Reisehindernis

Shutdown der US-Behörden trifft Reisende

Zum Yosemite National Park sind einige Zugönge bereits seit Dezember nicht mehr geöffnet.
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Zum Yosemite National Park sind einige Zugönge bereits seit Dezember nicht mehr geöffnet.

Der längste Shutdown in der Geschichte der USA hat Auswirkungen auf Reisende. An den Flughäfen des Landes müssen sich Passagiere auf längere Wartezeiten einstellen. Und: Bei Hotels bricht die Auslastung ein.

Viele Mitarbeiter der Verkehrssicherheitsbehörde TSA bleiben der Arbeit fern. Am Sonntag lagen die Wartezeiten an den Kontrollstellen der meisten wichtigen Flughäfen aber weiterhin im normalen Rahmen von bis zu 30 Minuten. Reisende sollten dennoch möglichst frühzeitig am Flughafen erscheinen.

Wegen der andauernden Haushaltssperre sind zudem viele Nationalparks und Museen in den USA derzeit geschlossen, schreibt das Auswärtige Amt in aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen für die USA. Darauf weist auch der US National Park Service (NPS) auf seiner Website hin, die allerdings nicht mehr aktualisiert wird. In den meisten Parks gebe es keine von der Behörde angebotenen Dienstleistungen für Besucher – etwa öffentliche Toiletten, Müllsammlung und Straßenpflege.

Der Yosemite National Park hatte bereits Ende Dezember auf seiner Website erklärt, dass einzelne Zugänge zum Park in den Hauptbesuchszeiten eingeschränkt werden. Begründet wurde dies unter anderem mit anhaltenden Problemen mit Abfällen.

Der National Park Service verwaltet nach eigenen Angaben 418 Parks und historische Stätten in den USA. Darunter befinden sich viele Monumente, Gedenkstätten und andere geschichtlich bedeutsame Orte. Hinzu kommen viele der bekanntesten Naturparks. Diese werden besonders häufig im Sommer besucht, aktuell ist keine Urlaubshochsaison für die USA.

Hotels klagen über sinkende Zimmerauslastungen

Von zum Teil heftigen Auswirkungen berichtet der Marriott-CEO Arne Sorensen. Gegenüber Bloomberg Television wies er auf die 150 im Großraum Washington-DC betriebenen Hotels hin. Dort sei die Nachfrage im zweistelligen Prozentbereich eingebrochen. Für den District of Columbia, Maryland und Virginia berichten auch andere Hotelketten von einem heftigen Einbruch der Zimmerauslastungen um 20 Prozentpunkte.

Wie die US-Botschaft in Berlin mitteilt, finden dort sowie in den Konsulaten in Frankfurt und München bereits vergebene Termine für Pass- und Visa-Angelegenheiten trotzdem statt. Deutsche benötigen für eine Urlaubsreise in die USA allerdings kein Visum, sondern müssen lediglich online einen Esta-Antrag ausfüllen.

Wegen der seit mehr als einem Monat andauernden Haushaltssperre – auch Shutdown genannt – sind rund 800.000 Bundesbedienstete im Zwangsurlaub, oder sie arbeiten ohne Bezahlung weiter. (LS/dpa)

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