Reisen möglich

Nur noch 44 Länder sind ohne Reisewarnung

Keine Reisewarnung mehr für: Barbados.
Christian Wyrwa
Keine Reisewarnung mehr für: Barbados.

Seit dem 1. Oktober warnt die Bundesregierung nur noch vor expliziten Corona-Risikogebieten. Bestehen seitens der "freien" Länder jedoch Einreisebeschränkungen für Deutsche, wird abgeraten. Die fvw gibt einen Überblick.

Die bislang geltende pauschale weltweite Reisewarnung gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Wie ausführlich berichtet, streicht die Bundesregierung nun für zahlreiche Länder diesen Hinweis.

Die pauschale Warnung entfällt, das heißt, nun werden solche Länder aufgeführt vor denen auch künftig ausdrücklich gewarnt wird. Für alle anderen Staaten existiert eine solche Warnung nicht mehr. Nur für den Fall, dass deutsche Urlauber in den entsprechenden Ländern Einreise-Beschränkungen wie einer mehrtägigen Quarantänepflicht unterliegen, wird vor Reisen abgeraten. Das "Abraten" liegt in seiner Bedeutung aber deutlich unter dem "Warnen".

So können Kunden Buchungen nicht mehr kostenfrei stornieren, zudem tritt in aller Regel bei einem Notfall die Auslandskrankenversicherung in Haftung.

Und doch: Ganz so simpel, wie sich die neue Regelung anhört, ist sie nicht. Das hängt damit zusammen, dass in Zukunft zwar nur noch vor Risikogebieten gewarnt wird – dass diese sich jedoch immer wieder verändern. Das heißt, je nach Entwicklung der Corona-Situation kann ein Staat (oder eine Region) zu einem Risikogebiet werden, wenn es dort in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Das wiederum kommt meist nicht überraschend. Ein Trend in Richtung Grenzwert-Überschreitung bei den Corona-Neuinfektionen deutet sich oft schon mehrere Wochen im Voraus an. Die entsprechenden Trends zumindest für die europäischen Länder lassen sich auf der Website des Europäischen Zentrums für Seuchenbekämpfung nachverfolgen.

Alle Länder, die aktuell auf der Risikoliste des Robert-Koch-Instituts stehen und vor denen damit gewarnt wird, sind unter diesem Link zu finden.

Für Staaten, die nicht in der Auflistung zu finden sind, entfällt die Warnung automatisch. Sie werden im Folgenden aufgeführt. Doch Vorsicht: Beschließen einzelne dieser Länder ihrerseits Einreise-Beschränkungen für deutsche Touristen, rät die Bundesregierung vor Reisen ab. Dies ist bei derzeit sämtlichen Ländern der Fall. Ob und welche Beschränkungen gelten – die sich tagesaktuell verändern können –, darüber gibt das Auswärtige Amt Auskunft.

1. Antigua und Barbuda
2. Australien
3. Barbados
4. Brunei Darussalam
5. China
6. Cookinseln
7. Dominica
8. Fidschi
9. Grenada
10. Hongkong
11. Japan
12. Kambodscha
13. Kiribati
14. Korea (Süd)
15. Kuba
16. Laos
17. Macau
18. Malaysia
19. Marshallinseln
20. Mauritius
21. Mikronesien
22. Myanmar
23. Namibia
24. Nauru
25. Neuseeland
26. Palau
27. Ruanda
28. Salomonen
29. Samoa
30. Seychellen
31. Singapur
32. Sri Lanka
33. St. Kitts und Nevis
34. St. Lucia
35. St. Vincent und die Grenadinen
36. Taiwan
37. Thailand
38. Tonga
39. Tuvalu
40. Uganda
41. Uruguay
42. Vanuta
43. Vietnam

Vor Reisen in alle der genannten 43 Ländern wird zwar nicht mehr gewarnt. Wegen der Einreise-Beschränkungen für deutsche Urlauber wird von den Reisen jedoch abgeraten.

Insgesamt wird damit vor 44 Ländern nicht mehr gewarnt (komplett oder teilweise):

- vor den 43 in der Liste genannten Staaten
- vor Island

Regionale Reisewarnungen wurden berücksichtigt.
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