Touristenattraktion Checkpoint Charlie

Berliner Bezirk untersagt Fotos mit Fake-Soldaten

Der Checkpoint Charlie ist eine Berliner Touristenattraktion. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will dort nun das Fotografieren mit Soldaten-Darstellern unterbinden.
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Der Checkpoint Charlie ist eine Berliner Touristenattraktion. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will dort nun das Fotografieren mit Soldaten-Darstellern unterbinden.

Soldaten-Darsteller, die von Touristen Geld für Fotos verlangen – am berühmten Berliner Checkpoint Charlie soll es das nicht länger geben. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat angekündigt, dagegen vorzugehen.

Grund seien die vielen Beschwerden von Bürgern und Touristen, teilte das Bezirksamt auf Anfrage mit. "Dem Betreiber wurde mitgeteilt, dass die Duldung ab sofort aufgehoben ist und er mit Verfolgung einer Zuwiderhandlung rechnen muss", so die Aussage des Amtes. 

Passanten seien gedrängt beziehungsweise "regelrecht genötigt" worden, am Kontrollhäuschen für ein Foto mit den Schaustellern zu zahlen, begründete der Bezirk den Schritt. Demnach fiel die Entscheidung bereits im August. Sollten die Schausteller ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, werde das Ordnungsamt im Rahmen seiner Personalkapazitäten das Verbot durchsetzen – gegebenenfalls mit Unterstützung der Polizei. 

Laut Medienberichten kassierten falsche Soldaten pro Fotos vier Euro. Auch Scheinvisa mit falschen Stempeln sollen verkauft worden sein.

Der Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins Grenzübergang für Diplomaten und Ausländer. Nach dem Mauerbau 1961 standen sich hier US-amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Der heutige Mix aus Geschichtsvermittlung, Touristennepp und Kommerz rief in Berlin in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik hervor.

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