Türkei

Inbetriebnahme des neuen Istanbuler Flughafens stockt

Der neue Mega-Flughafen von Istanbul will mit seiner Architektur beeindrucken. Mit der Inbetriebnahme dauert es allerdings noch ein wenig.
IGA
Der neue Mega-Flughafen von Istanbul will mit seiner Architektur beeindrucken. Mit der Inbetriebnahme dauert es allerdings noch ein wenig.

Der neue Istanbuler Mega-Airport wird voraussichtlich später an den Start gehen als geplant. Wie die türkische Nachrichtenagentur DHA berichtet, soll der Umzug vom alten Flughafen Atatürk zum neuen Großflughafen erst im März erfolgen statt Ende Dezember.

Bei der Flughafen-Betreiberfirma IGA heißt es aktuell: „Gestern gab es dazu ein weiteres Treffen zwischen Turkish Airlines, der IGA, der staatlichen Flughafen-Aufsicht DHMI und dem Verkehrsministerium.“ Allerdings habe die Leitungsebene noch keine offizielle Stellungnahme herausgegeben. So eine Erklärung könne es am Nachmittag oder am Donnerstag geben, wie auch ein Sprecher der halbstaatlichen Turkish Airlines sagte. Sprecher des Verkehrsministeriums wollten zunächst keine Auskunft erteilen.

Die Frage ist ein Politikum. Der Mega-Flughafen, der in der ersten Phase nach Angaben der IGA etwa 90 Mio. Reisende im Jahr abfertigen kann, ist ein Prestigeprojekt von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Er hatte das Projekt in rund vier Jahren aus dem Boden stampfen lassen.

Eigentlich hatte der Flughafen schon am 29. Oktober in Betrieb gehen sollen. Erdogan hatte ihn damals feierlich eröffnet, der Umzug musste wegen Verzögerungen bei Bauarbeiten und Tests aber zunächst auf den 29. Dezember verschoben werden. Danach sollte er den chronisch überlaufenen Atatürk-Airport ersetzen. Nach kompletter Fertigstellung soll er 200 Mio. Reisende pro Jahr abfertigen können. Das würde ihn nach derzeitigem Stand zum größten Flughafen der Welt machen.

Zu den möglichen Gründen einer weiteren Verspätung wurde zunächst nichts bekannt. Die Zeitung „Cumhuriyet“ und BBC Türkei zeigten Bilder, auf denen einige Flughafen-Areale nach schweren Regenfällen unter Wasser standen. (dpa)

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