Wegen Coronavirus

Nepal verbietet Mount-Everest-Besteigungen

Wegen des neuartigen Coronavirus streicht Nepal alle bereits erteilten Genehmigungen zur Besteigung des Mount Everest in der Hauptklettersaison im Frühling.

Außerdem gebe es bis Ende April keine Visa direkt bei der Ankunft mehr, sagte ein Sprecher der nepalesischen Tourismusbehörde. Zuvor hatte bereits China, von wo aus man den 8848 Meter hohen Berg auch besteigen kann, die Expeditionen abgesagt.

Die Mount-Everest-Hauptsaison dauert von April bis Ende Mai und der Tourismus ist für Nepal eine der wichtigsten Einnahmequellen. Eine Genehmigung zur Besteigung des Mount Everest kostet in dem armen Land 11.000 US-Dollar (umgerechnet 9800 Euro).

Experten hatten Nepal schon in den vergangenen Jahren kritisiert, zu viele Everest-Genehmigungen auszustellen – auch an zu unerfahrene Bergsteiger. Im vergangenen Frühling ging ein Foto viral, dass Bergsteiger zeigt, die auf dem Everest Schlange stehen. Im vergangenen Mai waren innerhalb weniger Tage elf Kletterer bei der Besteigung gestorben.

Seit der Erstbesteigung 1953 haben mehr als 5000 Männer und Frauen den Everest erklommen. Mehr als 300 kamen dabei ums Leben.
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