Klimarat bilanziert

Buschbrände verursachen in Australien Milliardenschäden

Die Buschbrände in Australien haben einer Schätzung zufolge allein im Tourismus einen Schaden von umgerechnet mindestens 2,6 Mrd. Euro ausgelöst.

Das geht aus einer Bilanz des australischen Krisensommers hervor, den der Klimarat veröffentlicht hat. Fast 80 Prozent aller Australier seien von den Folgen der monatelangen Brände direkt oder indirekt betroffen gewesen, erklärte der Climate Council.

"Ich kämpfe seit 50 Jahren gegen Feuer – und einen australischen Sommer wie diesen habe ich noch nie erlebt", sagte der frühere Feuerwehrchef des am schwersten betroffenen Bundesstaats New South Wales, Greg Mullins. Der Klimawandel habe die noch dagewesenen Feuer angeheizt. Laut der Mitteilung gingen zwischen November und Februar bei den Versicherungen in vier Bundesstaaten 23.000 Schadensmeldungen ein.

Insgesamt brannten in Australien über Monate 12,5 Mio. Hektar nieder, das ist mehr als ein Drittel der Fläche von Deutschland. 33 Menschen starben, 3000 Häuser wurden zerstört. Premierminister Scott Morrison sprach von einem "Schwarzen Sommer" fürs Land. Besonders schlimm war die Situation im Januar und im Südosten. In den vergangenen Wochen half der Regen, die Lage unter Kontrolle zu bringen, er löste aber auch Überschwemmungen aus.
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