TUI-Chef

Joussen sieht Tourismus als regionalen Entwicklungshelfer

TUI-Chef Fritz Joussen sorgt sich, wie Tunesien ohne den Tourismus über die Runden kommen soll.
Lenthe/touristik-foto
TUI-Chef Fritz Joussen sorgt sich, wie Tunesien ohne den Tourismus über die Runden kommen soll.

Der Massentourismus sorgt in einigen Destinationen für Proteste der Einheimischen. Jetzt hat TUI-Chef Fritz Joussen in der Diskussion um die Schattenseiten des Reisebooms vor vorschnellen Schlüssen gewarnt.

„Wenn Leute aus Wohnraum gedrängt werden, hat das nichts mit Tourismus zu tun“, sagte der Chef des weltgrößten Tourismuskonzerns am Mittwochabend in Frankfurt. Er glaube, dass Tourismus helfe, die Entwicklung von Regionen zu verbessern, sagte Joussen.

„Was passiert zum Beispiel mit Tunesien, wenn keiner mehr hinfährt?“, sagte Joussen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit müssten aber beachtet werden. So steuerten TUI-Kreuzfahrtschiffe den Hafen von Venedig nicht an.

Der Massentourismus sorgt in einigen Reisegebieten inzwischen für Proteste der Einheimischen. Auf Mallorca, der Lieblingsinsel der Deutschen, gingen im Sommer 2017 Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Auswüchse des Reisebooms zu protestieren. Der Unmut in Kreuzfahrt-Häfen wie Venedig und Dubrovnik ist ebenfalls groß. Das Thema „Overtourism“ steht auch auf der Agenda der diesjährigen Reisemesse ITB in Berlin (7. bis 11. März). (dpa)


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