Tropischer Wirbelsturm

Taifun "Kammuri" bedroht Philippinen

Schulen bleiben geschlossen, Flüge werden gestrichen: Auf der philippinischen Hauptinsel Luzon wappnen sich die Menschen für die Ankunft von Taifun "Kammuri".

Ausläufer des tropischen Wirbelsturms brachten am Montag bereits starke Regenfälle und heftige Winde in die östliche Region Bicol, wie der nationale Wetterdienst meldete. Ein Mensch starb nach Angaben der Polizei an einem Stromschlag. 212.000 Menschen mussten aus Angst vor Überschwemmungen und Erdrutschen ihre Häuser verlassen.

Die Behörden sprachen für Dutzende Provinzen Warnungen aus, darunter auch für die Metropolregion der Hauptstadt Manila, wo der internationale Flughafen nach Angaben des Betreibers am Dienstag vorübergehend geschlossen bleiben sollte. Der Wetterdienst rechnete damit, dass "Kammuri" zwischen Montagabend und Dienstagmorgen philippinischer Zeit im Osten des Inselstaates auf Land trifft.

An mehreren Häfen saßen nach Behördenangaben insgesamt mehr als 4000 Menschen fest, da Fähren wegen der stürmischen See nicht aufs Meer durften. Bei den Südostasienspielen, die noch bis zum 11. Dezember in und um Manila stattfinden, seien mehrere Wettbewerbe verschoben worden.

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht. Erst Anfang November riss Taifun "Nakri" vier Menschen in den Tod, unter ihnen zwei Kinder. Einer der stärksten Taifune, "Haiyan", traf im Jahr 2013 den Inselstaat. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, rund vier Millionen verloren ihr Zuhause.
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