Sylt-Anbindung

160 Mio. Euro fließen in Bahnstrecke Hamburg–Westerland

Der Zugverkehr von und nach Sylt ist seit Jahren immer wieder gestört. Nun wird der überlastete Schienenstrang gründlich überholt.
NOB
Der Zugverkehr von und nach Sylt ist seit Jahren immer wieder gestört. Nun wird der überlastete Schienenstrang gründlich überholt.

Die Bahnstrecke Hamburg–Westerland wird aufwendig saniert und modernisiert.

Insgesamt 160 Mio. Euro will die Deutsche Bahn dafür binnen vier Jahren investieren, sagte Michael Körber von der Tochtergesellschaft DB Netz nun in Husum. Hintergrund sind Zugausfälle und Verspätungen auf der Strecke, die seit langem die Reisenden verärgern.

Nun sollen vom 30. März an rund 200 Kilometer Gleise, mehr als 33 Weichen und drei Brücken erneuert werden. Außerdem sollen acht Bahnübergänge sowie die Signaltechnik modernisiert werden. Ziel sei es, die Sanierung bis 2022 abzuschließen.

Diese Arbeiten seien Voraussetzung für einen pünktlichen und stabilen Zugverkehr auf der Marschbahn, ergänzte ein Bahnsprecher. In die anschließende Instandhaltung sollen dann jährlich bis zu zehn Millionen Euro investiert werden.

Die Streckensanierung sei deshalb auf vier Jahre angelegt, damit der Zugverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werde, sagte Christopher Ströh von der DB Regio: "Für Urlauber und Sylt-Pendler sollen die Einschränkungen so gering wie möglich ausfallen." Daher seien die Maßnahmen unter anderem mit der Pendler-Initiative Sylt abgesprochen und die Schulferien von sechs Bundesländern berücksichtigt worden.

Nach Ende der Streckensanierung soll 2023 in Westerland ein elektronisches Stellwerk eingerichtet werden. Das Investitionsvolumen dafür beträgt den Angaben zufolge 41,9 Mio. Euro.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Stephan Heller
    Erstellt 25. März 2019 11:46 | Permanent-Link

    Endlich passiert etwas. Die Zustände waren für Bewohner und Urlauber untragbar und haben dem Tourismus auf Sylt geschadet.

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