Vermietung von Ferienwohnungen

Städtetag will Airbnb und Co stärker kontrollieren

Wo der Wohnraum knapp ist, wie etwa in Berlin, sollen Wohnungen nur noch unter Auflagen als Ferienunterkunft vermietet werden können.
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Wo der Wohnraum knapp ist, wie etwa in Berlin, sollen Wohnungen nur noch unter Auflagen als Ferienunterkunft vermietet werden können.

Geht es nach dem Deutschen Städtetag soll die Vermietung von Ferienwohnungen künftig nur noch unter Auflagen möglich sein. Auch Portale wie Airbnb und Booking.com sollen stärker in die Pflicht genommen werden.

Der Deutsche Städtetag setzt sich dafür ein, dass die Vermietung von Wohnraum über Internetportale künftig nur noch unter Auflagen möglich ist. Wer in Gegenden mit Wohnraummangel seine Wohnung ständig als Ferienwohnung vermieten wolle, solle dafür künftig eine Genehmigung beantragen müssen, sagte der Präsident des Städtetages, Markus Lewe, am Mittwoch in Lübeck. Er forderte entsprechende Gesetzesänderungen vom Bund und den Bundesländern.

„Eine Anzeigepflicht von Vermietern gegenüber der Kommune in Kombination mit der verpflichtenden Angabe einer anonymisierten Aktennummer im Vermietungsangebot erscheint uns als richtiger Weg, um lokale Verbote zur Zweckentfremdung von Wohnraum kontrollieren zu können“, sagte Lewe.

Außerdem müssten Bund und Länder die Anbieter von Vermietungsplattformen wie Airbnb, Booking.com und Wimdu verpflichten, Anfragen der Städte zu Beherbergungsanbietern zu beantworten. „Da viele dieser Plattformen ihren Sitz im Ausland haben, muss die EU-Kommission die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen“, sagte der Städtetagspräsident.

Es gehe dem Städtetag dabei auch um Steuergerechtigkeit gegenüber Hotels und gewerblichen Ferienwohnungsvermietern, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy. (dpa)


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