen wurden verletzt. Etwa 6400 Menschen mussten die Nacht zum Freitag in Notunterkünften verbringen, während die Region von bereits rund 100 Nachbeben weiter erschüttert wird. Die Meteorologische Behörde warnte auch für die nächsten Tage mit andauernden Nachbeben.

Japans Fernsehsender zeigten Bilder von völlig zerstörten Wohngebäuden und aufgerissenen sowie mit Schlamm überschwemmten Straßen. Während die Einsatzkräfte in der von massiven Erdrutschen betroffenen Stadt Atsuma weiter nach möglichen Überlebenden suchten, wurden die Aufräumarbeiten in der Katastrophenregion fortgesetzt. Unterdessen drohte den Menschen dort neue Gefahr: Für das Wochenende wird starker Regen erwartet, was weitere Erdrutsche auslösen könnte. (dpa)

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