US-Sanktionen

Kuba erwartet 10 Prozent weniger Touristen

Die MSC Armonia im Hafen von Havanna: Das Anlaufverbot für Kuba sorgt bei den Reedereien für große Unsicherheit.
Oliver Graue
Die MSC Armonia im Hafen von Havanna: Das Anlaufverbot für Kuba sorgt bei den Reedereien für große Unsicherheit.

Die kürzlich verhängten US-Sanktionen zeigen schon Wirkung: Kuba rechnet in diesem Jahr mit weniger Touristen als 2018.

Kuba erwartet als Folge von US-Sanktionen in diesem Jahr rund zehn Prozent weniger Touristen als 2018. Ursprünglich habe der Karibikstaat für 2019 mit 5,1 Mio. Besuchern gerechnet, sagte Tourismusminister Manuel Marrero vor dem Parlament in Havanna. Nach den jüngsten Strafmaßnahmen der USA erwarte man nur noch etwa 4,3 Mio. Besucher.


Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte im Juni Reisen amerikanischer Bürger nach Kuba eingeschränkt und auch Kreuzfahrten in das kommunistisch regierte Land gestoppt.

Vor Inkrafttreten der Maßnahmen hätten bis April rund 409.000 Menschen bei Kreuzfahrten an der Insel Halt gemacht. Für das verbleibende Jahr beträfen die Einschränkungen der Schifffahrten mehr als 560.000 US-Bürger, sagte Marrero weiter. Dazu müssten noch weitere Reisende aus anderen Staaten gerechnet werden, die über dieselben Routen ins Land kämen.

Die Tourismusbranche ist eine wichtige Einnahmequelle für Kuba, vor allem seit dem Rückgang der Zusammenarbeit mit dem sozialistischen Krisenland Venezuela, in dem sich Regierung und Opposition seit Monaten einen erbitterten Machtkampf liefern. "Der Tourismus ist eine der Aktivitäten, die am meisten Geld ins Land bringen", sagte Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bei der Parlamentssitzung.

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